Volley Näfels‘ Sieg nach Startschwierigkeiten
Den ersten Satz gab Biogas Volley Näfels gegen Chênois Genève Volleyball in der Verlängerung noch ab. Doch danach agierte Näfels vor allem in der Defensive eine Klasse besser als die Gäste und gewann die drei folgenden Sätze klar und verdient.
Sogar Chênois‘ Urgestein und ehemalige Präsident Michel Georgiou bestätige nach dem 3:1 (31:33, 25:16, 25:18, 25:16) für Näfels, dass die Glarner das bessere Team waren und zeigte sich überrascht, dass Näfels derart gut spielte. Den grossen Unterschied hätten Block und die Verteidigung ausgemacht und dazu wäre die Annahme bei Näfels einen Tick besser als bei ihnen, begründete er deren Überlegenheit. Diese Aussage beschreibt treffend das Spielgeschehen. Im ersten Satz, den Volley Näfels nach 39 Minuten in einem dramatischen Long-Set mit 31:33 noch abgab, agierte zwar die Angriffsabteilung von Näfels bis zum zweiten Time-out ohne Fehl und Tadel. Doch die eben noch gelobte Offensive macht kurz später den Gästen vier Geschenke in Serie, welche Chênois die Führung eintrugen. Auch beim Service war zu Beginn die alte Schwäche wieder auszumachen: Viel Risiko, viele Fehler, kaum Punktgewinne bei eigenem Aufschlag. So ging der erste Satz, welcher von Teammanager Gygli als Satz „auf einem guten Niveau“ betitelt wurde, an die Gäste.
Gelungenes Comeback von Kyle Friend
Polak reagierte mit einem Personalwechsel. Er brachte Kyle Friend anstelle von Bruno Godoy. Der Amerikaner war nach seiner Knieverletzung anfänglich noch etwas gehemmt. Kyle Friend über seinen Auftritt: „Kurz nachdem ich ins Spiel kam, prallte ich mit dem verletzen Knie auf den Boden, so dass ich wieder diese Schmerzen fühlte. Aber nachdem ich richtig warm und eingespielt war, spürte ich nichts mehr und vergass mein Knie.“ Nicht nur Friend, das ganze Team kam immer besser in Fahrt. Die Verteidigung am Netz und auf dem Feld glänzte Mal für Mal. Wie Friend und Libero Sutter die Angriffe der Genfer mit akrobatischen Flugeinlagen abwehrten, war stark. Es war augenscheinlich, dass diese defensive Stärke dem Spiel von Näfels viel Stabilität verlieh. So überrascht es auch nicht, dass Kyle Friend am Ende zum MVP gewählt wurde. Der Abwehrspezialist freute sich über diese Auszeichnung ausserordentlich.
Wie ein Puzzle
Aber auch der Service, mittlerweile öfters mit Float statt mit Power geschlagen, wurde immer mehr zur Waffe. Dazu nutzen die Angreifer ihre Chancen effizient. Ehrat war in der Mitte pfeilschnell und fast bei jedem Angriff erfolgreich. Martinez hämmerte die Bälle mit viel Energie ins gegnerische Feld. Friend platzierte seine Bälle clever. Dazu fand Pulko den Tritt besser als zuletzt und erzielte Punkte auch aus schwierigen Situationen. Entsprechend zufrieden war auch Trainer Dalibor Polak. Er kommentierte: „Mir gefällt, dass die einzelnen Komponenten unseres Spiels wie bei einem Puzzle langsam ein zusammenhängendes Bild ergeben. Man sieht, dass unsere Arbeit jetzt Früchte trägt, was bisher nicht immer ersichtlich war.“
Matchtelegramm
Lintharena SGU, Näfels, Samstag, 7. November 2015, 18:00
Spieldauer 108 Minuten
Zuschauer: 200
Biogas Volley Näfels - Chênois Genève Volleyball 3:1 (31:33, 25:16, 25:18, 25:16)
Biogas Volley Näfels:
Startformation: Gygli (Passeur, Captain), Sutter (Libero), Godoy, Pollock, Pulko, Ehrat, Martinez
Einwechslungen: Walzer, Milanez, Friend, Wunderle
Trainer: Dalibor Polak
Assistenz-Trainer: Robin Bhaggan, Mani Müller
Chênois Genève Volleyball:
Startformation: Tomasetti (Passeur), Schaller (Captain), Huber (Libero), Abramov, Guerra, Taghin, Palharini
Einwechslungen: Perez (Libero), Chandon, Blazy (Passeur), Botas dos Santos
Trainer: Rui Botas dos Santos
Assistenz-Trainer: Imad Ourahy
SR: Christian Wolf, Erwin Bärtsch



























































































