Zimmerkollegen der Nati im Duell
Biogas Volley Näfels reist heute zu Aufsteiger Volley Top Luzern. Es ist eine heikle Aufgabe, die auf die Glarner gegen die kämpferischen Zentralschweizer wartet.
Näfels‘ Libero Manuel Sutter und Luzerns Noah Eichenberger waren an der Universiade in Gwangju (KOR) in diesem Sommer während drei Wochen Zimmerkollegen. Die beiden verstehen sich sehr gut. Vor der heutigen Begegnung zwischen Volley Top Luzern und Biogas Volley Näfels äusserten sich die beiden.
„Die Niederlage gegen LUC tat schon etwas weh, hauptsächlich auch deshalb, weil wir keine Chance hatten“, blickt Libero Manuel Sutter auf das vergangene Wochenende zurück. Sie hätten im Team das Spiel analysiert und erkannt, was sie besser machen und selber beeinflussen müssten, erklärt er. Dabei wurde auch die Annahme genauer betrachtet. Diese Aufgabe hätten sie nicht so erfüllt, wie es ihr Trainer verlangte, erzählt er. „Jetzt ist die Raumaufteilung wieder klar und die Aufgaben klar zugeordnet“, blickt der Libero mit Zuversicht auf das Spiel gegen Volley Top Luzern. Der Aufsteiger hat bisher positiv überrascht, vor allem der Sieg in Lugano nach einem 0:2 Satzrückstand sorgte für Aufsehen.
Zum Gastspiel in der Innerschweiz meint Manuel Sutter: „Es ist immer schwierig gegen Teams, die nominell nicht zu den Grossen zählen - drei Punkte müssen her, das ist keine Diskussion.“ Angesprochen auf die Motivation in solchen Spielen überraschte Sutter mit seiner Aussage: „Gegen diese Teams bin ich besonders motiviert, denn diese Spiele müssen wir gewinnen. Verliert man, kommen zurecht kritische Fragen auf und man muss sich rechtfertigen, worauf ich gerne verzichte.“
Befreit – dank Underdog-Rolle
Ob in den Reihen von Näfels bei allen die Motivation zu hundert Prozent stimmen wird, darf nach den Leistungen gegen die anderen, nominell weniger starken Teams, hinterfragt werden. Dies ist die Chance für Top Volley Luzern. Captain und Topscorer Noah Eichenberger – er wechselte von Beinahe-Cupsieger Schönenwerd auf diese Saison zu Luzern – meinte zum bisher erfolgreichen Abschneiden seines Teams: „Wir sind - egal gegen wen wir spielen - in der Underdog-Rolle. Dies hat auch Vorteile, denn so können wir befreit aufspielen. Den einzigen Druck, den wir haben, machen wir uns selber und betrifft den eigenen Anspruch gut spielen zu wollen.“ Kampfgeist und nie aufzugeben sind jene Werte, die Noah Eichenberger damit meint. Dies gelang Luzern bisher sehr gut. Der Sieg gegen Meister Lugano und der Punktegewinn gegen Schönenwerd beweisen dies. Noah Eichenberger erklärte aber auch, dass Luzern nur dann Chancen auf Punkte habe, wenn jeder einzelne Spieler und das Team als Ganzes nahe am Optimum spielen. „Dies gelang uns bisher immer wieder, dabei spielten wir uns in einen Rausch und knöpften den Favoriten Punkte ab“, analysierte er die bisherigen Erfolge. Das Team von Dalibor Polak müsste entsprechend gewarnt sein. Geschlossenheit, Freude und Einsatzbereitschaft sind gefragt um das Risiko erneuter Punktverluste wie gegen Jona und Einsiedeln zu minimieren.
Qualifikation 7. Spieltag:
Volley Top Luzern - Biogas Volley Näfels
Bahnhofhalle, Luzern, Samstag, 28.November 2015, 15:00 h



























































































