Volley Näfels verliert das Ostschweizer Derby gegen Amriswil
Volley Amriswil setzte auch zum Abschluss seine Siegesserie fort und feierte mit dem 3:0 (27:25, 25:21, 28:26) seinen fünften Sieg in den Pre-Play-offs in Folge. Nach diesem Sieg geniessen die Thurgauer im Spiel um Rang drei Heimvorteil.
Obwohl die 0:3 Heimniederlage gegen Volley Amriswil vom Ergebnis her nach einer klaren Sache aussieht, war das Derby im SGU alles andere als eine einseitige Geschichte. Dies zeigen auch die Satzresultate, wurden doch der erste und dritte Satz jeweils erst in der Verlängerung entschieden. „Wir kamen hierher um unsere Siegesserie nicht abreissen zu lassen. Das Spiel war zwar nicht unbedingt eine Augenweide, es fehlte etwas an Qualität, aber unser Spiel reichte, dass wir trotzdem siegten. Wir sind zufrieden“, erklärte Amriswil Captain Aleksandar Ljubicic den Ausgang dieser Partie. Seine Aussage trifft ziemlich genau die Verfassung der beiden Ostschweizer Rivalen. Volley Amriswil, das nach der Siegesserie mit dem Selbstbewusstsein antrat, um auch Näfels zu besiegen. Auf der anderen Seite Näfels, das nach tollen Spielen wie gegen Lugano und Lausanne auch einige Ausrutscher zu beklagen hatte und in den entscheidenden Momenten nicht mit demselben Selbstvertrauen auftrat wie sein Gegner.
Effizienz als Manko
Zwar gelang es Näfels im ersten Satz den 9:14 Rückstand und 18:21 Rückstand wettzumachen. Die Glarner erspielten sich gar einen Satzball, doch mit einem Servicefehler vergaben sie diese Chance. Kurz danach nutzte Amriswil seinen zweiten Satzball zum 27:25.
Auch im zweiten Umgang hielt Näfels nicht nur mit, es führte teilweise mit maximal vier Punkten Vorsprung. Die Führung hielt bis zum 18:17. Danach aber vergab Näfels seine Chancen mit Fehlangriffen und schwachen Services. Amriswil dagegen leistete sich kaum noch Schwächen und gewann den Satz am Ende sicher mit 25:21. Die Luft schien bei den Glarner danach draussen und sie gerieten gleich 1:6 ins Hintertreffen. Da auch Amriswil abbaute, kam Näfels zurück in dieses Spiel. Vom 3:8 bis zum 13:10 gelang den Thurgauern nichts. Erst nachdem Marco Bär als Passeur das Zepter übernahm, wurde in diesem Satz wieder Volleyball gespielt. Nach einem ausgeglichenen Schlussteil, während dem Näfels wie in den Sätzen zuvor seine Chancen zu wenig effizient nutzte, sicherte sich Volley Amriswil mit dem vierten Matchball den Satz (28:26) und den Sieg.
System Restart
Dalibor Polak war nach dem Spiel gefasst und sagte: „Amriswil spielte gut. Wir aber stecken diese Woche etwas in der Krise. Trotzdem haben wir die Sätze eins und drei sehr knapp verloren.“ Näfels bleiben jetzt zwei Wochen Zeit, bis der kleine Final um Bronze beginnt. Polak meinte, dass seine Spieler jetzt - wie ein Computer – einen System-Restart benötigen würden.
Matchtelegramm
Biogas Volley Näfels – Volley Amriswil 0:3 (25:27, 21:25, 26:28)
Linthalle SGU, Näfels, 22. März 2015, 17:00
Spieldauer 86 Minuten
Zuschauer: 300
Schiedsrichter: Christian Nellen, Erwin Bärtsch
Biogas Volley Näfels:
Startformation: Gygli (Passeur), Sutter (Libero), Vukasinovic, , Friend, Pulko, Ehrat, Ilic
Einwechslungen: Meyer, Bonante, Milic, Martinez
Trainer: Dalibor Polak
Assistenztrainer: Patrick Küng
Assistant Coach: Müller Manfred
Volley Amriswil:
Startformation: Hanik (Passeur), Samardzic (Libero), Ljubicic (Captain), Renovica, Sinotti, Trevisan, Brändli
Einwechslungen: Wetzel, Bär, Tomasik
Headcoach: Dario Betello



























































































