Montag, 10. Februar 2025; 07:00
NLA

Volley Näfels verliert gegen Schönenwerd knapp

Von: Köbi Hefti

Gegen den Meister schnuppert Näfels am Sieg, liegt im Entscheidungssatz klar in Führung, doch dann borden die Emotionen über und Näfels verliert das Spiel 2:3 (20:25, 23:25, 25:21, 25:22, 13:15)


Auch das dritte Aufeinandertreffen zwischen Näfels und Schönenwerd schien zunächst eine klare Sache für die Solothurner zu werden. Bei Näfels fehlte der unbedingte Siegeswille. Eine solide Leistung Schönenwerds reichte für den Gewinn des ersten Satzes mit 25:20. Im zweiten Satz blieb das Bild dasselbe. Näfels liess mit sich machen und Schönenwerd erledigte seine Pflicht. Doch dann wechselte Schönenwerd Passeur Giger und Diagonalangreifer Mahela aus, um der zweiten Garde einen Chance zu geben. Dieses Manöver ging beinahe daneben. Näfels kam immer näher. Doch Schönenwerd rettete sich mit Glück über die Ziellinie zum 25:23.

Näfels schnuppert am Sieg
Die beiden nächsten Sätze wurden eine Beute der Glarner. Sie steigerten sich, kämpften besser und zeigten sich im Angriff effizienter, während die Gäste wegen ihrer Angriffsschwäche immer mehr unter Druck kamen. Den dritten Umgang gewann Näfels 25:21. Der vierte Satz war bis zum 21:21 sehr ausgeglichen, spannend und stimmungsvoll. Am Ende war es Näfels, das nach einem starken Finish über das 25:22 und den Satzausgleich jubelte. Im Tie-Break lief alles für Näfels. Nach einem Fehlstart der Gäste führte es 4:0 und verteidigte diesen Vorsprung bis zum 12:8. Dass Näfels trotz dieses Vorsprungs den Sack nicht zumachen konnte und 13:15 verlor, ärgerte die Näfelser sehr. Die Enttäuschung war sehr gross und verständlich, denn das Ende war von strittigen Bällen und grossen Emotionen geprägt. Nicht nur die Spieler empfanden, dass sie benachteiligt wurden, auch auf den Rängen wurde heftig diskutiert.

Traumquote
Nathan Broch war mit einer Erfolgsquote von 75% der effizienteste Angreifer des Spiels und wurde als Näfels’ Best Player ausgezeichnet. Dazu und zum Spiel sagte er: «Ich hätte lieber das Spiel gewonnen. Anfänglich gelang uns kaum ein Break. Danach aber machte Schönenwerd mehr Fehler, während wir einige glücklich erarbeitete Punkte buchten. Dies löste bei uns den Aufschwung aus.» Dass es am Ende nur ein Punkt wurde, sei unglücklich, «denn eigentlich hätten wir zwei Punkte verdient», so Broch abschliessend.

Näfels hat die Chance verpasst, den Meister zu schlagen, weil es zu wenig konsequent in dieses Spiel ging. Die Überzeugung und der Siegeswille waren zu wenig ausgeprägt, um die Überraschung zu schaffen.

Zur Fotogalerie:

Volley Näfels – Volley Schönenwerd: 2:3 (20:25, 23:25, 25:21, 25:22, 13:15)

Mister Effizienz: Nathan Broch 18 Punkte aus 24 Angriffen ist ein Spitzenwert

Viel Arbeit: Coach Verdis Plan ging erst ab Satz-3 auf