Volley Näfels mit Start nach Mass
Volley Näfels startet mit einem Sieg in die Meisterschaft und holt seine ersten drei Punkte gegen Lausanne UC. In einem mittelmässigen Spiel brauchten die Näfelser keine Spitzenleistung um ihrem Gegner den Meister zu zeigen. Mit dem 3:1-Sieg wiederholten die Glarner das Resultat vom Supercup gegen den selben Gegner.
Mit diesem Startsieg hat Volley Näfels seine eigene Vorgabe erreicht, gegen dieses gewiss schlagbare Lausanne UC auch wirklich die drei Punkte zu holen. Fast alle Näfelser Spieler spielten gut, aber nur während Teilen des Spiels und nie alle gleichzeitig. Es kamen aber erneut alle elf Spieler zum Einsatz, was darauf schliessen lässt, dass die Ersatzbank erstens gut besetzt und zweitens eigentlich gar keine ist. Sämtliche Spieler im Kader der diesjährigen Mannschaft vermögen dem Team phasenweise wesentliche Impulse zu geben. Klappts nicht beim einen, holt der andere die Kohlen aus dem Feuer. Und ist dieses beim ihm erloschen, kommt ein nächster aufs Feld und macht die Punkte. So starteten Pulko und Kankaanpää in der Annahme und im Aussenangriff. Ugi Ilic spielte auf Diagonal. Das war für den Start eine sehr gute Aufstellung denn Näfels' Dominanz wurde mit zunehmender Dauer immer grösser. Dann aber brachte Trainer Olafsen den zweiten Libero, den jungen Joris Vautier. Und dieser zauberte einen Flatterservice nach dem andern übers Netz und brachte die Annahme der Einheimischen arg ins Schwitzen. Ganze sechs Punkte in Serie gelangen so dem Gegner und plötzlich stand es 18 Punkte für beide. Das war eine böse Überraschung für Spieler und Zuschauer, dachten doch alle, der Satz würde locker nach Hause geschaukelt. Doch jetzt biss sich Lausanne an Gastgeber Näfels fest. Und so ging der Satz auch schon bald in die Verlängerung nach Punkten. Ein Fehler im Angriff von Ehrat brachte LUC den ersten Satzball, welcher aber durch einen herrlichen Näfelser 3-er Block sofort abgewehrt werden konnte. Ugi Ilic zuerst mit einem Winner beim Service und nachher mit einem Block auf Usiljanin machte aber mit den beiden Punkten in Folge doch noch alles klar.
Lausanne UC ersatzgeschwächt
Lausanne UC war jetzt aber heiss und sah, dass auch sie, trotz der verletzungsbedingten Absenz ihres Diagonalangreifers Milan Vasic, eine Chance hatten an diesem trüben Sonntagnachmittag. Und entsprechend überlegen spielten sie jetzt auf. Dazu kamen auch einige Fehler beim Service und im Angriff auf Näfelser Seite und so stand es bald einmal 13:18. Pedro Carolino, der neue Näfelser Coach, nahm eine Auszeit für sein Team. In der Folge verbesserte sich Spiel und Stimmung wieder etwas und Volley Näfels kam bis auf zwei Punkte heran an seinen Gegner. Näher aber nicht mehr. Die beiden Lausanner Timeouts waren zumindest gut genug, die Taktik für die letzten Punkte so festzulegen dass sie dann Usiljanin und zuletzt Büschi, mit einem Block auf Polak, auch tatsächlich buchten. Somit stand es 1:1 nach Sätzen.
Ein Satz fürs Selbstvertrauen
Nach der kurzen Ruhepause zum Schluss des zweiten Satzes spielte Passeur Bedrac jetzt wieder frisch auf und auch Pulko und Stefan Ilic waren nun wieder voll im Spiel. Ausserdem zeigte auch Polak anstelle von Ugi Ilic, wozu er immer noch fähig ist und wie wichtig er für die Mannschaft ist. Die Verve war jetzt wieder da im Näfelser Spiel und liess die Jungs um Captain Büsser schon früh davonziehen. Es bestand, das sahen die Zuschauer schon bald, in diesem Satz wirklich keine Gefahr mehr, diesen zu verlieren. Durch den erhöhten Druck beim Service bekamen die Zuschauer auch des Öfteren sehr schöne Dreierblocks zu sehen. Die spielerische Überlegenheit übertrug sich direkt auch auf das Selbstvertrauen und mit dem klaren Satzresultat von 25:17 schien der gegnerische Wiederstand gebrochen.
Pulko bombte LUC ab
Und in der Tat war es so, dass LUC das Handicap des fehlenden Diagonalspielers abwechslungsweise mit Grün und Carrel nicht wettmachen konnte. Aber auch auf Näfelser Seite war der Diagonalangriff im vierten Satz wieder ein Thema, denn nun liessen Polaks' Kräfte nach und Carolino brachte wieder Ugi Ilic an seine Stelle. Der Serbe als gelernter Passeur, ist noch nicht 100% stilsicher in dieser Position. Man sieht auch, dass er es einfach zu gut machen will. Aber dadurch ist er noch anfällig auf Fehler und das weiss natürlich auch Passeur Bedrac. So lancierte er die Angriffe nach Satzmitte vorwiegend über die Aussenpositionen mit Kankaanpää und vor allem mit Pulko. Dieser war jetzt wieder hellwach und schoss den Gegner regelrecht ab. Zum Schluss noch ein schöner Blockpunkt von ihm mit Stefan Ilic brachte den Matchball. LUC war besiegt und der Angriffsfehler von Chandon zum Schluss nur noch der Vollzug der Niederlage von Lausanne UC in diesem wichtigen Startspiel.
Wiedersehen mit Jouni Parkkali
Jouni Parkkali, Näfels' erster Meistertrainer (1998) war in der Halle beim Spiel anwesend. In seiner Eigenschaft als Spielervermittler seines Schützlings Toni Kankannpää wollte er diesen spielen sehen. Er analysierte das Näfelser Spiel: "Für ein Startspiel war es gut, die Annahmen wurden mit zunehmender Dauer immer besser und das machte den Unterschied", widmete er nicht zuletzt seinem Schützling ein Kränzchen. "Dadurch dass einige unserer Spieler heute nicht richtig fit waren, geht unsere Leistung und der Sieg mit 3:1 in Ordnung", meinte Captain Büsser dazu. Und Passeur Marco Gygli sieht ein Plus in der Mannschaft im Bezug auf die Erfahrung: "Einige der letztjährigen Spieler waren zwar älter, aber gerade Kankaanpää bringt mit der Erfahrung aus seinen Championsleague-Einsätzen natürlich sehr viel Routine in unser Spiel". Vater Ruedi Gygli zeigte sich zufrieden über das Resultat und dem schloss sich Coach Carolino an. Betonte aber: "Mit der sehr unregelmässigen Leistung der meisten meiner Spieler bin ich natürlich nicht zufrieden". Es sei nun das grosse Ziel, dass die Mannschaft gefestigt auftrete und für die kommenden schweren Spiele (Amriswil und Chênois auswärts) eine Leistung auf Toppniveau über das ganze Spiel abrufen könne.
Matchtelegramm Spiel 1 - Meisterschaft NLA
Linth arena sgu, Näfels, 30. September 2012
Spieldauer 90 Minuten
Zuschauer: 250
Volley Näfels - Lausanne UC 3:1 (28:26, 22:25, 25:17, 25:20)
Volley Näfels: Bedrac und Gygli (Passeur), Werner (Libero), Ehrat, Kankaanpää, Pulko, Ilic Stefan, Ilic Ugi, Büsser (Captain), Polak, Beeler
Spielertrainer: Dalibor Polak
Lausanne UC: Warinsky (Passeur), Roger (Libero), Grün, Usiljanin, Chandon, Büschi, Seifert; Djokic, Carrel, Vautier. Trainer: Olafsen
1. SR: Christoffel
2. SR: Tschrischnig


























































































