Dienstag, 21. Oktober 2014; 07:35
NLA

Volley Näfels verliert zum Saisonauftakt ein spannendes Spiel

Von: Köbi Hefti

Biogas Volley Näfels verliert sein Auftaktspiel gegen Lausanne UC mit 1:3. (22:25, 22:25, 25:22, 20:25). Näfels spielte für den Saisonbeginn gut, liess zwischendurch sein Können aufblitzen. Die Gäste waren aber stabiler und gewannen diese Partie verdient.

 

„Wir stehen am Anfang der Saison und wir wissen, woran wir arbeiten müssen um im nächsten Spiel besser zu sein“, fasste der neue Captain Dan Alexander die Leistung seines Teams in wenigen Worten zusammen. Hauptsächlich während der beiden ersten Sätze bekundete Näfels grosse Mühe mit den Annahmen. Dies nicht nur bei den vereinzelt wirklichen Krachern der Waadtländer, sondern auch bei den Floats. So musste Passeur Marco Gygli teilweise lange Wege gehen und konnte nur noch hohe Bälle auf die Aussenpositionen spielen. Mit diesen Bällen hatte Näfels aber grosse Schwierigkeiten und kam nur vereinzelt zu Punkten. Dazu verteidigte LUC sehr stark. Dalibor Polak: „Diese Annahmen und diese Angriffe waren in den beiden ersten Sätzen unser Problem.“ So war LUC jenes Team, das das Spiel bestimmte und meist mit wenigen Punkten Vorsprung führte. Einzig im zweiten Satz gerieten sie kurz ins Wanken. Näfels buchte sechs Punkte in Serie, da die LUC Annahme erstmals schwächelte. Doch Näfels nutze diese Chance nicht und so gewannen die Gäste die beiden ersten Sätze mit 25:22.

Vorbildlicher Captain Alexander
Zu Beginn des dritten Satzes sah es nach einem schnellen Ende aus, da Näfels sich weiterhin dominieren lassen musste. Doch Näfels gab noch nicht auf. Angeführt von Captain Dan Alexander kämpfte sich Näfels wieder zurück ins Spiel. Dafür gab es auch Lob von Dalibor Polak: „Er zeigte das, was ich von einem Captain erwarte. Obwohl das Team nicht gut spielte, er hielt sein Niveau, gab nie nach. Das erwarte ich von allen erfahrenen Spielern meines Teams.“

Neue Regel mit Folgen
Für Näfels war dies die beste Phase des Spiels. Mit viel Emotionen und Freude erspielte sich Näfels einen klaren Vorsprung und holte sich den dritten Satz mit 25:22. Auch der vierte Satz war lange ausgeglichen. Bis zum 13:13 war alles offen, ehe Lausanne auf 19:14 davonzog.
Dem Trainer waren nicht nur wegen der Fussverletzung von Martinez die Hände gebunden. Auch die neuen LAS Regel - es muss immer ein lokal ausgebildeter Spieler auf dem Feld sein – schränkte ihn ein, so zum Beispiel auch mit einem Passeur-Wechsel, was schon manchem Spiel eine Wende brachte. Marco Gygli zeigte zwar über weite Strecken eine gute Leistung, war aber am Ende nach der für ihn kräftezehrenden Partie nicht mehr ganz so frisch. Lausanne spielte konzentriert weiter und gewann den vierten Satz mit 25:20 klar.

Georges-André Carrel begründete den Sieg mit der besseren Stabilität seines Teams bei Service und Annahme. Dazu war er auf etwas Anderes ganz stolz: „Die Schweizer Spieler haben grosse Fortschritte gemacht und wissen, dass sie gute Spieler sind.“

Matchtelegramm
Linthalle SGU, Näfels
Sonntag, 19. Oktober 2014, 18:00

Spieldauer : 120
Zuschauer:  300
Schiedsrichter: Sikanjic Aleksander, Wiederkehr Michael

Biogas Volley Näfels - Lausanne UC 1:3 (22:25, 22:25, 25:22, 20:25)

Biogas Volley Näfels:
Startformation:
Gygli (Passeur),  Sutter (Libero), Alexander (Captain), Vukasinovic, Friend, Pulko, Ehrat
Einwechslungen: Bonante (Passeur), Ilic, Wunderle
Verletzt: Martinez

Trainer: Dalibor Polak
Assistenztrainer: Patrick Küng
Assistant Coach: Müller Manfred

Lausanne UC I
Startformation:
Carrel Julien (Passeur, Captain), Daniel (Libero), Raksakaev, Vadeleux, Zeller, Altanov, Djokic
Einwechslungen: Ptaschincki (Passeur), Carrel Larry, Rey

Coach: Georges-André Carrel
Assistenten: Michel Dufaux, Miro Grün

Neo-Captain Dan Alexander war der beste Näfelser. Er bewies vorbildlichen Kampfgeist und spielte konstant auf einem hohen Niveau.