Montag, 26. Oktober 2015; 07:15
NLA

Volley Näfels taucht in Bad Ragaz gegen Lugano ab dem zweiten Satz unter

Von: Köbi Hefti

Nach einem gelungenen Auftakt im ersten Satz verlor Biogas Volley Näfels den Faden und das Spiel gegen die kaum eingespielten Dragons Lugano mit 1:3 (25:17, 20:25, 17:25, 22:25). Viel zu viele Fehler ab dem zweiten Satz wendeten die Partie.

 

Es war ein grosses Wechselbad der Gefühle, welches Volley Näfels am Samstagabend im Heimspiel in der Badriebhalle von Bad Ragaz gegen Lugano erlebte. „Wir haben super angefangen“, sagte Captain Marco Gygli. Sein Team überzeugte mit druckvollen Services, die Luganos Annahme ins Schwimmen brachte. Dazu gesellten sich erstklassige Blocks gegen die hochkarätigen Angreifer der Dragons. „So war es relativ einfach für uns, zumal Lugano den Rhythmus nicht fand“, blickte der Captain auf den ersten mit 25:17 gewonnen Satz zurück. Was danach aber folgte, war ein kalte Dusche im Thermendorf. Nochmals der Captain: „Es waren wieder der Service und die Annahme, die entschieden. Lugano dreht unglaublich auf, machte praktisch keine Servicefehler mehr, dies im Gegensatz zu uns.“ Es kamen aber auch zahlreiche andere Fehler dazu mit Angriffen ins Out, Netzberührungen und technischen Fehlern. Kurzum, Näfels brach ein. Bis zum ersten Timeout im zweiten Satz beim Stand von 6:8 machte Näfels sechs Eigenfehler. Immerhin konnte die Fehlerquote danach wieder auf ein erträgliches Mass reduziert werden, gleichzeitig ging aber auch der Druck bei den Services verloren.

Mehr Druck dank Fabian Martinez
Diese Offerte liess sich Lugano nicht entgehen und korrigierte das Bild aus dem ersten Satz. Die Tessiner waren das dominante und deutlich wirkungsvolle Team. Erstmals wurde sichtbar, welch grosse Klasse in der Mannschaft von Mario Motta steckt. Der Bulgare Todorov in der Mitte und der Finne Hietanen auf Aussen fanden bei fast jedem Angriff einen Weg um zu punkten. Die Satzresultate von 20:25 und 17:25 waren die logische Folge. Im vierten Satz nominierte Trainer Polak seine momentane Stammformation, jedoch mit Fabian Martinez als Diagonalangreifer. Diese Massnahme verlieh dem Spiel von Näfels mehr Druck, so dass sich das Spielgeschehen ausglich. Erneut waren es aber Fehler, die Näfels in Rücklage brachten. Aus der 5:4 Führung wurde ein 6:8 und später erhöhte sich der 14:15 Rückstand zum vorentscheidenden 15:20. Am Ende gewann Lugano auch den vierten Satz mit 25:22 ohne Bangen und dies mit einem Team, das sich kaum kennt, nicht eingespielt ist, kamen  doch fünf Spieler erst im Verlauf der letzten Tag im Tessin an. Mario Motta erklärte, dass sie daran arbeiten würden um ein Team für die Champions League und eines für die Meisterschaft aufbauen: „Wir sind spät dran, sind noch kein Team und die Abstimmung fehlt. Ich bin aber zuversichtlich, dass wir für unser primäres Ziel, die Champions League, bereit sein werden.“

Individuelle Mängel bei Näfels
Näfels hat am Samstag eine gute Chance verpasst um Lugano zu packen. Zwar hat vieles zusammengepasst, das Team wirkte erneut geschlossen, aber individuelle Mängel gaben bei dieser Niederlage den Ausschlag. Noch bleiben einige Tage, um dies auszumerzen um dann für den ersten Saisonhöhepunkt in zehn Tagen, das Spiel gegen Benfica Lissabon im Europacup bereit zu sein.

Matchtelegramm

Sporthalle Badrieb, Bad Ragaz, Samstag. 24. Oktober 18:00 Uhr
Spieldauer  109 Minuten
Zuschauer: 300

Biogas Volley Näfels – Dragons Lugano 1:3
(25:17, 20:25, 17:25, 22:25)

Biogas Volley Näfels:
Startformation: Gygli (Captain, Passeur), Sutter (Libero), Godoy, Pollock, Pulko, Ehrat, Martinez
Einwechslungen: Walzer, Milanez, Friend, Wunderle

Trainer: Dalibor Polak
Assistenz-Trainer: Manfred Müller

Dragons Lugano:
Startformation: Bürge (Passeur), Savic (Captain), Rosic (Libero), Radziuk, Todorov, Hietanen, Andric
Einwechslungen: Basile, Pokersnik, Valsecchi

Trainer: Mario Motta

SR: Aleksander Sikanjic, Dominik Zindel