Mittwoch, 10. Oktober 2012; 21:54
NLA

Volley Näfels lässt Chênois nicht den Hauch einer Chance

Von: Rolando K. Küng

Die Näfelser Volleyballer liessen es in Genf krachen und spielten den ersatzgeschwächten Meister Chênois an die Wand. Inspiriert und ohne Schwächen aufspielend machte Näfels kurzen Prozess und gewann hochverdient mit 3:0. Damit zementiert Volley Näfels vorerst seinen ersten Rang in der Tabelle.

 

Volley Näfels zeigte sich trotz schlechten Wetters und der weiten Reise quer durch die Schweiz in glänzender Spiellaune. Knüpfte nahtlos dort an, wo es am Sonntag in Amriswil aufgehört hatte, mit dem Unterschied, dass die stark ersatzgeschwächten Genfer zu Beginn kaum Wiederstand zu zeigen vermochten. Der Doppelausfall der beiden Mexikaner Carlos Guerra und Gustavo Meyer ist mehr als die halbe Mannschaft in der jetzigen Verfassung. Zudem steht bei Chênois nach wie vor kein gelernter Diagonalspieler im Team. Nach dem Wegzug von Steigmeier (ins Ausland) und dem mindestens temporären Rücktritt von Haudegen Dritan Cuko, gelang es der Klubführung nicht, rechtzeitig wenigstens einen Diagonalangreifer zu verpflichten. Und diese Handicaps wiegen im Moment zu schwer, als dass der amtierende Schweizer Meister der Näfelser Verve etwas wirklich Handfestes entgegenzusetzen hätte.

 

So wurde Satz eins eine klare Näfelser Beute und dies mit einem Toni Kankaanpää, welcher trotz Magenproblemen auf die Zähne biss und seiner Mannschaft half, den Vorsprung über die Runden und den Satz ins Trockene zu bringen.

 

Strohfeuer von Chênois

Nico Beeler kam ab Satz zwei für den Finnen ins Team und spielte wieder einmal ohne Beschwerden in seinem Knie. Und nicht nur das, es gelang ihm befreit aufzutreten und mit schönen Angriffen und guten Annahmen in Satz zwei Akzente zu setzen. Chênois schien sich etwas gefangen zu haben und Volley Näfels produzierte auch einige Eigenfehler. So blieben die Romands wenigstens über weite Strecken in Tuchfühlung mit ihrem Gegner aus der Deutschweiz. Marco Gygli liess es aber nicht zu, dass Chênois sein Team noch hätte in Bedrängnis bringen können und Ugi Ilic schloss den Satz mit einem sehenswerten Einerblock ab.

 

Locker und leicht

Mit dieser 2:0-Satzführung der Polak-Truppe schienen die Gastgeber nun endgültig die Köpfe hängen zu lassen. Und Volley Näfels startete dazu auch noch furios und überaus effizient am Block in den letzten Satz. Ganze fünf Blockpunkte in Serie gelangen den Glarnern und die Rhonestädter taten allen Anwesenden schon längst leid, dermassen desolat traten sie auf. "Sie waren völlig von der Rolle", meinte denn auch Näfels-Coach Pedro Carolino nach dem Spiel. Und wer diese Mannschaft noch im April als stolze Schweizer Meister feiern sah, traute seinen Augen nicht, wie flügellahm und wirkungslos sie aufspielte. Ganz anders Volley Näfels, welches nach einem Viertel der Qualirunde noch ungeschlagen an der Spitze der Rangliste steht. Doch jetzt kommt Favorit Lugano ins sgu. Schon am Samstag steht also die erste wirkliche Bewährungsprobe auf dem Programm. Aber mit dem Schwung aus diesen ersten vier Spielen ist der Polak-Truppe wirklich alles zuzutrauen.

 

 

 

 

Matchtelegramm Spiel 4 NLA-Qualirunde

 

Sous-Moulin, Thônex GE, 10. Oktober 2012

Spieldauer 69 Minuten

Zuschauer: 285   

 

CS Chênois – Volley Näfels 0:3 (13:25, 21:25, 11:25)

 

Volley Näfels: Gygli (Passeur), Werner (Libero), Büsser (Captain), Ilic Stefan, Kankaanpää, Pulko, Ilic Ugi; Ehrat, Polak, Bedrac, Beeler

Spielertrainer: Dalibor Polak

 

CS Chênois: Mathews (Passeur), Kovar (Libero), Fellay, Abramov, Schaller, Botas dos <st1:city w:st="on"><st1:place w:st="on">Santos</st1:place></st1:city>, Fetter; Blazy, Haigron. Meyer und Guerra verletzt. Trainer: Yilmaz

 

  

 

Bild: Köbi Hefti - Eitel Freude gab es auch in Genf gegen den CS Chênois wieder. Die Polak-Truppe verpasste dem Gegner eine Klatsche