Volley Näfels taucht bei Lausanne UC 1:3
Biogas Volley Näfels starte mit viel Überzeugung in das Spiel gegen LUC. Zu Beginn sahen die Glarner wie der sichere Sieger auf. Dann aber riskierte LUC viel und Näfels hörte auf zu spielen. LUC gewann mit 3:1 (20:25, 25:19, 25:23, 25:18).
Näfels würde mit dem Messer zwischen den Zähnen und dem Motto „verlieren verboten“ zu diesem Spiel antreten, war auf der Homepage von Lausanne UC zu lesen. Und so war es zu Beginn auch. Während anderthalb Sätzen war Biogas Volley Näfels das spielbestimmende Team. Danach aber wendete sich das Blatt. Die Annahme und die Aussenangreifer enttäuschten, meist fielen sie durch unglückliche Aktionen statt mit sattem Angriffsvolleyball auf. Auch die zu Beginn derart starke Mitte war danach nur noch ein Schatten seiner selbst, dies allerdings auch wegen der phasenweise völlig misslungenen Annahmen.
Ehrat und Ilic setzten Glanzpunkte
Bereits im Startsatz bekundete Näfels Annahme zu Beginn Mühe, Sie brachte die Services von Jovan Djokic nicht unter Kontrolle. Ein überraschender Spielaufbau war damit nicht möglich. Näfels geriet 5:8 ins Hintertreffen. Der kurze Unterbruch tat Näfels gut. Die Annahmen kamen fortan sehr gut zu Passeur Gygli, entsprechend konnte Näfels den Druck mit seinen Angriffen erhöhen. Dazu wackelte auch die Lausanner Annahme erheblich, dies vor allem dann, wenn Samuel Ehrat und Marco Gygli zu ihren gefährlichen Floatservices ansetzten. Näfels lag beim Time-out mit 16:12 in Front. Es dominierte das Geschehen und war in der Mitte mit Ehrat und Ilic offensiv wie defensiv sehr stark. Die Glarner holten sich den Startsatz mit 25:20 sicher.
Funkstille ab Satzmitte
Zu Beginn des zweiten Satzes dauerte die Dominanz der Glarner an. 11:5 führten sie. Doch Lausannes erfahrener Fuchs an der Seitenlinie, Georges André Carrel, fand eine Lösung. Er wechselte den Passeur und brachte Nick Ptaschincki. Dieser Impuls wirkte bei Lausanne wie Doping. Gute, risikoreiche Services und starke Blocks, dazu ein Gegner, der aus dem Tritt geriet, waren die Folge. Ein Punkt von Näfels standen deren elf von LUC gegenüber, 16:12 das Resultat. Nicht mehr derart unausgeglichen, aber trotzdem mit klarem Vorteil für die Vaudois ging es weiter bis zum Satzende bei 25:19.
Im dritten Umgang fand Näfels besser ins Spiel, hielt die Partie offen. Die Energie der Angriffe war aber nicht mehr vergleichbar mit dem Auftakt. Eine erneute Serie von Chandon-Services mit fünf Punkten war die Vorentscheidung in diesem Satz. Trainer Polak versuchte mit einigen Wechseln sein Team wieder in Fahrt zu bringen und prompt schaffte es den Ausgleich bei 23:23. LUC aber nutzte seinen ersten Satzball zum 25:23.
Näfels gab sich auf
Vom Fehlstart mit drei Fehlern hintereinander liess sich Näfels in Umgang vier nicht beirren. Mit guter Verteidigungsarbeit nach effizienten Services lag es 12:8 vorn. Und dann kam es erneut zu dieser Geschichte mit der unsicheren Glarner Annahme. Fünf Punkte in Folge waren es diesmal. Damit kippte dieser Satz. Näfels spielte verunsichert, nur noch Pulko wagte richtig auf die Bälle zu hauen. Fast alle anderen Angriffe wurden eine Beute der Abwehr von LUC. Näfels gab sich auf, reihte Fehler an Fehler und ging mit 18:25 klar unter.
Matchtelegramm
Lausanne UC Volleyball - Biogas Volley Näfels 3:1 (20:25, 25:19, 25:23, 25:18)



























































































