Sonntag, 23. Dezember 2012; 14:44
NLA

Volley Näfels macht Laufenburg keine Weihnachtsgeschenke

Von: Köbi Hefti

Volley Näfels besiegte Volley Smash 05 Laufenburg auswärts mit 3:0. Die Gastgeber mit Andy Sutter als klarem Leader boten jeweils gegen Satzende harte Gegenwehr und so entwickelte sich bei diesem David gegen Goliath Duell eine sehenswerte und stimmungsvolle Partie vor gut gelauntem Publikum.

 

Schon der zweite Ballwechsel bot viel Spektakel, der Speaker meinte nach einer tollen Rally: „Das ist Volleyball wie wir es gerne haben“. Solche Szenen waren für dieses Spiel typisch. Immer wieder gab es Ballwechsel, die es in sich hatten. Und nicht selten waren es die Einheimischen, die am Ende den Punktgewinn zusammen mit dem Publikum bejubeln konnten. Die Gastgeber aus Laufenburg gerieten allerdings von Beginn an unter Druck der starken Services von Näfels. Dazu gesellte sich die gute Verteidigungsarbeit der Glarner mir einem glänzend disponierten Libero Werner. So kam Näfels rasch zu einer komfortablen 5:1 Führung. Ganz so einfach ging es aber für Näfels nicht weiter. Das Spiel glich sich mehr und mehr aus, wobei vor allem Andy Sutter einige sehenswerte Aktionen zeigte und Näfels in der Effizienz gegen Satzende stark nachliess. Vom 22:15 bis zum Satzende von 25:21 war Laufenburg das bessere Team.

Tolle Stimmung auf den Rängen

Im zweiten Satz zeigte sich Näfels wieder von seiner guten Seite. Mit druckvollen Angriffen distanzierte es seine Widersacher gleich zum Auftakt um einige Punkte. Aber den grossen Unterschied schaffte Näfels, als es sechs Punkte in Serie vom 10:8 zum 16:8 schaffte. Dabei bot Ugi Ilic seine Show mit teilweise knallharten Schlägen.Trotz des krassen Rückstands war die Luft bei Laufenburg alles andere als draussen.  Ein paar ausserordentlich spektakuläre Ballwechsel liessen den Speaker zur Hochform auflaufen. Auch das gut gelaunte Publikum quittierte diese Phase des Spiels mit viel Applaus. Den Satz beendeten die Gebrüder Ilic mit einem Killerblock zum 25:16.

Ein Ass zum Comeback

Wie in den Startsätzen war Näfels auch im dritten Satz zu Beginn die tonangebende Mannschaft. Aber je klarer die Führung, umso weniger konzentriert war die Polak-Truppe. Der 11:4 Vorsprung schmolz dahin wie der Schnee beim Föhn. Erfreulich aber war das Comeback von Nico Beeler. Er kam nach dem ersten technischen Time-out ins Spiel und servierte gleich ein Ass! Was für ein Comeback nach zwei Monaten Verletzungspause. „Vom Moment, als ich aufs Spielfeld kam, war nur noch ein Lachen in meinem Gesicht“, schilderte ein sichtlich erleichterter Nico Beeler.

Doch sonst gab es bei Näfels nach der klaren 12:6 Führung nicht mehr viel zu lachen. Zu verhalten, zu wenig konsequent suchten die Glarner den Erfolg. Gewinner dieser Situation waren Laufenburg und das Publikum. Dieses hatte seine helle Freude an der Aufholjagd. Als die Aargauer gar 23:22 in Führung gingen wurde es sehr laut in der Halle. Alle glaubten an den Satzgewinn. Näfels liess dies aber nicht zu und buchte die drei fehlenden Punkte zum 25:23. 

Das gibt es nicht so oft: Zwei zufriedene Coaches

Pedro Carolino, der Mann an der Seitenlinie von Näfels, meinte zum Auftritt seiner Mannschaft: „Ich bin zufrieden, aber nicht zu hundert Prozent. Wir müssen konsequenter spielen, weniger Fehler beim Service machen und wirkungsvoller angreifen. Im dritten Satz merkten wir erst als es 22:22 stand, wie eng das Spiel wurde“. Auch Mario Stipkov, der Headcoach von Laufenburg zeigte sich zufrieden mit der Leistung seines Teams. Sie hätten versucht als Team aufzutreten. „Ich bin total zufrieden, wie dieses junge Team gegen das grosse Näfels aufspielte.“

  

Matchtelegramm

Sporthalle Blauen 1, Laufenburg, 22. Dezember 2012, 19:00 

Spieldauer  75 Minuten

Zuschauer: 200  

 

Volley Smash 05 Laufenburg-Kaisten  - Volley Näfels 0:3 (21:25, 16:25, 23:25)

 

Volley Smash 05 Laufenburg 

Bürge (Passeur, Captain), Essig (Libero), Juric, Moor, Malicki, Mrkonjic, Sutter;  Geiger, Kasper

Headcoach: Mario Stipko

Volley Näfels:

Gygli (Passeur), Werner (Libero), Ehrat, Pulko, Stefan Ilic, Kankaapää, Ilic Ugi; Bedrac, Büsser (Captain), Beeler

Spielertrainer: Dalibor Polak, Coach: Mani Müller, Pedro Carolino

1. SR: Fischbacher Alain

2. SR: Dzankovic Sena

 

Andy Sutter war die treibende Kraft bei Laufenburg und vernaschte seine ehemaligen Teamkollegen mehr, als diesen lieb war