Volley Näfels spielt um den Meistertitel
Mit dem dritten Sieg gegen Chênois Genève Volleyball sichert sich Volley Näfels den Einzug in den Playoff-Final. Das Spiel kam nicht an die Attraktivität der beiden vorherigen Begegnungen heran, aber das minderte die Feierlaune zum Schluss keineswegs.
«Ich habe es Euch versprochen», ging es Coach Igancio Verdi nach dem Spiel sehr leicht von den Lippen. Nach dem Gewinn der Bronzemedaille vor rund einem Jahr hatte er angekündigt, dass die nächste Medaille eine andere Farbe haben würde. Tatsächlich wird sich Volley Näfels diese Saison entweder versilbern oder vergolden lassen dürfen.
Ein Murks mit einem tollen Ende
Das Spiel begann zaghaft und wollte während einer gefühlten Ewigkeit nicht in die Gänge kommen, bis der Genfer Passeur Diverchy seinen besten Service auspackte. Ein Rückstand von vier Punkten holte die Glarner in die Realität zurück. «Uns fehlte heute die Unbeschwertheit», meinte Ignacio Verdi zu diesem Fehlstart. Nach einem Timeout fand das Heimteam aber den Anschluss im Eilzugstempo wieder und sicherte sich den Startsatz mit 25:23.
Diesen Schwung und das Selbstvertrauen nahm Volley Näfels in den zweiten Satz mit und setzte dort zu einem Schaulaufen an. Namentlich Libero Jonas Peter zeigte immer wieder unglaubliche Reflexe, an dem die Genfer verzweifelten. Nach einem deutlichen Satzgewinn mit 25:16 schien das Spiel gelaufen. - Aber Resignation gehörte auch diesmal nicht in das Repertoire von Chênois: Nachdem Volley Näfels erneut den Satzbeginn verschlafen hatte, gewannen die Genfer im dritten Umgang (endlich) den Satz, den sie aufgrund ihrer Leistung in jedem Spiel verdient gehabt hätten.
Bei diesem Weckruf blieb es dann aber. Das Publikum leistete einmal mehr einen tollen Beitrag und trug sein Team zum gefeierten Team. Volley Näfels zeigte zum Schluss, wer unter dem Strich mehr Qualität auf dem Feld hatte.
Doppelte Chance in Meisterschaft und Cup
Über die Qualität schwärmte auch Ivan Bedrac, der als Sportdirektor ein grossartiges Team zusammengestellt hatte: «Ich kann mich an kein einziges Spiel erinnern, an dem irgendein Spieler nicht abgeliefert hat, was von ihm erwartet wurde. Es gab schlichtweg keine Ausreisser nach unten.» Vielmehr hätten in jedem Match mindestens ein bis zwei Spieler outperformt. «Und jedes Mal waren es andere», zeigte sich Bedrac beeindruckt.
Tatsächlich hat dieses junge Team eine unheimliche Reife an den Tag gelegt und beispielsweise mit viel Nervenstärke immer wieder Rückstände kurz vor Satzende wettgemacht. Auch der Coach sieht seine Erwartungen erfüllt: «Ich wollte unbedingt, dass dieses Team sich in der Liga grossen Respekt verdient.» Mit dem ersten Tabellenrang nach der Qualifikation sowie dem Einzug in die Finals in Meisterschaft und Cup ist dies Volley Näfels zweifellos mehr als gelungen.
Als nächster Höhepunkt findet eben dieser Cupfinal am Samstag, 28. März, statt. Der Playoff-Final beginnt dann am Samstag, 4. April, wiederum mit Heimvorteil. Und in der Lintharena ist Volley Näfels in dieser Saison nach wie vor ungeschlagen.
Näfels -Chênois Genève Volleyball 3:1 (25:23, 25:16, 21:25, 25:22)
Lintharena, Näfels - 300 Zuschauende - Spieldauer: 109 Minuten
Schiedsrichter: N. Hefti. A. Sikanjic
Volley Näfels:
Bartholet, Bogdanovski, Broch, Deecke, Denis Cabanas, Figueiredo, Hesselholt, Nikolov (Captain), Peter, Schmid, Schwitter, Vazquez.
Coaches: Verdi, Mattioni
Chênois Genève Volleyball:
Dos Santos, Kovacevic, Norris, Kurik, Diverchy, Grandjean, Geneux; Djokic (Captain), Sejdija, Ozgur, Douib, del Valle, Abazi.
Coaches: Carreno, Fahed

Das Team von Captain Risto Nikolov gewinnt auch das dritte Halbfinalspiel gegen Chênois und zieht mit einem 3:1-Sieg (25:23, 25:16, 21:25, 25:22) in den Final ein

Chênois sorgt in der Lintharena mit druckvollen Services und hoher Intensität für grosse Gegenwehr

Nach rund eineinhalb Stunden Spielzeit macht Näfels den Finaleinzug perfekt

Grenzenloser Jubel nach dem Sieg – die Emotionen gehen unter Spielern und Fans gleichermassen hoch

Manuel Figueiredo überzeugt mit einer starken Leistung und wird verdient als Best Player ausgezeichnet

So sehen Sieger aus: Näfels feiert den Einzug in den ersten Playoff-Final seit 2018


























































































