Volley Näfels im Spielrausch
Die Glarner zaubern im Hinspiel des Europacup-Achtelfinals gegen die Favoriten aus Rumänien und schlagen den SCM Zalau in atemberaubender Manier mit 3:0.
Am vergangenen Samstag kehrte Volley Näfels mit der ersten Saisonniederlage seit 10 Wochen aus Schönenwerd zurück. Mit Blick auf die Qualifikation mag diese Niederlage unbedeutend gewesen sein, aber nicht selten zeigt sich, wie wertvoll eine Niederlage zum richtigen Zeitpunkt sein kann. Denn das Team von Volley Näfels und ebenso seine Fans, waren am Mittwoch von der ersten Sekunde an mit jeder Faser bereit. Mag sein, dass die Gäste aus Zalau ihren Gegner anfangs etwas unterschätzt hatten, aber bis sie realisierten, dass es in der Linthhalle gegen die heimstarken Glarner keine Spaziergänge gibt, war der erste Satz mit 25:22 auch schon Geschichte.
Die Einheimischen zaubern von Beginn weg
Angeführt von Captain Nikolov, der seine ganze Erfahrung und seinen Siegeshunger an den Tag legte, zeigte Volley Näfels eines seiner besten Spiele in dieser Saison. Topscorer Cabanas zermürbte die grossgewachsenen Rumänen geduldig mit Finten, bevor er später mit spektakulären Angriffen begeisterte. Das gesamte Team servierte stark, verteidigte souverän und gab sich in der Annahme keinerlei Blösse. Passeur Vazquez nutzte dies gnadenlos, zerriss den gegnerischen Block nach Belieben und konnte anspielen, wen immer er wollte.
Zwar hatten die Rumänen nach dem ersten Satz den Weckruf durchaus gehört und versuchten, einen Gang höher zu schalten. Sie fanden sich aber in der Linthhalle nie wirklich zurecht, und vor allem liess Volley Näfels die Gäste schlichtweg nicht ins Spiel kommen. Während Zalau keine Rezepte fand, verzauberten die Glarner ihre Fans und hielten offensiv wie defensiv praktisch für alles eine Lösung bereit. Den zweiten Satz holten sie sich mit 25:21, den dritten sogar mit 25:17.
Mit diesem Sieg setzt Volley Näfels ein starkes Ausrufezeichen und bleibt selbst nach einem europäischen Achtelfinal zu Hause ungeschlagen.
Es folgt ein Mammutprogramm
Libero und Geburtstagskind Jonas Peter meinte nach dem Spiel: «Heute hat alles funktioniert. Das war genau die richtige Reaktion auf die Niederlage in Schönenwerd. »Kaum gesagt, rennen seine Gedanken schon voraus: «Und jetzt wollen wir in Genf gewinnen!» - Dort spielen die Glarner allerdings erst am übernächsten Samstag das letzte Qualifikationsspiel in der Meisterschaft. Zuvor wartet ein Mammutprogramm: Am kommenden Sonntag spielt Volley Näfels auswärts den Viertelfinal im Schweizer Cup gegen den VBC Kanti Baden. Am Montag folgt die Reise nach Rumänien zum Rückspiel vom Mittwoch. Am Freitag die Rückreise und bereits am Tag danach geht es dann nach Genf, wo es die Glarner selbst in der Hand haben, die Qualifikation als Tabellenleader abzuschliessen.

Volley Näfels -SCM Zalau 3:0 (25:22, 25:21, 25:17)

Gute Stimmung vor dem ersten Ballwechsel: Näfels zeigt schon bei der Präsentation der Starting-6 seine Freude, ein früher Vorgeschmack auf den späteren 3:0-Erfolg

Pablo Denis Cabañas: Der Topscorer überzeugte sowohl im Angriff mit 16 und als Blocker mit 3 Punkten

Netzduell mit dem besseren Ende für Näfels: Mit konsequenter Blockarbeit setzen sich die Glarner nicht nur in dieser Szene durch und unterstreichen ihre Dominanz am Netz

Best Player Manuel Figueiredo: Der Näfelser überzeugte in allen Belangen mit einer sackstarken Leistung

Gemeinsamer Jubel nach dem Schlusspfiff: Näfels feiert den überzeugenden 3:0-Erfolg nach einem begeisternden Spiel.


























































































