Volley Näfels' Start in die Meisterschaft gegen Lausanne UC
Volley Näfels empfängt am Sonntag im sgu beim Start zur neuen NLA-Meisterschaft die Mannschaft von Lausanne UC. Die Hauptprobe beim Supercup vor Wochenfrist gegen diesen Gegner ist gelungen. Näfels siegte mit 3:1. Ob die Premiere wieder gelingt, hängt von vielen Faktoren ab.
Das Studententeam von LUC präsentierte beim Supercup eine stark veränderte Mannschaft. Mit Milan Vasic auf Diagonal und Vladimir Usiljanin in der Annahme stehen neu zwei Serben im Team. Der neue Libero kommt aus Frankreich und heisst Benoît Roger. Sein Ersatz ist Joris Vautier (CH). Die beiden Schweizer Jovan Djokic auf Aussen und Julien Carrel als zweiter Passeur tragen ebenfalls zur Verjüngung des Teams bei. Diesen Zuzügen stehen folgende Abgänge gegenüber: Piotr Wiacek der langjährige Captain und Annahmespieler sowie Diego Reyes der Libero. Ausserdem Stewart, Romero, Hein und Tomasetti. Letzerer spielt jetzt im NLB-Team. Verblieben sind aus der letztjährigen Mannschaft Warynski am Pass, Büschi, Seifert und Schalcher alle in der Mitte sowie Chandon in der Annahme.
Trainer mit viel Temperament
Neu ist auch der Trainer. Es ist Martin Olafsen aus Dänemark, welcher in den letzten Jahren in Schweden mit Örkelijunga regelmässig an der Spitze mitmischte. Die Aussicht beim LUC junge Spieler auszubilden und in die NLA-Mannschaft zu integrieren, hat ihn nicht zögern lassen bei Lausanne UC einzusteigen. Sein erster Auftritt beim Supercup hat auch gezeigt, dass er, eher unüblich für einen Nordländer, sehr temperamentvoll sein kann. Bestimmt war er mit Rang sieben beim Supercup nicht zufrieden. Doch schon am Sonntag hat er mit seiner Mannschaft Gelegenheit Revanche für die Heimniederlage zu nehmen.
Jouni Parkkali zurück im sgu
Selbstverständlich haben aber die elf Spieler von Volley Näfels ganz klar keine Startniederlage zu Beginn der neuen Saison eingeplant. Sie wollen diesmal mit dem rechten Bein voraus in die Meisterschaft starten. (letztes Jahr gabs eine Auswärtsniederlage beim Start gegen den TV Schönenwerd) Und wie gut die Neuen Kankaanpää und Ugi Ilic schon im Team integriert sind, zeigten sie beim guten Auftritt in Lausanne eindrücklich. Und der Finne wird am Sonntag wohl noch zusätzliche Motivation bekommen. Jouni Parkkali, der erste Meistertrainer des damaligen MTV Näfels, wird mit einer Gruppe von 20 Finnen dem Spiel beiwohnen und ihren Landsmann kräftig unterstützen.
Die entscheidenden Faktoren
So spricht also der Faktor Motivation klar für die Gastgeber. Und auch, dass die Mannschaft praktisch in der selben Formation auftritt wie noch im Frühling beim Gewinn der Bronzemedaille. Samuel Ehrat und Nico Beeler stehen übrigens jetzt ebenfalls voll im Einsatz bei Volley Näfels. Dies im Gegensatz zur letzten Saison, als die beiden Youngsters noch zeitweise beim TSV Jona mitspielten. Ein grosser Gewinn ist sicher auch, dass Libero Dani Werner erneut sein enormes Talent und den noch grösseren Einsatz den Näfelser Volleyballern zur Verfügung stellt. "Ja klar bin ich 100% motiviert, sonst spielte ich nicht mehr auf diesem Niveau", war denn auch seine klare Aussage in Lausanne. Und er zeigte bereits da wieder tolle Sprünge quer durch den Rückraum und präzise Annahmen. Und last but not least ist da auch noch der Faktor Dalibor Polak. Trotz seines Alters (38) ist er, nicht zuletzt dank seiner riesen Erfahrung, noch immer in der Lage Spiele zu entscheiden. Und er verkörpert auch den Faktor Stabilität. Mittlerweile in seiner vierten Saison bei Volley Näfels, kennt er die Möglichkeiten seiner Spieler genau und ist auch in der Lage mental und spielerisch seine Jungs perfekt auf den Gegner einzustellen. Von Pedro Carolino dem Co-Trainer und Coach darf man dank seiner langjährigen Tätigkeit und Herkunft ebenfalls erwarten, dass er dem Team die entscheidenden Inputs geben kann, welche in hektischen Situationen während des Spiels matchentscheidend sein können.


























































































