Montag, 19. November 2012; 07:26
NLA

Volley Näfels‘ Punktverlust war eine gefühlte Niederlage

Von: Köbi Hefti

Beim Sieg im Tie-Break (25:22, 25:15, 18:25, 23:25, 15:13) auswärts gegen Lausanne UC zeigte Volley Näfels zwei Gesichter. Zu Beginn und am Ende spielten die Glarner hochkonzentriert und stark. In den Sätzen drei und vier dominierten aber Fehler das Spiel des Leaders.

Im ersten Satz agierte die Polak-Truppe effizient und erfolgreich. Sie zeigte eine gute Leistung gegen ein sich aufopfernd verteidigendes Lausanne. In der Pause nach Satz eins erinnerte Trainer Polak seine Spieler nochmals an die taktischen Anweisungen. Vor allem beim Block sollte sein Team gegen den starken Lausanner Diagonalspieler Vasic aufmerksamer sein und die Linie abdecken. Dies setzte das Team perfekt um. Polaks Bilanz zum Auftakt: „Die beiden ersten Sätze waren sehr gut. Wir haben konzentriert gespielt, obwohl wir erst im zweiten Satz die Taktik richtig umgesetzt haben.“

 

Zum taktischen Konzept gehörte auch, dass der Trainer nur selten durch die Mitte angreifen liess. Polak erklärt: „Gegen Lausanne muss man das Spiel öffnen, denn die Mittelblocker von LUC sind sehr stark, decken die Mitte sehr gut ab. Deshalb spielten wir meistens weite Pässe nach aussen.“

 

Ein Movember-Geschenk

Weshalb Näfels im dritten und vierten Satz nicht an diese Leistung anknüpfen konnte, kann Polak nicht schlüssig beantworten. Er sieht den Auslöser des Leistungsabfalls bei der Konzentration und den unnötigen Fehlern: „In den ersten beiden Sätzen zeigten wir unseren Killerinstinkt. Danach aber machten wir LUC  ein „Movember“-Geschenk und überliessen ihm einen Punkt. Auslöser waren unsere Services – wir haben fünf Floats verhauen und bei den Jump-Services nicht mehr 100 Prozent gegeben.“ Das sei ein Blackout gewesen, ergänzte Polak.

 

Siebter Sieg in Folge

„Das ist ein verlorener Punkt“, urteilte Teammanager Ruedi Gygli. Sie hätten, so Gygli weiter, den Gegner im Griff gehabt und dieser sei nach dem 2:0 auf dem Boden gewesen. Auch die Mannschaft selber war nach dem Spiel nicht zufrieden, ärgerte sich über den verlorenen Punkt. Die Stimmung war vergleichbar mit der nach einer Niederlage. Dieses  Verhalten seines Teams gefiel Dalibor Polak und sagte dazu: „Alle wussten es, waren nicht glücklich, diese Reaktion der Spieler war gut.“

 

So wartet LUC nun schon seit dem 13. November 2010 auf einen Sieg gegen die Glarner. In  Cup und Meisterschaft war dies der siebte Erfolg von Näfels in Folge – und wie gestern, meist lautete das Resultat 3:2.

 

Matchtelegramm

 

Lausanne UC - Volley Näfels 2:3 (22:25, 15:25, 25:18, 25:23, 13:15)

Taktisches Konzept mit Erfolg: Angriffe über die Aussenposition, wie hier von Pulko, lassen den LUC Block nicht immer gut aussehen