Mittwoch, 25. Februar 2015; 08:16
NLA

Volley Näfels nach Kaltstart mit klarem Sieg gegen Chênois

Von: Köbi Hefti

Nach einen schwachen Beginn besiegt Biogas Volley Näfels Chênois mit 3:1 (21:25, 25:22, 25:16. 25:17). Je länger das Spiel dauerte, umso druckvoller agierte das Team von Geburtstagskind Dalibor Polak.

 

Es war ein veritabler Kaltstart von Biogas Volley Näfels gegen Chênois. Keine Annahme gelang, die Angriffe waren harmlos, und so nahm Coach Polak schon beim Stand von 2:7 ein Time-out. Näfels spielte danach besser, verkürzte den Rückstand kontinuierlich. Beim 12:12 war der Fehlstart wettgemacht, dies dank einiger blitzschneller Angriffe durch die Mitte von Ehrat und Ilic. Aber wie gewonnen, so zerronnen - passte doch danach bei den Glarnern erneut vieles nicht zusammen. Chênois ging mit 21:17 in Führung. Zwar kam Näfels mit Glück nochmals zum Ausgleich. Doch Abramovs Services stellten danach Näfels Annahme erneut vor unlösbare Probleme. Die Genfer gewannen den Startsatz mit 25:21 verdient.

Die Wende am Ende des zweiten Satzes
Auch der zweite Satz war ein Auf und Ab, nicht nur bei Näfels, sondern auch von Chênois. Beide Teams bekundeten grosse Mühe mit den Annahmen. Polak reagierte sehr schnell und richtig, brachte Meyer für Martinez. Dieser Wechsel wirkte nachhaltig. Meyer spielte durch, brachte Ruhe und Sicherheit ins Team. Schöne Angriffe blieben aber weiterhin eher die Ausnahme als die Regel. Selbst aus guten Situationen vermochte Näfels zu oft kein Kapital zu schlagen. Die Angriffe blieben in der Genfer Verteidigung hängen. Das Spiel blieb trotzdem offen. Je näher es Richtung Satzende ging wendet sich das Blatt zugunsten von Näfels. Die Angriffe führten wieder zu Punkten. So wirklich Gas gaben die Jungs von Polak erst, als es um die Entscheidung in diesem Satz ging. Von den letzten sechs Punkten gingen deren fünf an Näfels. Der Satzausgleich war mit 25:21 geschafft.

Leistungssteigerung und Dominanz
Der erfolgreiche Abschluss des zweiten Satzes und die Pause waren für Näfels Balsam. Die Mannschaft war ab Satz drei nicht wiederzuerkennen. Starke Services, ein gepflegter, schneller Spielaufbau und immer häufiger auch starke Blocks prägten das Spiel. Chênois dagegen kam gleich zu Beginn der Sätze nicht vom Fleck. So führten die Glarner bei den Time-outs mit 8:3 / 16:9 im dritten und 8:4 / 16:9 im vierten Satz. Während Näfels‘ Angreifer sich stetig steigerten, baute Chênois‘ Offensive immer mehr ab. Der Kampfgeist der Gäste war verflogen. Selbst Genfs Topscorer Vieira war nur noch ein laues Lüftchen, wurde am Ende gar ausgewechselt. So war der Ausgang der Sätze schnell entschieden. 25:16 und 25:17 hiess es am Ende. Damit waren die drei Punkte für Biogas Volley Näfels im Trockenen.

Captain Marco Gyglis Fazit lautet: „Wir mussten recht kämpfen. Chênois ist ein aufstrebendes Team mit guten Spielern. Das zeigten sie beim Sieg in Amriswil und dem Punktgewinn gegen LUC. Wir haben keine Topp-Leistung gezeigt, aber drei Punkte geholt – und die zählen am Ende.“

Matchtelegramm

Biogas Volley Näfels – Chênois Genève Volleyball 3:1  (21:25, 25:22, 25:16, 25:17)

Linthalle SGU, Näfels, 24. Februar 2015, 19:30 h
Spieldauer  87 Minuten
Zuschauer: 252

Schiedsrichter: Stefan Grieder, Laura Rüegg

Biogas Volley Näfels:
Startformation:
Gygli (Passeur, Captain), Sutter (Libero), Vukasinovic, Pulko, Ehrat, Ilic, Martinez
Einwechslungen: Bonante, Meyer, Milic

Trainer: Dalibor Polak
Assistenztrainer: Patrick Küng

Chênois Genève Volleyball :
Startformation:
Abramov, Vieira, Voirol, Botas dos Santos, Schaller, Petit, Paharini, Fellay
Einwechslungen: Felay, Simonin, Zaccaria

Headcoach: Jean-Baptiste Blazy

So sah es am Anfang aus – das Ende war dann wie ausgewechselt.