Volley Näfels will wieder beide Finals erreichen
Bei Biogas Volley Näfels ist die halbe Mannschaft neu, der Stamm aber bleibt und so will das Team von Dalibor Polak auch in dieser Saison erneut ganz vorne mitmischen. Die Qualifikation für Cup- und Playoff-Final sind dieselben Ziele wie in der vergangenen Saison.
In der Mannschaft von Volley Näfels sind im Vergleich zur letzten Saison sechs neue Gesichter zu finden. Trotzdem ist das Team grossenteils unverändert. Im Vergleich zur Startformation, welche letztes Jahr mit einem brillanten Auftritt den Cup gegen das übermächtige Pallavolo Lugano holte, sind fünf Spieler auch in dieser Saison wieder dabei. Einzig der zum Beach-Volley abgewanderte Nico Beeler und Passeur Denis Milanez fehlen.
Mit Zlatko Pulko (Diagonal), Fabian Martinez (Annahme), Manuel Sutter (Libero), Samuel Ehrat und Dan Alexander (beide Mitte), dazu Marco Gygli als Passeur ist die Hälfte des Kaders gleich besetzt wie letztes Jahr.
Kampf um Stammplatz in der Mitte
Mit Stefan Ilic als Mittelblocker kehrt ein alter Bekannter zu Näfels zurück. Der lange Serbe spielte bereits zwei Jahre mit Näfels. Der Unterbruch im vergangenen Jahr scheint ihm gut getan zu haben, macht er doch im Training bisher einen starken Eindruck. Teammanager Gygli dazu: „Das wird ein harter Kampf auf der Position der Mittelblocker.“
Auf der Pass-Position hatte Teammanager Gygli eine grosse Herausforderung zu lösen. “Milanez ist schwierig zu ersetzen“, meinte er. Mit Simone Bonante hat Näfels einen jungen Passeur aus Italien gefunden. Dieser durchlief die solide italienische Volleyball-Schule und spielt sehr präzis. Er wird sich mit Urgestein Marco Gygli gut ergänzen, so wie es in den letzten Jahren mit Bedrac und Milanez der Fall war.
Viel Talent in der Annahme
Neben Fabian Martinez werden der solide Amerikaner Kyle Friend und der talentierte Marko Vukasinovic aus Montenegro die Hauptverantwortung für die Annahme tragen. Dazu gesellen sich mit Remo Spahr und Flavio Riedi zwei Spieler aus dem eigenen Nachwuchs. Diese Jungen zeigten während der Vorbereitung bereits einige überzeugende Auftritte. Die Annahme von Näfels ist mit einem Durchschnittsalter von 21 Jahren ausgesprochen jung. Es wird spannend sein zu verfolgen, ob das grosse Potenzial oder die eher fehlende Routine und Erfahrung mehr auffallen werden.
Swiss Volley fördert lokal ausgebildete Spieler
Mit dem neuen Reglement über „Lokal ausgebildete Spieler“ kurz LAS genannt, setzt Swiss Volley ein Zeichen, damit auch Schweizer Spieler weiterhin in der höchsten Spielklasse eine Chance erhalten und damit nicht das passiert, was im Mutterland des Fussballs zu beobachten ist, wo einige Spitzenclubs ohne einen einzigen Briten zu Wettkampfspielen antreten. Ab der kommenden Saison müssen gemäss LAS- Reglement mindestens drei lokal ausgebildete Spieler auf dem Matchblatt aufgeführt sein, von denen mindestens einer immer auf dem Spielfeld sein muss. Die Nichteinhaltung dieser Vorgaben hat Sanktionen in Form von saftigen Bussen zur Folge. Dieses Reglement unterstützt Näfels‘ Vision, dereinst mit möglichst vielen eigenen Spielern ganz an der Spitze mitmischen zu können. In der kommenden Saison werden zuerst fünf (Ehrat, Gygli, Riedi, Spahr, Sutter), ab Januar, wenn Gustavo Meyer noch zum Kader stösst, noch ein zusätzlicher LAS zur Verfügung stehen. Meyer gilt – obwohl er Mexikaner ist - ebenfalls als LAS, da er seine erste Lizenz vor 15 Jahren mit Näfels in der Schweiz löste.
Dieselben Favoriten – dieselben Ziele
Teammanager Gygli ist glücklich, dass Näfels auch für die kommende Saison wieder eine starke Truppe hat. Es freut ihn besonders, dass der Teamgeist wie schon letztes Jahr ausgezeichnet ist und die Gruppe mit dem neuen Captain Dan Alexander harmoniert.
Das Ziel in dieser Saison ist dasselbe wie letztes Jahr - das Erreichen des Cup- und Playoff-Finals. Als grösste Konkurrenten sieht Ruedi Gygli auch dieses Jahr Lugano, allerdings nicht mehr derart dominant wie im vergangenen Jahr, Volley Amriswil, das mit sieben Ausländern, darunter dem bestens bekannten Marcio Sinotti antritt und Lausanne UC. Ob das letztjährige Überraschungsteam und Play-off Finalist TV Schönenwerd auch dieses Jahr wieder so stark ist, ist nach den vielen Abgängen ungewiss. Gygli vermutet: „Das wird unter den Spitzenteams sehr ausgeglichen sein.“



























































































