Samstag, 10. November 2012; 23:19
NLA

Volley Näfels lässt auch dem TV Schönenwerd keine Chance

Von: Rolando K. Küng

Volley Näfels sicherte sich weitere drei Punkte mit einem 3:0- Sieg (25:23, 32:30, 25:17) gegen den TV Schönenwerd. Ein leichtes Spiel war das aber bei weitem nicht für die Polak-Truppe, wie auch die Satzresultate zeigen. Dank sehr viel Spannung und schönen Spielzügen kamen aber die Zuschauer voll auf ihre Rechnung.

                                                                                                                                         

Zu Beginn von Satz eins schufen sich die Gäste aus Schönenwerd mit konzentriertem Spiel einen Vorsprung von bis zu vier Punkten. Dieser hielt aber nur bis Satzmitte, denn bei 15 Punkten hatte Volley Näfels seinen Gegner wieder eingeholt. Nachher entwickelte sich ein Kopf-an-Kopf-Rennen bis Dalibor Polak zum Schlussfeuerwerk ansetzte. Nacheinander buchte er zwei Punkte im Angriff und ein Service-Ass zum Satzball bei 24:22. Und weil es beim Spielertrainer aus Tschechien am Service ja nur Topp oder Flopp gibt, war sein nächster Ball ein Servicefehler. Nochmals kam Spannung auf. Aber Toni Kankaanpää machte mit seinem Angriff alles klar und sicherte Näfels den ersten Satz.

 

Hochspannung reisst die Zuschauer von den Sitzen

Das war ja gerade noch einmal gut gegangen, doch auch im zweiten Satz zeigte sich ein ähnliches Bild. Bald lagen die Solothurner schon wieder mit 8:4 in Front. Und wieder startete Volley Näfels bei Satzmitte die Aufholjagd. Jetzt waren es drei Punkte des Finnen Kankaanpää, welche es Gastgeber Näfels erlaubte bei 16 Punkten den erneuten Gleichstand zu erspielen. Doch diesmal ging es anders weiter. Der Dominikanische Nationalspieler Toribio explodierte nun ebenfalls und buchte drei Punkte in Folge für die Niederämter. War das die Vorentscheidung? Die Antwort lautet nein. Denn prompt kam Näfels, jetzt mit Gygli für Bedrac am Pass, wieder heran und erhöhte sofort den Druck. Trotzdem kam der TVS noch einmal mit zwei Punkten weg, nachdem Stefan Ilic's Angriff in der Mitte geblockt wurde. Wieder kam Ivan Bedrac und auch Polak zurück ins Spiel. Jan Schnider kam mit seinem Angriff zu Satzball Nr. 1 für sein Team und der Satzausgleich schien besiegelt. Doch zwei Eigenfehler später wurde auch noch der beste Schönenwerder, Noah Eichenberger, von Ilic und Kankaanpää geblockt. Nun hatte Volley Näfels seinen ersten Satzball. Es knisterte vor Spannung in der Halle und der Lärmpegel schien mit jeden Punkt noch etwas anzusteigen. Beide Teams kämpften mit grossem Einsatz um jeden Zähler und man spürte dass das Spiel wohl gelaufen wäre, sollte Schönenwerd auch diesen Satz noch verlieren. Bei 29 Punkten auf beiden Seiten passierte Jan Schnider ein blöder Fehler im Angriff und damit gab er den Satzball wieder auf die Näfelser Seite. Doch er machte seinen Lapsus sogleich wieder gut und wieder war Einstand. Manche Zuschauer mochten schon gar nicht mehr hinsehen, dermassen spannend war jetzt die Stimmung auf dem Feld und vor allem rundherum. Zlatko Pulko war es, welcher mit einem weiteren seiner meist sehr spektakulären Angriffe das Ende einleitete. Nach seinem erfolgreichen Angriff buche er zusammen mit Stefan Ilic auch noch ein Blockpunkt gegen Giger. Damit stand es 2:0 nach Sätzen und man durfte sich fragen wie die Solothurner diesen Schock in der grossen Pause würden wegstecken können.

 

Volley Näfels im Rausch macht kurzen Prozess

Die Antwort liess nach Wiederbeginn nicht mehr lange auf sich warten. Schnell sah man, dass der Wiederstand der Spieler um Captain Florian Lier gebrochen war. Näfels fand wieder einmal die Verve und spielte sich in einen Rausch. Ein schnelles Ende und ein klares Satzresultat mit 25:17 besiegelte Schönenwerd's Schicksal in diesem Spiel. Aber so sehr sich Spieler und Zuschauer auch freuten über einen weiteren Sieg ohne Satzverlust, waren sich doch alle bewusst, dass dieses Spiel auch ganz anders hätte laufen können. Trainer Dervisaj sagte denn auch nach dem Spiel den Näfelser Volleyballern auch gleich den Kampf an: "Wir freuen uns schon sehr auf das Rückspiel bei uns Zuhause".

 

 

 

 

 

 

Matchtelegramm

 

Lintharena sgu, Näfels, 10. November 2012, 17:00

Spieldauer  83 Minuten

Zuschauer: 300  

 

Volley Näfels vs TV Schönenwerd 3:0 (25:23, 32:30, 25:17)

 

TV Schönenwerd

Milanez (Passeur), Lier (Captain), Heimgartner (Libero), Toribio, Hofstede, Bossart, Schnider, Eichenberger, Hänggi, Giger

Head-Coach: Bujar Dervisaj

 

Volley Näfels:

Bedrac (Passeur), Büsser (Captain), Werner (Libero), Ehrat, Pulko, Kankaapää, Polak; Gygli, Stefan Ilic, Ugi Illic. Beeler verletzt.

Spielertrainer: Dalibor Polak, Coach: Pedro Carolino

 

1. SR: Chrigel Wolf

2. SR: Alexandar Sikjanic