Donnerstag, 5. März 2015; 07:30
NLA

Volley Näfels schlägt sich in Schönenwerd am Schluss selber

Von: Köbi Hefti

Biogas Volley Näfels verlor das Spiel beim TV Schönenwerd mit 2:3. Es war ein rassiges und spannendes Spiel mit vielen Emotionen

 

Das Spiel in der Erlimatt-Halle hielt, was man von Playoff Volleyball erwarten darf. Es war ein Spiel auf Messers Schneide. Der TV Schönenwerd hatte ganz zu Beginn etwas Mühe, seine Angriffe waren noch zögerlich. Näfels profitierte davon, führte beim Timeout mit 8:5. Dann aber erhöhten die Platzherren die Pace, agierten sehr effizient, ganz im Gegensatz zu Näfels, dessen Angriffe meist in der hellwachen Verteidigung des Gegners landeten. Beim nächsten Time-out führte Schönenwerd mit drei Punkten Vorsprung. Diesem Rückstand rannte Näfels bis kurz vor Satzende nach. Mit einem starken Finish gelang den Glarnern der Ausgleich und sie kamen gar zu zwei Satzbällen. Schönenwerd wehrte diese ab und nutze seinerseits seinen zweiten Satzball in diesem höchst spannenden und dramatischen Finale zum 28:26 Satzgewinn.

Müller kam, sah und siegte
Auch im zweiten Umgang bleib das Spiel rassig, kampfbetont und sehr spannend. Keines der beiden Teams hatte je mehr als zwei Punkte Vorsprung. Schönenwerd riskierte mit den Services sehr viel, hatte dabei hauptsächlich zu Beginn des Satzes auch Erfolg und kam so ohne sehr grossen Aufwand zu Punkten. Da die Offensivfraktion von Näfels aber stark spielte, bleib das Spiel sehr ausgeglichen. Erst ganz zum Satzende wendete sich dann das Blatt für Schönenwerd, als Müller aufs Feld kam um zu servieren. Diese Services brachte das Team um Libero Sutter nicht unter Kontrolle. Drei Punkte für die Platzherren brachten ihnen den Satzgewinn mit 25:21.

Der Verlauf der Sätze drei und vier war ähnlich. Näfels powerte und Schönenwerd wehrte sich gegen diese Angriffe ausgezeichnet. Die Verteidigung der Solothurner stand perfekt, kratzte noch Bälle, welche längst verloren schienen. Im dritten Satz wurde es dadurch gegen Ende nochmals richtig eng, nachdem sich Näfels zuvor mit 22:19 Vorteile verschafft hatte. Am Ende aber reichte es doch noch für die Glarner. Sie gewannen den Satz mit 25:23. Dieser Ausgang tat Näfels sehr gut. Mit Meyer und Milic wie am Ende des dritten Satzes spielend, legte Näfels gleich zu Beginn einige Punkte zwischen sich und Schönenwerd. Sicher und nach einigen sehr emotionalen Diskussionen sicherte sich Näfels den Satz mit 25: 17 am Ende zu deutlich.

Unglückliches Spiel im Entscheidungssatz
Im Tie-Break stand sich Näfels selber im Weg. Die Glarner versiebten die Chancen im Multipack, reihten Fehler an Fehler. Beim Seitenwechsel führte der TV Schönenwerd mit 8:6. Den ersten Angriffspunkt für Schönenwerd erzielte Richards erst zum 9:7. Alle anderen Punkte des Teams von Captain Schnider waren Fehler der Näfelser oder erfolgreiche Blocks. Beim Stand von 14:10 kam Schönenwerd zum ersten Matchball. Doch diesen wie die nächsten vier Chancen wehrte Näfels ab, den sechsten aber nutzte der TV Schönenwerd zum 17:15 Sieg.

Dalibor Polak war nach dem Spiel sehr enttäuscht. Er sagt, dass in den Playoffs der erste Satz sehr entscheidend sei und ergänzt: „Diesen haben wir verloren, weil es auch unglückliche Entscheide gegen uns gab.“ Die endgültige Niederlage aber besiegelte Näfels mit wenig Cleverness selber. Nochmals Polak: „Wir hatten viele Chancen nach guten Verteidigungsaktionen, vergaben diese Chancen aber, weil die Wahl der Angriffsvariante nicht optimal war oder die Angreifer die Chancen nicht nutzten.“

Matchtelegramm
TV Schönenwerd - Biogas Volley Näfels 3:2  (28:26, 25:21, 23:25, 17:25, 17:15)

Erlimatt, Däniken, Mittwoch, 4. März 2015, 20:00 h
Spieldauer  131 Minuten
Zuschauer: 200
Schiedsrichter: Cédric Grellier, Erwin Bärtsch

Biogas Volley Näfels:
Startformation:
Gygli (Passeur), Sutter (Libero), Vukasinovic, Friend, Pulko, Ehrat, Ilic
Einwechslungen: Meyer, Martinez, Milic, Bonante,

Trainer: Dalibor Polak
Assistant Coach: Müller Manfred

TV Schönenwerd:
Startformation:
Giger (Passeur), Schnider (Captain), Heimgartner(Libero), Korzenevics, Richards, Gerber, Hänggi
Einwechslungen: Müller, Dervisaj

Headcoach: Bujar Dervisaj
Assistant Coach: Nik Buser

Pulko sorgte für zahlreiche Punkte – so frei kam er aber nur selten zum Abschluss