Montag, 3. Februar 2014; 11:47
NLA

Volley Näfels setzt Siegeszug gegen Züri Unterland fort

Von: Paul Hösli

Biogas Volley Näfels macht das perfekte Wochenende mit dem zweiten Sieg innert 24 Stunden komplett. So leicht, wie es das Resultat von 3:0 (25:18, 25:20, 25:22) allerdings vermuten lässt, machte Züri Unterland das Leben Näfels nicht.

 

Die Näfelser Volleyballer sind nicht zu stoppen und befinden sich bereits jetzt in Play-off-Form. Auch gegen Züri Unterland liessen sie nichts anbrennen und konnten den zweiten 3:0-Sieg, nach dem Derbyerfolg am Samstag über Amriswil, innerhalb von 24 Stunden feiern. So einfach, wie es aufgrund des Resultates scheint, war es gegen die wacker kämpfenden Zürcher aber nicht. Für Züri Unterland geht es immerhin noch um die Qualifikation für die Play-offs. Mit dieser Niederlage schrumpft diese Möglichkeit aber auf ein Minimum.

Züri Unterland lange Zeit ebenbürtig
Der erste Satz verlief lange Zeit ausgeglichen. Züri Unterland glaubte noch an seine Chance und vermochte immer wieder auszugleichen. Näfels konnte nicht den Druck erzeugen, den man ansonsten von ihnen gewohnt ist. Erst als Ehrat an den Service gelangte, gewann Näfels allmählich die Oberhand in diesem ersten Satz. Beim Stand von 18:18 übernahm er das Zepter und servierte zum ersten Satzgewinn für Biogas Volley Näfels.

Auch im zweiten Satz wehrten sich die Gastgeber gegen den Favoriten aus dem Glarnerland. Das Spiel von Näfels verlief lange Zeit harzig und war von ungewöhnlich vielen Eigenfehlern geprägt. «Für uns ging es ja eigentlich um nichts mehr, dies könnte schon ein Grund für diese Schwächephase gewesen sein. Zudem spielte Züri Unterland alles andere als schlecht, um einiges besser noch als in der ersten Partie, als wir aufeinandertrafen», so Passeur Marco Gygli. Vor allem der Spielertrainer der Gast­geber Cao Herrera vermochte viel Druck zu erzeugen.

Thomy Büsser überzeugte
Trainer Dalibor Polak wechselte Büsser für Alexander ein, und der Captain konnte mit seinem guten Servicespiel sogleich überzeugen und brachte Näfels mit 19:15 in Front. Das Spiel wogte hin und her, ehe Martinez mit einem Ass den zweiten Satz zugunsten von Näfels entscheiden konnte.

Im dritten und entscheidenden Durchgang sahen die Zuschauer nun endlich auch den Biogas Volley Näfels, den sie in den ersten beiden Sätzen noch vermisst hatten. Es war mehr Feuer drin, und die Spielfreude war klar ersichtlich. Näfels geriet zwar nach einer zwischenzeitlichen 8:4-Führung mit 10:11 in Rückstand. Sie liessen sich aber nicht mehr aus dem Konzept bringen und setzten Züri Unterland gegen Ende des dritten Satzes wieder stärker unter Druck und bauten die Führung auf 22:18 aus. Durch einen Servicefehler von Adrian Heidrich wurde diese Partie zugunsten von Näfels entschieden.

Fokus auf Cup-Partie gegen Jona
Trotz des phasenweise harzigen Spiels ist man auf Näfelser Seite zufrieden. «Wir haben ganz okay gespielt, nicht überragend, aber wir haben unser Ziel erreicht und können uns nun auf das nächste Wochenende konzentrieren» so Passeur Marco Gygli. Im Mittelpunkt steht nämlich der Cup-Halbfinal gegen Jona vom kommenden Sonntag. «Unser Fokus liegt nun voll und ganz auf dieser Partie, denn wir wollen unbedingt ins Finale einziehen», so Gygli weiter.

Züri Unterland – Näfels 0:3 (18:25, 20:25, 22:25)
Sporthalle Ruebisbach. – 90 Zuschauer
Spieldauer: 70 Minuten
Schiedsrichter: Tschrischnig, Becker

Züri Unterland:
Herrera, Bolli, Jonas, Tomasik, Adrian Heidrich, Florian Heidrich
Spielertrainer Cao Herrera

Biogas Volley Näfels:
Gygli, Bittner, Alexander, Pulko, Beeler, Ehrat, Sutter;
Martinez, Büsser, Milanez.
Trainer: Dalibor Polak

Fabian-Jose Martinez (links) entschied mit einem Ass den zweiten Satz. Bild Köbi Hefti