Volley Open diesmal mit Nationalteams aus Israel und der Schweiz sowie Klubteams aus Deutschland und Frankreich
Vom Freitag - Sonntag findet das zehnte internationale Volley Open in Näfels statt. Neu gehen fünf Teams an den Start und mit dem Mix aus Klubteams und Nationalmannschaften können gute und spannende Spiele erwartet werden. Volleyball total in der linth arena sgu zum Jahresende. Insgesamt zehn Spiele auf je drei Gewinnsätze stehen ab Freitag nachmittag 16.00 Uhr auf dem Programm. Am Samstag und Sonntag geht es bereits um 14.00 Uhr los. Jedes der anwesenden Teams wird viermal zu sehen sein. Ein Leckerbissen für jeden Volleyballfreund! Dont' miss it...
Bild: CH-Nationalmannschaft 2007. etwa die Hälfte der Spieler auf diesem Bild werden in der linth arena sgu ab Freitag live zu sehen sein
Die Schweizer Nationalmannschaft unter Nationaltrainer Michel Bolle wird auch dieses Jahr nicht komplett antreten können. Wie jedes Jahr, nehmen auch heuer wieder Lausanne UC und Chênois die Gelegenheit zur Teilnahme an Turnieren im Ausland wahr. So oder so in einer Doppelfunktion wird aber Trainer Bolle stehen, denn er coacht sowohl die Nati wie auch sein Klubteam SEAT Volley Näfels. Dabei ist es auch möglich, dass Andy Sutter, Fabian Brander und Samuel Büschi einmal hüben und einmal drüben zum Einsatz kommen werden. Die drei haben auf jeden Fall auch ein Aufgebot für die Nationalmannschaft bekommen. Mit dabei sein werden aber auf jeden Fall die Spieler aus Amriswil die da sind: Marco Bär, Christian Willy, Adrian Schläpfer und Noah Eichenberger. Aus Sursee werden Libero Morgenthaler und Raphael Zurgilgen erwartet.
Wer kennt Israel?
Israel ist auch im Volleyball europäisch und eines der 55 im CEV zusammengefassten Länder. Anders als die Schweiz wagt es Israel im nächsten Jahr an den Europameisterschaften teilzunehmen. Im Mai spielen die Israeli in der ersten Quali-Runde gegen Moldawien um das Weiterkommen in die nächste Runde mit dem Ziel sich für die Endrunde 2009 in der Türkei zu qualifizieren. Über die aktuelle Stärke des Teams weiss selbst Nationaltrainer Bolle nicht allzu viel zu berichten. Das eher kleine Kader besteht aus meist jüngeren Spielern mit Ausnahme des Teamseniors, Mittelblocker Alex Laurian (32). Man darf gespannt sein ob es Israel gelingt mit den beiden am Turnier spielenden Klubteams einigermassen mitzuhalten.
Spitzenteam aus Deutschland
Bundesligist Unterhaching aus München, der letztjährige Vierte, steht im Moment auf dem fünften Rang in der ersten Bundesliga. Sechs Siegen stehen vier Niederlagen gegenüber. Schaut man in die Statistik der besten Spieler, stehen dort in jeder Disziplin auch Spieler der Bayern in den ersten Rängen. Auffallendste Akteure sind sicher Steve Keir (Aus), Emanuel Kohut (Svk), Armin Dewes und natürlich Passeur Patrick Steuerwald (21). Dieser steht trotz seinen jungen Jahren im erweiterten Kader der deutschen Nationalmannschaft und führte die Münchner in die Halbfinals der letztjährigen Meisterschaft. Auf der Site des deutschen Volleyballverbands steht geschrieben über ihn: „Dabei kaschiert er auch seine Größe von lediglich 1,80 Meter durch eine hervorragende Sprungkraft. Schon mancher Angreifer, der dachte, über den „Kleinen“ mal eben so drüber zu schlagen, fand den Ball vor seinen Füßen wieder.“ Er ist eine starke Spielerpersönlichkeit welchem es gelingt mit seiner Kreativität und seiner natürlichen Ausstrahlung sein Team zu führen. Zweifellos darf man den Münchnern aufgrund der bisher gezeigten Saison den Turniersieg zutrauen.
Nizza auf keinen Fall zweite Wahl
Nice Volley Ball, der letztjährige Absteiger aus der Pro A Serie Frankreichs, steht aktuell mit dem dritten Rang auf einem Spitzenplatz und intakten Chancen auf einen sofortigen Wiederaufstieg. Im Team der Südfranzosen stehen nicht weniger als sieben Ausländer und diese haben in den 13 bisherigen Spielen achtmal gewonnen, nicht aber gegen die Spitzenreiter Alès und Saint-Quentin. Im Jahr 2001 beendete der Klub von der Côte d’Azur dieses Turnier als Dritter einen Rang vor Näfels. Die herausragendsten Spieler sind Furneau (Sey) und Gingereau. Das Spiel gegen Dünkirchen, mit Marcus Osias, haben sie auf jeden Fall zu ihren Gunsten entschieden genauso wie dasjenige gegen Saint-Louis. Messbar sind diese Ergebnisse nicht unbedingt, aber es ist eine Tatsache dass die Spitzenteams der Pro B Serie eine Klasse höher ebenfalls im zweitel Teil der Rangliste mithalten können. Wie stark Spitzenteam Toulouse in der linth arena aufgetreten ist, haben alle noch in guter Erinnerung. Nice muss ja nicht derart stark sein, aber ein sehr guter Auftritt kann man diesem Team auf jeden Fall zutrauen, denn um sich in der zweithöchsten Liga Frankreichs im Spitzentrio zu halten muss man sehr gutes Volleyball spielen können.
SEAT Volley Näfels verspricht Volleyball mit Lust und Freunde
Vieles ist seit Oktober nicht so verlaufen wie es geplant war. Nach ausgezeichnetem Saisonstart mit sechs Siegen in Serie kam die Mannschaft nach der ersten Niederlage in eine noch nie gesehene Negativserie. Aus acht Meisterschaftsspielen schaute gerade mal noch ein einziger Sieg zuhause gegen den Aufsteiger heraus. Die übrigen Spiele gingen verloren und das Selbstvertrauen damit ebenfalls. Die Basis im mentalen Bereich scheint recht dünn zu sein und einen wirklichen Leader sucht man vergebens im Team. Captain Andy Sutter hat bestimmt das Zeug dazu, zeigte sich aber nicht in der Lage, die von ihm erwartete Rolle auch tatsächlich einzunehmen. Er wie die ganze Mannschaft befindet sich mitten in einem Entwicklungsprozess und da kommt dieses Turnier gerade recht um weitere vier Spiele gegen gute Gegner ohne Druck absolvieren zu können. Das lustvolle Spiel steht dabei ganz klar vor dem Resultat und sollte der Knopf aufgehen, kann Näfels durchaus auch noch einiges erreichen. An den spielerischen Qualitäten muss eigenlich nicht gezweifelt werden und die mentale Stärke hängt nur von den langersehnten Erfolgserlebnissen ab.



























































































