Montag, 8. Oktober 2012; 07:00
NLA

Volley Näfels mit drittem Sieg im dritten Spiel

Von: Köbi Hefti

Nach einem 0:2 Satzrückstand gewann Volley Näfels auswärts gegen Volley Amriswil 3:2 (22:25, 21:25, 25:17, 25:22, 15:13). Näfels verdiente sich den Sieg dank klarer Leistungssteigerung nach der Pause.


Volley Amriswil startete mit viel Selbstvertrauen nach dem Sieg am Samstagabend gegen den Meisterschaftsfavoriten in Lugano. Die Thurgauer agierten mit viel Überzeugung und kraftvoll. Volley Näfels tat sich in der Startphase schwer und spielte zurückhaltend. Daran konnte auch Spielertrainer Polak, der in der Startformation stand, nichts ändern. Volley Amriswil lag stets in Führung und brachte Satz eins sicher mit 25:22 über die Runde. Das Bild änderte sich im 2. Satz kaum. Näfels fand den Tritt zwar etwas besser aber noch nicht wunschgemäss. Immerhin reichte es bei Satzmitte zur erstmaligen Führung von 13:11.  Neben des Fehlens der totalen Entschlossenheit fehlte in einigen Situationen auch das nötige Quentchen Glück und so gewann Amriswil den zweiten Satz mit 25:21 zu klar, nicht ganz dem Spielverlauf entsprechend.

 

Einwechslungen bringen Leben ins Spiel

Nach der Pause schickte Näfels‘ Coach Carolino Gygli am Pass, Büsser in der Mitte und Ugi Ilic auf Diagonal aufs Spielfeld. Den drei Neuen gelang es das Näfelser Feuer zu entfachen. Schneller, ideenreicher und erfolgreicher wurde das Spiel der Glarner. Dazu leisteten sich die Amriswiler immer mehr Fehler. Dank vier und später fünf Punkten in Serie erspielte sich Näfels einen klaren Vorsprung und sicherte sich den dritten Satz mit 25:17 etwas zu deutlich.

 

Kankaanpääs Geschosse wie aus der Kanone

Im vierten Satz fing sich Amriswil, war zu Beginn vor allem am Block sehr erfolgreich und lag mit 10:7 in Führung. Doch dann kam Kankaanpää zum Service. Seine Geschosse stellte Amriswil vor fast unlösbare Probleme. Näfels ging mit 11:10 in Führung. Dank gütiger Mithilfe von Näfels mit vier Fehlern in Serie, holte sich Amriswil die Führung zurück. Mit zwei weiteren Punkteserien aber zog  Näfels auf 19:16 weg. Doch Amriswil reagierte nochmals, nutzte eine Schwächephase des Gegners aus. Die Glarner Bank entschied sich zum beliebten Doppelwechsel Passeur/Angreifer gegen Angreifer/Passeur, um den Block zu stärken. Dies ging beinahe ins Auge. Näfels schwächelte nach diesem Wechsel. Wieder einmal bewahrheitete sich eine alte Weisheit: Never change a winning Team. Gleichzeitig nutzte Amriswil aber auch jede Chance und glich zum 22:22 aus, ehe erneut drei Punkte in Folge – wovon zwei Amriswiler Fehlangriffe - den Satz für Näfels entschieden

 

Amriswil schlägt sich selbst

Den besseren Start ins Tiebreak erwischte Volley Amriswil. Es führte 8:6 und wenig später 11:7.  Die Entscheidung schien gefallen. Doch die Polak-Truppe vermochte zu reagieren; zeigte viele Emotionen. Gleichzeitig lief bei den Gastgebern nicht mehr viel. Gleich mehrfach setzten die Amriswiler ihre Bälle ins Out. Symptomatisch für den Entscheidungssatz war der letzte Ball, als Amriswils Angreifer eine 100-prozentige Chance, ein sogenannter Penalty,  versiebte und Näfels damit zum Sieger mit 15:13 machte.

 

 

Matchtelegramm

 

Tellenfeld Amriswil, 7. Oktober 2012, 17:00

Spieldauer  125 Minuten

Zuschauer: 350   

 

Volley Amriswil - Volley Näfels 2:3 (25:22, 25:21, 17:25, 22:25, 13:15)

 

Volley Amriswil:

Herrera (Passeur, Captain), Raymond (Libero), Walzer, Ljubicic, Schläpfer, Alvarez, Arias; Brühwiler, Kriech, Perler, Heidrich

Head-Coach: Dario Bettello, Assistenztrainer: Jürg Messerli

 

Volley Näfels:

Bedrac (Passeur), Werner (Libero), Ehrat, Pulko, Stefan Ilic, Kankaapää, Polak; Gygli, Büsser, Ugljesa Ilic

Spielertrainer: Dalibor Polak, Coach: Pedro Carolino

 

1.SR:  Christian Wolf

2.SR:  Wyler-Hefti Nadine