Samstag, 18. Oktober 2025; 10:45
NLA

Volley Näfels startet mit einem Mix aus Routine und Temperament in die neue Saison

Von: Köbi Hefti

Näfels geht mit frischem Wind, viel Herzblut und dem bewährten Mix aus Schweizern und südamerikanischem Feuer in die neue Saison. Ob Captain, Coach oder Teammanager, alle sind zuversichtlich.


Volley Näfels hat zwar ein anderes Gesicht, seinen Charakter aus der vergangenen Saison aber bewahrt. Die Glarner bleiben auch in der kommenden Saison ein spannender Mix aus Schweizer Bodenständigkeit und lateinamerikanischer Leidenschaft. Die «Schweizergarde» mit Christian Bartholet, Dejan Bogdanovski, Nathan Broch, Jonas Peter, Roy Schmid und Tom Schwitter ist weiterhin an Bord. Einzig Passeur Jucker fehlt nach seinem Rücktritt. Seine Rolle übernimmt der junge Basler Linus Deecke.

Erfahrung trifft auf jugendlichen Elan
Anders sieht es bei der Profi-Fraktion aus: Hier ist alles neu – mit einer Ausnahme. Captain Risto Nikolov bleibt das Gesicht des Teams. Der 35-Jährige ist der Routinier der Mannschaft, 16 Jahre älter als der jüngste Spieler – doch von Müdigkeit keine Spur.

«Mir gefällt das neue Team sehr gut», sagt er mit einem Lächeln. «Wir haben viele junge, talentierte Spieler mit grossem Potenzial. Alle besitzen einen starken Charakter, arbeiten hart und entwickeln eine Siegermentalität. Ich bin hier, um meine Erfahrung einzubringen, Druck zu nehmen und das Team in schwierigen Momenten zu unterstützen. Ich habe grosse Hoffnungen – vielleicht zu grosse in meinem Alter», fügt er lachend an.

Teammanager Ivan Bedrac teilt den Eindruck seines Captains: «In der Vorbereitung hat die Mannschaft mit ihrer dynamischen Spielweise überzeugt und das Publikum begeistert. Die Spieler haben grosses Potenzial. Mit ihrer Spielfreude, Energie und sympathischen Art könnte der Funke leicht aufs Publikum überspringen.»

Lateinamerikanisches Rückgrat
An der Seitenlinie zieht weiterhin Trainer Ignacio «Nacho» Verdi die Fäden. Zusammen mit seinen Landsleuten Ezequiel Vázquez (Pass), Pablo Cabañas (Diagonal) und Assistenztrainer Mariano Mattioni bildet er das argentinische Rückgrat des Teams. Komplettiert wird das temperamentvolle Quartett vom portugiesischen Annahmespieler Manuel Figueiredo. In der Mitte soll der dänische Mittelblocker Joachim Hesselholt mit seiner Physis und Ruhe für Stabilität sorgen.

Coach Verdi sieht seine Mannschaft gut gerüstet: «Dieses Jahr haben wir ein junges, kämpferisches Team, das sich seinen Zielen verschrieben hat und nach Ruhm strebt. Wir trainieren hart, lernen aus unseren Fehlern und wollen die Erfolge der letzten Saison wiederholen.» In der vergangenen Spielzeit überraschte Näfels mit Bronze – und die Ambitionen bleiben hoch. «Ich habe schon letztes Jahr gesagt, dass wir wieder eine Medaille anstreben. Daran hat sich nichts geändert», betont Verdi.

Erstes Spiel – am Dienstag daheim gegen Lausanne UC
Volley Näfels startet am Dienstag in der Lintharena dem Heimspiel gegen Lausanne UC in die neue Saison – rund zehn Tage später als die Konkurrenz. Der Grund: Die beiden Argentinier und der Portugiese standen im erweiterten WM-Kader ihrer Nationalteams und erhalten ihre Schweizer Lizenzen gemäss Vorgabe des Weltverbandes erst am 20. Oktober.

Ob der Glarner Mix aus Erfahrung, jugendlicher Unbekümmertheit und lateinamerikanischem Feuer auch im ersten Ernstkampf so überzeugt wie in der Vorbereitung, bleibt die spannende Frage.

Volley Näfels 2025/26: Viele bekannte und sechs neue Gesichter

Routinier und Captain Risto Nikolov (Mittelblocker) mit Joachim Hesselholt (links, Mittelblocker) und Linus Deecke (Zuspieler)

Die Näfelser Fraktion: Dejan Bogdanovski (links, Annahme/Aussen), Christian Bartholet (Annahme/Aussen), Tom Schwitter (Diagonal)

Die «Luzerner»: Nathan Broch (Annahme/Aussen), Jonas Peter (Libero), Roy Schmid (Mittelblocker)

Die Latinos: Pablo Cabañas (links, Diagonal), Ezequiel Vázquez (Zuspieler), Manuel Figueiredo (Annahme/Aussen)

Coaching Staff: Ignacio «Nacho» Verdi wird neu von Mariano Mattioni unterstützt