Donnerstag, 25. Dezember 2008; 16:22
Allgemein

Wiggispark Volley Open: Die Belgier, Slowaken und die Nati nehmen SEAT Volley Näfels in die Zange

Von: Rolando K. Küng

Samstag/Sonntag findet das elfte Weihnachtsturnier für Klubmannschaften, organisiert durch den Näfelser Volleyballklub, statt. Es stehen nebst SEAT Volley Näfels drei Teams am Start: Die Belgier aus Halen (Sieger 2006), die Slowaken aus Bratislava (3. Teilnahme) sowie die Schweizer Nati mit neuen Gesichtern.

 

Bratislava kommt

Eigentlich war ja der VC Hypo Niederösterreich gemeldet. Doch das Team aus Amstetten musste kurzfristig Forfait geben. Verletzte, kranke und im Nationalteam abwesende Spieler hätten die Teilnahme verunmöglicht, lautete die offizielle Mitteilung des Klubs. Diese Änderung gab Manager Ruedi Gygli die Gelegenheit, wieder einmal sein vielfältiges Netzwerk in der Welt des Volleyballs zu nutzen. Ganz ohne Mühe und zusätzlichem Aufwand kam er ganz sicher nicht zum Ersatzteam mit dem VKP Bratislava. Da aber die Slowaken bereits in früheren Jahren zweimal im sgu spielten, sagten sie schlussendlich zu, was auch ein Kompliment an die ausgezeichnete Organisation der früheren Turniere ist. Zur Zeit befinden sie sich an erster Stelle in ihrer Meisterschaft, wobei aber das wohl stärkste Team, Chemes Humenné in der Mitteleuropäischen Volleyball-Liga spielt und erst für die Playoffs in die nationale Meisterschaft eingreift. Genauso ist dies in Österreich, Slowenien, Ungarn und Kroatien, was erlaubt, dass die besten Teams jedes Landes immer gegen sehr starke Gegner antreten können. Im Jahr 2007 stellte Bratislava keine schlagkräftige Truppe und wurde nur Vierter des Turniers.

 

 

Halen hat schon gewonnen

Ganz im Gegensatz dazu das Belgische Team aus Halen, welches damals das Turnier gewann. An der Seitenlinie als Trainer stand ein gewisser Johan Verstappen, in der Zwischenzeit Trainer von NLA-Spitzenreiter Amriswil. In der diesjährigen Meisterschaft Belgiens, welche als eine der allerbesten ganz Europas gilt, steht Halen im hinteren Mittelfeld. Das heisst nun aber gar nicht, dass sie hier im Glarnerland nicht ein sehr gutes Turnier abliefern können, so gesehen mit Amstelveen, (Ned) welche vorletztes Jahr einen sehr starken Eindruck hinterliessen, obwohl sie damals in ihrer Meisterschaft auf dem letzten Platz standen.

 

 

 

 

Rückkehr von Bolle ins sgu

Michel Bolle als Trainer der Schweizer Herren-Nati kommt mit einem verjüngten Team nach Näfels. Altgediente Spieler wie Bär, Wiacek, Willi oder auch Andy Sutter, gehören nicht mehr dem Nationalteam an. Herausragendste Akteure der Nati sind zur Zeit: Hominal (Pass), Raffaelli (Mitte), Bruschweiler (Diagonal) und Schläpfer (Annahme). Mit Christoph Suter als zweiter Diagonalspieler fällt auch einem Spieler aus Näfels die Ehre zu, das Nati-Dress tragen zu dürfen. Ausserdem kommt auch Samuel Büschi (ex-Näfels) mit der Nati zurück nach Näfels.

 

 

Jeden Tag vier Spiele

Zu hoffen bleibt, dass sich die sehr müde wirkenden Spieler von SEAT Volley Näfels über die paar (zu) wenigen freien Tage gut erholen können, um wieder einigermassen frisch ans Werk zu gehen. Die Spiele folgen sich Schlag auf Schlag und viel Zeit zur Erholung bleibt jeweils nicht. Dafür werden die Quali-Spiele auch nur auf drei Gewinnsätze gespielt. An beiden Tagen gibt es vier Spiele zu sehen. Am Samstag ist der Start ab 13.00 Uhr und am Sonntag wird bereits um 11.00 Uhr losgelegt. Das grosse Finale steigt ab 17.00 Uhr und wird über die volle Länge auf drei Gewinnsätze gespielt.

 

Bestimmt lohnt sich ein Abstecher ins sgu um nach den weihnächtlichen Leckerbissen kulinarischer Art, sozusagen als Dessert auch noch Volleyballerische Feinkost zu geniessen.