Volley Näfels verstärkt sich und will in den Playoff- und Cup-Final
Mit neuem Namensponsor und vier neuen Spielern aus Übersee will Biogas Volley Näfels in der neuen Saison wieder auf die Erfolgsstrasse zurückkehren. Trotz dieser Neuverpflichtungen wird Näfels auch in der neuen Saison eine Schweizer Mannschaft bleiben und auf die Jugend setzen.
Trainer Polak kann in der neuen Saison auf eine starke Mannschaft zählen. Dank der Unterstützung des Namenssponsors Erdgas Obersee konnte die Clubleitung dieses Jahr auf einer finanziell besser abgesicherten Basis planen als im vergangenen Jahr. Damals war die Finanzlage lange Zeit ungewiss. Näfels verzichtet aber auch in der Saison 2013/14 darauf, um mit der grossen Kelle zu rühren, wie dies zum Beispiel der amtierende Meister Pallavolo Lugano erneut macht und wieder als der grosse Titelaspirant gilt.
Junge Spieler, welche im vergangenen Jahr nur selten zur Stammformation zählten, sollen zusammen mit den erfahrenen Neuzuzügen aus den USA den Stamm bilden. Polak sagt, dass er mit Marco Gygli als Passeur Nummer eins und Manuel Sutter als Libero zwei Spieler habe, die seinen Erwartungen bestens entsprechen und denen er ein grosses Potenzial attestiert. Daneben sind die beiden Youngsters Samuel Ehrat als Mittelblocker und Nico Beeler als Annahmespieler gesetzt. Somit sind noch drei Positionen zu besetzen. Zum Zug kommen hier bekannte und neue Namen. Als Annahmespieler wird Sprungwunder Zlatko Pulko weiterhin im Team sein. Es ist erfreulich, dass wieder einmal ein ausländischer Spieler längere Zeit in Näfels bleibt, für Pulko ist dies die dritte Saison.
Neuer Mittelblocker und Nachfolger von Stefan Ilic ist der über 2 Meter grosse US-Amerikaner Daniel Alexander. Dieser spielte zuletzt in Schweden und Israel. Er ist sprunggewaltig, stark am Block, er war letztes Jahr der erfolgreichste Blocker in Schweden. Er ist aber auch als Angreifer sehr effizient, ist auf einer der vorderen Position in der Jahresrangliste zu finden. Ebenfalls aus den USA kommt der neue Diagonal-Angreifer Dean Bittner. Der 203 Mann spielte in Finnland, Schweden und Portugal. Auch er ist in der Statistik weit vorne anzutreffen und war letzte Saison in Finnland der zweitbeste Angreifer.
Die US Boys kommen beide aus Los Angeles, studierten und spielten für die Long Beach University. Auf die Frage, weshalb sie zu Näfels kommen, antworten sie gleich. Sie hätten sich für Glarner entschieden, weil sie hörten, dass Näfels ein konkurrenzfähiges Team und die Meisterschaft in der Schweiz spannend sei. Neben dem sportlichen Aspekt gab es auch noch andere Anreize. Bittner ergänzt: „Ich habe gehört, dass die Schweiz ein schönes Land ist. Ich kann es kaum erwarten dies selbst zu sehen und zu erleben.“ Aber auch Alexander freut sich sehr und ist sehr gespannt auf Näfels. Er habe im Internet Bilder seines neuen Domizils gesehen und wisse, dass Zürich nahe sei. Hier zu leben müsse grossartig sein, und es mache ihm immer viel Spass in einer neuen Umgebung zu leben, ergänzt er.
Neben den beiden Amerikanern sicherte sich Näfels auch die Dienste des hoffnungsvollen, 20 Jahren jungen Venezolaners Fabian Martinez. Er soll als Diagonal- und Annahmespieler zum Einsatz kommen. Auch er ist athletisch sehr stark und kann als Rohdiamant bezeichnet werden, der wie vor vielen Jahren Gustavo Meyer bei Näfels viele Erfahrungen sammeln und sich zu einem starken Spieler weiterentwickeln kann. Neben Martinez wird ein weiterer Südamerikaner neu die Farben von Näfels tragen. Der in der Schweiz bestens bekannte Denis Milanez, in den letzten Jahren Passeur beim TV Schönenwerd, wird als zweiter Passeur zur Verfügung stehen, daneben aber auch noch als Trainer und Coach von Näfels II in der ersten Liga amten.
Weiterhin dabei ist Thomy Büsser, der Routinier und Mittelblocker. Dazu stossen die beiden Talente Luca Beeler und Gian Luca Riedi vom TSV Jona. Diese Spieler werden abwechslungsweise mit Ihrem Stammverein Jona und Näfels die Trainings und Spiele bestreiten. Es ist aber auch geplant, dass weitere junge Spieler aus den eigenen Reihen - wie beispielsweise Passeur Gian Aebli - gewisse Trainings mit der ersten Mannschaft bestreiten und sich so langsam in Richtung NLA bewegen können.
Das Gesicht von Volley Näfels wird sich nicht nur wegen seiner neuen Farben Grün-Weiss verändern. Dank der Nord- und Südamerikanischen Elemente dürfte der Faktor „Fun“ wieder vermehrt zum Zug kommen, denn hauptsächlich die US-Amerikaner sind bekannt, dass sie für gute Stimmung sorgen und stets positiv eingestellt sind. Ginge es nach Papierform, so müsste Biogas Volley Näfels in der kommenden Saison seinem Namen gerecht werden und Gas geben können, um an die früheren Erfolge anknüpfen zu können. Die Ziele Cup- und Playoff-Final sind für diese Mannschaft sicher realistisch. Bis es losgeht, dauert es aber noch ein Vierteljahr, die Saison startet erst Mitte Oktober.



























































































