Donnerstag, 17. März 2016; 08:36
NLA

«Vollgas» Volley Näfels zieht Lausanne den Stecker

Von: Köbi Hefti

Mit einem auf der ganzen Linie überzeugenden Auftritt haben die Näfelser Volleyballer Lausanne UC in die Schranken gewiesen. Starke Services, gute Annahmen, genaue Pässe und effiziente Angriffe bildeten die Basis zum 3:0 (25:15, 33:31, 25:22)-Sieg. Mit diesem Erfolg schafften die Näfelser den Anschluss an die Spitze.

 

Näfels ist im Rennen um einen Play-off-Finalplatz wieder voll im Rennen und hat es in den restlichen drei Partien der Pre-Play-offs in den eigenen Händen, nach dem Cupfinal auch den Final um die Meisterkrone zu erreichen. Im äusserst wichtigen Spiel von gestern Abend zeigten sich die Näfelser nervenstark, überzeugten mit einem tollen Auftritt, liessen Lausanne UC im ersten und dritten Satz keine Chance und hielten sich im zweiten nach sieben abgewehrten Satzbällen – auch mit etwas Glück – schadlos.

Ein glücklicher Näfelser Trainer Dalibor Polak war denn auch mit dem Auftritt seines Teams sehr zufrieden: «Heute verteile ich meinem Team die Bestnote. Aber überbewerten will ich diesen Sieg nicht, da Lausanne ohne Djokic spielte. Er ist für das Spiel von Lausanne sehr wichtig.» «Die drei Punkte sind das Wichtigste. Schon am Montag setzten wir uns ein 3:0-Sieg in den Kopf. Das haben wir durchgezogen. Entscheidend war der zweite Satz, den wir holten, nachdem wir viele Satzbälle hatten abwehren können», betonte Captain Marco Gygli.

Der Start in die wegweisende Partie gelang Näfels gut. Mit druckvollen Services, vor allem von Godoy und Ehrat, konnten die Näfelser immer wieder punkten, während Lausanne beim Service zwar sehr viel riskierte, dabei aber auch viele Fehler beging (sechs). Eine 8:5-Führung beim ersten technischen Time-out konnte Näfels auf 13:6 und schliesslich auf 25:15 zum sicheren Satzgewinn ausbauen.

Im zweiten Satz spielten die beiden Teams so gut, dass sie gar nicht aufhören wollten, zu spielen. Entscheidend zu einer Verlängerung des Durchgangs trug Näfels mit sieben abgewehrten Satzbällen bei. Die Gastgeber konnten dann ihren zweiten Satzball nach 33 Minuten Spielzeit zum 33:31 verwerten. Im Vergleich zum ersten Satz spielte Lausanne deutlich besser und hatte 8:7 geführt.

Grosser Auftritt im dritten Satz
Danach war Näfels einen Tick besser, erspielte sich einen Vorsprung von bis zu drei Punkten und schien beim Stand von 23:20 einem unspektakulären zweiten Satzgewinn zuzusteuern. Vier Punkte hintereinander von Lausanne, auch wegen ungenügenden Näfelser Annahmen, liessen das Ende dieses Satzes zu einem Volleyball-Krimi werden. «Es spricht für die Mannschaft, dass sie den Satz gewann, obwohl sie mehrmals Führungen von bis drei Punkten vergeben hatte», lobte Teamchef Ruedi Gygli seine Spieler.

Als hätten sie das Lob aus der Chefetage gehört, spielten die Näfelser im dritten Satz gross auf. «Vollgas» Volley Näfels brillierte mit starken Services, gefährlichen Angriffen der beiden Südamerikaner Godoy und Martinez, genauen Zuspielen von Marco Gygli. Und aussen spielte auch Godoy überragend. Der beste eines bärenstarken Ensembles war Fabian Martinez, der klar zum MVP gewählt wurde. Einziges Manko der Näfelser in diesem Satz war, dass sie Lausanne nach einem 20:14-Vorsprung nochmals auf 23:20 herankommen liessen. Den dritten Matchball setzte Lausannes Rivas mit dem Service ins Out. Näfels hatte die Vorgabe eines Sieges gegen die Waadtländer erfüllt und konnte in der Tabelle bis auf einen Zähler zu ihnen aufschliessen.

Matchtelegramm

Biogas Volley Näfels - Lausanne UC 3:0 (25:15, 33:31, 25:22)

Pre-Play-offs: 7. Spieltag:
Lintharena SGU, Näfels, Mittwoch, 16. März 2016, 20:00 h
Spieldauer  81  Minuten
Zuschauer: 250

SR: : Grieder, Zindel

Biogas Volley Näfels:
Startformation: Gygli (Passeur, Captain), Sutter (Libero), Godoy, Pollock, Ehrat, Martinez, Gotch
Einwechslungen: Milanez, Wunderle, Pulko

Trainer: Dalibor Polak
Assistenz-Trainer: Mani Müller

Lausanne UC:
Startformation: Julien Carrel (Passeur, Captain), Daniel (Libero), Krba, Dustinac, Klein, Rivas, Zeller
Einwechslungen:  Hominal, Altanov, Djokic

Trainer: Georges-André Carrel
Assistenz-Trainer: Michel Dufaux

MVP Fabian Martinez