Sonntag, 1. März 2015; 08:23
NLA

Volley Näfels taucht zum dritten Mal im Ostschweizer Derby

Von: Köbi Hefti

Volley Amriswil spielte sich gegen Biogas Volley Näfels aus der Krise und gewann das Derby klar mit 3:1 (25:18, 25:22, 20:25, 25:19)

 

Volley Amriswil stand vor dem Derby mit dem Rücken zur Wand. Diesem Druck hielten die Thurgauer eindrücklich stand, spielten zur Freude der fünfhundert begeisterten Zuschauer von Beginn an stark.

Näfels fand den Tritt von Anfang an nicht. Sein Spiel wirkte ungeordnet. Auslöser dafür waren schlechte Annahmen. Aber nicht nur dies, sondern auch das druckvolle Angriffsspiel der Amriswiler waren die Problempunkte bei Näfels. Seine Verteidigung war dieser Aufgabe nicht gewachsen und so punkteten die Platzherren zuverlässig wie eine Schweizer Uhr. Der erste Satz wurde mit 25: 18 eine klare Beute für Amriswil.

Im zweiten Satz stand Gustavo Meyer für Fabian Martínez in der Startaufstellung. Diese Massnahme brachte wie schon am Dienstag mehr Qualität ins Spiel der Glarner. Das Score wurde enger, Näfels blieb am Gegner dran. Zu mehr reichte es aber nicht. Die Näfelser Verteidigung überzeugte weiterhin nicht. Kein einziger direkter Blockpunkt, kaum eine gelungene Feldverteidigung in den ersten beiden Sätzen sprechen für sich. So ging auch der zweite Satz mit 25:22 an die Thurgauer.

Kämpferherz nicht ausgepackt
Nach der Pause vermochte Näfels die Gastgeber erstmals mit den Services unter Druck zu setzen. Dies veränderte das Geschehen auf dem Spielfeld und auf der Resultattafel massgeblich. Vorbei war es mit den perfekten Annahmen und Zuspielen bei Volley Amriswil. Sinotti und Co. sahen sich erstmals in diesem Derby richtigen Blocks gegenüber, welche oft unüberwindbar waren. Am Ende des Satzes waren es sieben Killerblocks, die für klare Verhältnisse sorgten. Näfels holte den dritten Satz mit 25:20. Dieser Satzgewinn gab dem Spiel aber keine Wende. Die Thurgauer fanden den Rhythmus im vierten Satz sofort wieder, während die Glarner wieder wie in den beiden ersten Sätzen agierten. Volley Amriswil sicherte sich mit dem 25:19 den Satz und die dringend benötigten drei Punkte nach einem starken Auftritt hoch verdient. Näfels dagegen enttäuschte über weite Strecken. Das ganze Team wirkte angeschlagen, konnte das versprochene Kämpferherz nicht auspacken. Auch Captain Marco Gygli konnte nicht viel Positives erzählen und meinte: „So schlecht spielten wir nicht, Marko Vukasinovic und Zlatko Pulko griffen gut an. Aber ausser im dritten Satz hatten wir keine Blocks, keine Verteidigungen, keine Services und keine Annahmen, während Amriswil gegen uns erneut wie ein Weltmeister aufspielte.“

Matchtelegramm
Biogas Volley Näfels – Volley Amriswil 3:1  (25:18, 25:22, 20:25, 25:19)
Volley Amriswil – Biogas Volley Näfels
Tellenfeld, Amriswil, Samstag, 28. Februar 2015, 17:00 h

Spieldauer 100 Minuten
Zuschauer: 500
Schiedsrichter: Sanapo Alfio, Wolf Christian

Biogas Volley Näfels:
Startformation: Gygli (Passeur), Sutter (Libero), Vukasinovic, , Pulko, Ehrat, Ilic, Martinez
Einwechslungen: Meyer, Bonante, Milic

Trainer: Dalibor Polak
Assistenztrainer: Patrick Küng
Assistant Coach: Müller Manfred

Volley Amriswil:
Startformation: Hanik (Passeur), Samardzic (Libero), Ljubicic (Captain), Tomasik, Renovica, Sinotti, Brändli
Einwechslungen: Bär, Walzer

Headcoach: Dario Betello

Am Block vermögen 3 Näfelser 1 Amrsiwiler nicht zu stoppen, deshalb heisst am Ende 3: 1 für Amriswil