Volley Näfels mit perfektem Start in die Playoffs
Im ersten Spiel der Playoff-Viertelfinalserie gewinnt Volley Näfels auswärts gegen Lausanne UC mit 3:0. Näfels spielte in diesem stimmungsvollen Viertelfinal stark und überzeugte auf der ganzen Linie.
Fünf Monate ist es her, seit die Volleyball-Meisterschaft begann. 21 Spiele haben die Teams ausgetragen um auszumarchen, wer heute in den Play-off-Viertelfinals gegen wen um den Einzug in den Halbfinal und damit in den Medaillenkampf eingreifen kann. Die Glarner haben während der Qualifikation und der Champions Round zwölf Spiele gewonnen, darunter alle drei Partien gegen Lausanne UC, den Gegner im gestrigen Halbfinal. Seit gestern geht es endlich ums Eingemachte. In den im Europacup-Format ausgetragenen Playoff-Viertelfinals werden zwei Spiele ausgetragen. Haben beide Teams nach Hin- und Rückspiel drei Punkte auf ihrem Konto, muss am Samstag ein Golden Set gespielt werden, welcher über den Halbfinaleinzug entscheidet.
Wie immer vor den Playoffs, freuten sich die Näfelser sehr auf diese KO-Spiele. Doch der Auftakt gelang ihnen nicht, lagen sie doch nach wenigen Minuten mit 1:5 im Rückstand. Alle Angriffe wurden von der LUC-Abwehr unschädlich gemacht. Doch dann fand auch Näfels ins Spiel und legte die Nervosität ab. Mit einem Servicewinner glich Captain Risto Nikolov zum 13:13 aus. Teammanager Bedrac meinte zu dieser sehr wichtigen Phase: «Wie sich das Team zurückgekämpft hat, war super.» Das Spiel wogte danach bis zum 20:20 hin und her und in der ohnehin schon stimmungsvollen Halle wurde es noch lauter. Doch den Glarnern gelang der perfekte Schlussspurt. Dank raffinierter Services von Mariano Giustiniano und erfolgreicher Angriffe von Mathias Corzo sicherten sie sich vier Satzbälle. Den zweiten verwertete Näfels zum 25:21
Näfels spielt cleverer
Im zweiten Satz sah das Spiel nicht viel anders aus. Näfels agierte konzentriert, spielte schnell, verteidigte sehr viele Bälle der Lausanner – es war einfach das bessere Team. Selbst der frühe Wechsel des Zuspielers von Egger zu Captain Ineichen bei LUC, änderte daran wenig. Die Lausanner mussten zuschauen, wie ihre Angriffe immer wieder von der Näfelser Abwehr abgefangen wurden. Einzig LUC Topscorer Rodriguez schaffte es, die Näfelser immer wieder in Bedrängnis zu bringen, sowohl im Angriff wie auch mit drei Serviceassen in Folge, welche LUC sogar eine 8:6 in Führung einbrachten. Wie schon im ersten Satz, war das Spiel bis kurz vor Satzende sehr spannend. Doch je länger der Satz dauerte, umso cleverer und sicherer agierte Näfels. Gegen Ende des Satzes setzte dann Teamsenior Giustiniano zur grossen Show an und sorgte mit sechs Punkten innert kürzester Zeit für den am Ende derart klaren Satzgewinn mit 25:18.
Argentinische Musik
Zwei Serviceserien, zuerst von Näfels Passeur Chancy, dann von Lausanne, prägten den Beginn des dritten Satzes. Wie schon in den beiden Sätzen zuvor, folgte danach Playoff-Volleyball, mit sehr schönen Spielzügen, raffinierte Aktionen der Angreifer und unglaublichen Taten der Verteidiger. Bis Satzmitte schien jeder Ausgang möglich. Doch dann war es erneut das argentinische Duo der Näfelser, welches für die Musik sorgte und die Entscheidung herbeiführte. Näfels sicherte sich auch den dritten Satz mit 25:18 deutlich und gewann das Spiel mit 3:0.
Teammanager Bedrac war sichtlich zufrieden mit dem Auftritt seines Teams. Er sagte: «Die Mannschaft war taktisch sehr gut eingestellt und hat den Game Plan ausgezeichnet umgesetzt. Ich möchte nicht gross einzelne Spieler loben, alle haben sehr gut gespielt. Heute hat aber Mariano Giustiniano sehr stark aufgetrumpft. Mit dem schnellen Spiel über die Aussenpositionen schufen wir den Unterschied.»
Matchtelegramm
Lausanne UC - Volley Näfels: 0:3 (21:25, 18:25, 18:25)
Centre Sportif Unil SOS, Dorigny. – Spieldauer: 64 Minuten.
Schiedsrichter: Troyon, Milos
Volley Näfels:
Startformation: Chancy (Passeur), Nikolov (Captain), Peter (Libero), Corzo, Giustiniano, Broch, Campbell
Einwechslungen: Schmid
Headcoach: Ignacio Verdi
Assistant Coach: Álvaro Jurado
Lausanne UC
Startformation: Egger (Passeur), Favre (Libero), Montavon, Rodriguez, Matheney, Bayet, Pinto
Einwechslungen: Schneider, Kunz, Ineichen (Captain), Basile (Libero)
Headcoach: Gallesio Lorenzo





























































































