Volley Näfels unterliegt Amriswil erneut
Auch im zweiten Playoff-Finalspiel finden die Glarner kein Rezept gegen den amtierenden Schweizer Meister aus Amriswil. Nach einer 0.3-Niederlage steht Volley Näfels im Kampf um den Titel nun mit dem Rücken zur Wand.
von Martin Landolt
Trotz eines letztlich überlegenen Sieges waren die Thurgauer nicht mehr so dominant wie im ersten Spiel. Und vielleicht wäre dies der Abend gewesen, an dem die Glarner einen Sieg hätten «stehlen» können, wenn sie ihr volles Potenzial abgerufen hätten. Aber davon war Volley Näfels leider zu weit entfernt.
Offener Schlagabtausch zu Beginn
Volley Näfels startete selbstbewusst und hellwach. Amriswil konnte zu Beginn des ersten Satzes hauptsächlich dank seines überragenden Captain Goldrin mithalten. Das Spiel gestaltete sich attraktiv bei einer überwältigen Atmosphäre mit rund 1'200 Zuschauenden. Amriswil ist bekannt als Publikumsmagnet mit sympathischer Gastfreundschaft. Aber auch die mitgereisten Glarner Fans feuerten ihr Team enthusiastisch an.
Ebenfalls für Emotionen sorgten mehrere Entscheide der Schieds- und Linienrichter, die man bekanntlich nicht weiter kommentieren darf. Tatsache ist, dass Volley Amriswil damit wesentlich besser umzugehen wusste und sich die ersten beiden Sätze mit 25:21 und 25:20 sicherte. Während bei Amriswil neben Goldrin nun auch Schalch einen Zacken zulegte, scheiterte auf der Seite von Näfels der Topscorer Denis Cabanas ungewohnt oft am Block und konnte seinem Team diesmal nicht wunschgemäss helfen.
Der dritte Satz wurde dann zu einem Schaulaufen des Heimteams, das den Gästen aus dem Glarnerland deutlich seine Grenzen aufzeigte. Volley Amriswil liess die Glarner mit 25:19 ratlos auf dem Feld zurück und sicherte sich sämtliche Vorteile in diesem Playoff-Final.
Die kurzen entscheidenden Momente
Volley Amriswil hat auch in diesem Spiel gezeigt, wer die erfahrenere Mannschaft ist, und insbesondere die hart umkämpften Bälle für sich entschieden. «Wir haben uns dem Kampf gestellt; aber es waren immer wieder diese kurzen Momente, die Amriswil gnadenlos ausgenutzt hat», fasste Chris Bartholet nach dem Spiel zusammen. Auch Coach Verdi trauerte diesen entscheidenden Momenten nach, die kaum je zugunsten der Näfelser kippten.
Es ist nicht vorbei, solange es nicht vorbei ist
Aber Verdi wäre nicht Verdi, wenn er nicht wieder nach vorne schauen würde: «Wenn wir Amriswil schlagen können, dann muss das in der Lintharena passieren.» Dort wird Volley Näfels am kommenden Sonntag seinen letzten Auftritt haben, da die Halle für ein allfälliges weiteres Heimspiel nicht zur Verfügung stehen würde. Das Team hat das grösste Interesse daran, sich mit einem Erfolg aus der Lintharena zu verabschieden. Damit es dazu kommt, muss Volley Näfels 100 Prozent seines Potenzials abrufen und ist gleichzeitig auf Fehler des Gegners angewiesen. Dennoch bräuchten sie keine Zeit, um den Kopf zu lüften, meint Chris Bartholet überzeugt: «Wir sind dran!» - Angepfiffen wird am Sonntag aufgrund der Live-Übertragung auf SRF bereits um 14.00 Uhr.

Christian Bartholet getragen von den Fans im Rücken

Im zweiten Finalspiel gab es durchaus auch Grund zur Freude, bei Spielern und den mitgereisten Fans

Vor den gelben Näfels-Fans: Manuel Figueiredo beim Service - mit akrobatischem Beineinsatz

Der Dank der Mannschaft an die lautstarken, nimmermüden Fans


























































































