Volley Näfels steht vor einem ausserordentlichen Wochenende
Gleich zweimal tritt Biogas Volley Näfels in Amriswil an - am Samstag in der letzten Meisterschafts-Qualifikationsrunde bevor am Sonntag das kapitale Spiel im Halbfinal des Volley Cups folgt.
Dass Biogas Volley Näfels in den beiden Begegnungen in Meisterschaft und Volley Cup gegen Volley Amriswil der klare Aussenseiter oder Underdog ist, wie es Captain Marco Gygli ausdrückt, hätte man nach dem Hinspiel im Dezember nicht gedacht. Damals bodigte Näfels den Ostschweizer Kontrahenten mit einer tadellosen Leistung klar 3:0. Amriswil hatte keine Chance. Während der letzten Wochen zeigte die Formkurve der Glarner aber nach unten im Gegensatz zu jener der Thurgauer. Obwohl Näfels den Anhängern zuletzt vieles schuldig blieb, äusserst sich Captain Marco Gygli optimistisch. Sie müssten die Lehren aus den letzten Niederlagen ziehen, nicht mehr so schnell den Kopf hängen lassen und sich auf die Stärken konzentrieren, beschreibt er eines der Rezepte und ergänzt dann: „Wenn wir es schaffen unsere Trainingsservices auch im Spiel umzusetzen, dann kann das eine unserer Stärken sein. Der Trainer trichtert uns immer wieder ein, dass wir alle Automatismen im Training schon Tausend Mal wiederholt hätten und wir versuchen müssen, den Druck während des Ernstkampfes auszublenden.“
Anschauungsunterricht
Die Vorbereitung auf die beiden Spiele gegen Volley Amriswil haben die Näfelser bereits am letzten Sonntag begonnen. Die ganze Mannschaft besuchte das Meisterschaftsspiel zwischen Volley Jona und Amriswil. So konnten alle die Spielweise der Thurgauer von aussen verfolgen und dabei beobachten, wie der neue Amriswiler Annahmespieler Bogdan Olefir spielt. Der gebürtige Russe (Jg. 1990, 200 cm) spielte mit Budvanska Budva in der diesjährigen Champions-League bevor sein Vertrag mit den Montenegrinern nach deren Out in diesem Bewerb auslief und seit Kurzem bei Volley Amriswil unter Vertrag steht.
Richtig ernst
Dieser gemeinsame Besuch offenbart, dass das Team alles unternimmt um die Wende zu schaffen. Dazu passt im Training das Meiste zusammen. Es wird mit viel Einsatz gekämpft und es sind Spielzüge zu sehen, welche man in den Ernstkämpfen bisher nur selten sah. Dabei pusht sich das Team gegenseitig. Genau diese Qualität ist auch in den Spielen gefragt. Vielleicht war die Niederlage am letzten Wochenende gegen den vorbildlich kämpfenden Aufsteiger Luzern der richtige „Weckruf um durchzustarten, wenn es ab Sonntag richtig ernst wird“, wie es Marco Gygli sagt. Dabei muss jeder einzelne - ob Stammspieler oder nicht - jederzeit bereit sein, die Teamkollegen anfeuern und sich am Positiven orientieren. Mit hängenden Köpfen wie vor einer Woche kann gar nichts erreicht werden. „Yes we can“ muss das Motto heissen, etwas, das der Amerikaner Matt Pollock bei Näfels in jedem Match ausstrahlt, egal ob er spielt oder nicht, egal ob es ihm gut läuft oder nicht.
Will Biogas Volley Näfels den Cup-Final und damit eines der Saisonziele erreichen, muss der bekannte Ruck durch das Team von Dalibor Polak gehen und ein anderes Gesicht zum Vorschein kommen.
Qualifikation 18. Spieltag
Volley Amriswil - Biogas Volley Näfels
Tellenfeld, Amriswil, Samstag, 13. Februar 17:00 Uhr
Volley Cup Halbfinal
Volley Amriswil - Biogas Volley Näfels
Tellenfeld, Amriswil, Sonntag, 14. Februar 16:00 Uhr



























































































