Montag, 5. November 2012; 07:26
NLA

Volley Näfels lässt VBC Züri Unterland keine Chance

Von: Köbi Hefti

Volley Näfels sicherte sich die drei budgetierten Punkte mit einem 3:0 (25:20, 25:16, 25:15) Sieg bei Schlusslicht Raiffeisen Züri Unterland. Die Teamverantwortlichen budgetierten dazu, keinen Satz abzugeben. Auch diese Zielvorgabe wurde diskussionslos erfüllt.


Näfels legte los wie die Feuerwehr und als ob sie immer noch im Europacup spielen würden. Allen voran Toni Kankaanpää, bot ein grosses Spektakel, so dass er beim ersten technischen Timeout (8:4) schon vier Punkte auf seinem Konto hatte. Näfels dominierte in Block und Angriff. Offensichtlich ging es zu „ring“. Züri Unterland holte kontinuierlich auf und kam bis auf einen Punkt und 16:17 an Näfels heran. Toni Kankaanpää zu dieser Situation: “Wir waren etwas träge und faul – wir spielten mit und nicht mehr gegen Züri Unterland.“ Dieser Beinahe-Einstand weckte die Glarner. Sie liessen im ersten Satz nichts mehr anbrennen. Polak, Pulko und Kankaanpää holten die nötigen Punkte mit kraftvollen Angriffen. Satz eins ging mit 25:20 an Näfels.

Unterländer im Aufschwung
Trotz Satzverlust nahm Züri Unterland den zweiten Satz voller Motivation in Angriff. Etwas weniger positiv sah es bei Näfels aus. Es agierte fahrig und produzierte mehr Fehler als Punkte. So konnte sich der Gastgeber mit drei Punkten Vorsprung absetzen.  Der Wunsch eines Satzgewinns schien in Reichweite. Dies wollte Näfels jedoch auf keinen Fall zulassen und reagierte mit dem Doppelwechsel Gygli/Ugi Ilic für Polak/Bedrac. In der Folge drehte das Spiel völlig. innert weniger Minuten wurde aus dem 11:13 Rückstand ein komfortabler 19:13 Vorsprung dank erfolgreicher Verteidigung und endlich guter Chancenauswertung. Das war’s: 25:16 hiess es am Ende des zweiten Satzes. Der Finne Toni Kankaanpää weiss, weshalb am Ende auch dieser Satz keine Zitterpartie wurde: „Wir waren jederzeit in der Lage, uns in den wichtigen und entscheidenden Momenten zu steigern und Druck auf den Gegner zu machen.“

Zwei Welten trafen aufeinander
Nach dem 0:2 Rückstand war die Gegenwehr von Schlusslicht Züri Unterland gebrochen. Der dritte Satz verlief so, wie es eigentlich sein müsste, wenn Amateure gegen Profis spielen. Die Profis aus Näfels  dominierten den dritten Satz ohne Wenn und Aber. Davon zeugen die 18 Angriffs- und zwei Blockpunkte der Glarner. Im Vergleich dazu erspielten sich die Zürcher nur gerade sieben Punkte. Hätte sich Näfels nicht noch einige unnötige (Service-)Fehler erlaubt, so wäre das Score von 25:15 noch viel klarer ausgefallen.

Trotz der Niederlage war Karim Takouk, der neue Trainer der Zürcher zumindest mit den beiden ersten Sätzen zufrieden. Karim Takouk ist übrigens jener Trainer, welcher die Volero-Männer mit Daniel Werner in seinen Reihen, vor Jahren in die Nationalliga A führte. Er zeigt aber auch auf, dass hier zwei Welten aufeinandertrafen: „Es ist ein grosser Unterschied zwischen uns und Näfels. Die Fähigkeiten von Näfels sind viel besser, sein Potenzial viel grösser. Näfels trainiert viel mehr, kann so viel mehr Spielsituationen üben als wir. Dazu ist Züri Unterland noch ein junges Team, im Gegensatz zu den Profis aus Näfels, die das Spiel sehr gut kontrollierten.“

Matchtelegramm:

Sporthalle Ruebisbach, Kloten, 4. November 2012, 18:00

Spieldauer  66 Minuten

Zuschauer: 120  

VBC Raiffeisen Züri Unterland - Volley Näfels 0:3 (20:25, 16:25, 15:25)

VBC Raiffeisen züri unterland:

Lunardi (Passeur), Schatzmann (Captain) , Flück (Libero), Gahr, Lehner, Stamm, Bigger; Deichmann, Notaristefano (Passeur),

Head-Coach: Karim Takouk

Volley Näfels:

Bedrac (Passeur), Büsser (Captain), Werner (Libero), Ehrat, Pulko, Kankaapää, Polak; Gygli, Stefan Ilic, Ugi Illic

Spielertrainer: Dalibor Polak, Coach: Pedro Carolino

1. SR: Süess Yvonne

2. SR: Rüegg Laura