Volley Näfels mit Chancen auf weitere drei Punkte
Die Näfelser Volleyballer empfangen am Mittwoch um 20:00 Uhr im sgu die Fricktaler aus Laufenburg am Rhein zu einem vorgezogenen Spiel der NLA. Den Aargauern ist ein glänzender Start in die Saison geglückt, nicht zuletzt dank Andy Sutter und Olympiateilnehmer im Beach-Volleyball, Jefferson Bellaguarda.
Vorsicht ist geboten, denn die diesjährige Mannschaft aus Laufenburg könnte leicht zum Stolperstein werden. Auch Schönenwerd hat zuhause einen Punkt abgeben müssen und beinahe wäre es noch schlimmer gekommen für die Niederämter. Laufenburg lag mit 2:0 nach Sätzen vorn und im vierten Satz bei 24 Punkten Gleichstand war die Überraschungsmannschaft der Stunde nur noch zwei Punkte vom Sieg entfernt. Soweit ist es dann allerdings nicht mehr gekommen, aber der eine gewonnene Punkt war eh schon völlig unerwartet gewesen.
Beach-Volleyballer bringen neuen Schwung
Den Ex-Näfelser Andy Sutter kennt man als mehrfachen Meister und Captain von Volley Näfels bestens. Aber haben Sie gewusst, dass auch Jefferson Bellaguarda vor Jahren einmal beinahe bei den Näfelsern gelandet wäre? Der damals noch als Brasilianer spielende Ballakrobat absolvierte Probetrainings mit Näfels. Man befand, dass er zuwenig bringe in der Halle und liess ihn ziehen. Er landete dann bei Volley Amriswil, wurde dort aber mit dem damaligen Trainer Jalal Baghdady nie richtig warm. Eine Saison lang war er noch mit Andwil-Arnegg in der NLA als Amateur unterwegs. Er verdiente damals auf dem Bau seine Brötchen. Nachher erhielt er den Schweizer Pass und bildete mit Martin Laciga ein Profi-Beach-Duo. Beim Grand-Slam in Moskau, dem erst dritten gemeinsamen Turnier, stand er auf dem Podest. 2011 schaffte er dies auch mit Patrick Heuscher sogar zweimal, nämlich in Peking und erneut in Moskau. Als Schweizer Team Nr. 1 nahmen Heuscher-Bellaguarda an Olympia in London teil, blieben dort aber mit einem 9. Rang unter den Erwartungen. Inzwischen hat sich der Suiço-Brasileiro vom Beach-Volleyball zurückgezogen, kann den Volleyball aber doch (noch) nicht ganz beiseite lassen. Er folgt Andy Sutter zu dessen Stammverein ins Fricktal. Und wer den Ballvirtuosen kennt, weiss wie effizient er sein kann, wenn alles passt. Dann muss sich die Näfelser Block- und Rückraumverteidigung warm anziehen. Und auch Andy Sutter kann immer noch ein Bomber sein, wie er dies auch zu seinen besten Zeiten in der Meistersaison 2007 gezeigt hat.
Näfels ein Spitzenteam?
So müssen also die Spieler von Volley Näfels höllisch aufpassen, dieses vermeintlich einfache Mittwoch-Spiel nicht nur als Trainingsspiel anzusehen und damit auf die leichte Schulter zu nehmen. Sonst könnte es passieren, dass auch sie Federn, oder eben Punkte lassen müssen. Beim Supercup gab Näfels gegen diesen Gegner ja auch bereits einen Satz ab und zwar ohne dass da Sutter und Bellaguarda bereits gespielt hätten. Besinnen sich die Glarner aber auf ihre Stärken mit dem variantenreichen Service, den stabilen Annahmen und der guten Blockarbeit und erwischen die beiden einheimischen Passeure Bedrac und Gygli einen guten Tag, so können auch gut alle drei Punkte geholt werden. Und genau diese hat ja Manager Gygli in seinem Budget und wohl nicht nur er. So wie Volley Näfels bisher aufgetreten ist, kann das Team an der Spitze mithalten. Wenigstens im Moment scheint nur gerade Lugano etwas kompakter und auch individuell besser besetzt. Gegen alle andern Klubs kann die Polak-Truppe gewinnen und da gehört ganz sicher auch Laufenburg dazu.


























































































