Volley Näfels verteidigt die Tabellenspitze
Im Derby gegen Jona schien sich Volley Näfels zu Beginn die Zähne auszubeissen. Aber am Schluss des Spiels konnte sich kaum mehr jemand daran erinnern.
Die Saison mag noch jung sein, die Tabelle dementsprechend wenig aussagekräftig. Dennoch trafen mit Näfels und Jona die beiden einzigen Teams aufeinander, die noch kein Spiel verloren hatten. Nach einem Sieg in 3:1 Sätzen weist in der aktuellen Meisterschaft nun allein noch Volley Näfels das Punktemaximum auf.
Argentinische Gala
Das stark aufspielende Jona vermochte als erstes Team in dieser Saison, die Annahmefestung von Volley Näfels regelmässig in Schwierigkeiten zu bringen, und zog früh im ersten Satz davon. Die Glarner reagierten einmal mehr mit der Geduld und Gelassenheit, die man sonst nur von sehr erfahrenen Teams kennt. Angeführt vom argentinischen Duo, Vazquez am Pass und Cabanas auf der Diagonalen, holten sie Punkt für Punkt auf, zogen an Jona vorbei und servierten bei 24:21 zum vermeintlichen Satzgewinn. Doch die St. Galler bäumten sich nochmals auf, servierten erneut unheimlich stark und drehten den Satz zum 26:28.
Der zweite Satz hat ebenso spannungsgeladen begonnen, wie der erste aufgehört hat. Beide Teams spielten auf Augenhöhe, jeder noch so kleine Fehler wurde umgehend bestraft. Doch von eben diesen Fehlern machte Volley Näfels letztlich ein paar weniger, schlich fast unbemerkt davon und sicherte sich mit 25:19 den Ausgleich.
«Das ist unser Haus!»
Von da an liessen die Näfelser keine Zweifel mehr darüber aufkommen, wessen Revier die Lintharena ist. Namentlich der sprunggewaltige Topscorer Cabanas verzauberte das Publikum mit stetiger Regelmässigkeit. Nach 25:17 und 25:21 liess sich Volley Näfels verdient vom Publikum feiern. Letzteres liess sich dann auch noch zu einem «happy birthday» für Joachim Hesselholt hinreissen. Der sympathische dänische Nationalspieler feierte seinen 24. Geburtstag und meinte: «Dass wir den ersten Satz noch aus der Hand gegeben haben, war wie ein Hieb in die Magengrube, den es aber offensichtlich gebraucht hat. Der Coach hat die Taktik perfekt angepasst, und wir haben umgesetzt. Denn das hier ist unser Haus und wir verteidigen es mit allen Mitteln.»
Mit diesem Sieg hat sich Volley Näfels auch viel Raum für das kommende Auswärtsspiel in Amriswil geschaffen. Amriswil ist unter Druck und «muss» zu Hause gewinnen, Näfels «darf»…
Volley Näfels - TSV Jona 3:1 (26:28, 25:19, 25:17, 25:21)
Lintharena, Näfels - 250 Zuschauende - Spieldauer: 109 Minuten
Schiedsrichter: Y. Kälin, N. Hefti
Volley Näfels: Bartholet, Bogdanovski, Broch, Deecke, Denis Cabanas, Figueiredo, Hesselholt, Nikolov (Captain), Peter, Schmid, Schwitter, Vazquez.
Coaches: Verdi, Mattioni
TSV Jona: Lietzke, Clement, Ulrich, Weiss, Margot, Schwotzer, Endl, Lauener, Frischmuth, Fuchs, Süess, Birchler, Caviezel (Captain)
Coaches: Bonelli, Jucker

Volley Näfels – TSV Jona Volleyball: 3:1 (26:28, 25:19, 25:17, 25:21)

Topscorer Pablo Cabañas: Mit seinen 32 Punkten war er der Mann des Spiels

Starke Defense: 13 direkte Blockpunkte und starke Feldverteidigung

Coach Nacho Verdi: Wie immer - engagiert und feurig

Spannendes Derby: Zuerst Vorteil Jona, dann übernimmt Näfels die Kontrolle des Spiels

Anspannung pur: Mitleiden auf der Bank

Viel Grund zum Zelebrieren: Immer wieder sorgte das Team für sehenswerte Punkte

Best Player: Viel Applaus für Pablo Cabañas von seinen Teamkollegen

So sehen Sieger aus: Beste Stimmung bei Volley Näfels nach dem 4. Sieg im 4. Spiel


























































































