Montag, 21. Dezember 2015; 07:41
NLA

Volley Näfels holt nur die Hälfte der budgetierten Punkte

Von: Köbi Hefti

Biogas Volley Näfels gewann übers Wochenende zuerst ein schon fast verlorenes Spiel gegen Schönenwerd im Tie-Break. Bei Meister Lugano gab es eine 1:3 Niederlage nach einer 1:0 Satzführung.

 

Die Leistungen des Teams von Dalibor Polak an diesem Wochenende entsprachen nur phasenweise dem, was der Trainer und die Spieler von sich fordern. Nach einem 0:2 Rückstand am Samstag im Buchholz gegen Volley Schönenwerd resultierte am Ende immerhin ein Sieg. Zu Beginn war Näfels aber nur ein Schatten seiner selbst. Kein Vergleich zum Spiel im Ostschweizer Derby gegen Amriswil eine Woche zuvor. Dalibor Polak nahm eine gewisse Schuld für den harzigen Start auf sich: „Ich habe viel probiert, vielleicht in den ersten Sätzen gar zu viel.“ Doch er betonte auch das Gute: „Ich sah einen stark aufspielenden Bruno Godoy, aber auch Kyle Friend, Marco Gygli und die Mittelblocker zeigten gute Leistungen. Besonders wichtig ist aber, dass wir nach dem 0:2 am Ende doch noch siegten.“ Viel zu diesem Sieg trug Kyle Friend bei. Der Amerikaner erklärte, weshalb es ihm so gut lief: „Heute sah ich den Block sehr gut, sah wo die Lücke war und wie die Hände gehalten wurden. Dies nutzte ich um die vielen Block-out Punkte zu erzielen. Ich bin nicht so gross, springe nicht so hoch und so muss ich den gegnerischen Block zu meinem Vorteil nutzen.“

Service-Lektion
Am Sonntagabend im Tessin gelang Näfels ein ausserordentlich guter Start. Mit starken Services setzte es Lugano unter Druck und überzeugte mit einem praktisch fehlerfreien Side-out. So ging dieser Satz mit 25:18 überraschend deutlich an die Glarner. Im zweiten Umgang agierte Lugano besser, legte rasch einige Punkte zwischen sich und den Gegner. Doch Näfels kämpfte sich in den Satz zurück und kam bis auf 22:23 heran. Mit etwas mehr Glück – auch bei gewissen Entscheiden des Unparteiischen - wäre mehr drin gelegen. Lugano beendete den Satz mit einem Hammer in der Mitte und einem Service-Hammer zum Satzausgleich.

Der dritte Satz war eine Service-Lektion Luganos. Unglaublich hart geschlagen und praktisch ohne Fehler setzte es Näfels unter Dauerdruck. „Wenn Lugano vorne liegt, serviert es mit vollem Risiko und ohne Fehler“, stellte Polak dazu fest. Das 25:14 war die logische Folge. Im vierten Umgang lag Näfels zunächst mit 6:2 vorne. Mit fünf Servicefehlern in Folge -  notabene Floats - machte sich Näfels das Leben danach selber schwer. Zwar führte es noch 16:14, doch erneut packte Lugano gegen Satzende seine Knaller-Services aus und holte sich damit auch diesen Satz mit 25:22.

„Lugano war heute vor allem beim Service das stärkere Team als wir. Ich bin aber schon etwas enttäuscht, wäre doch heute zumindest ein Punktgewinn möglich gewesen - den vierten Satz hätten wir gewinnen müssen. Aber auf dieser Leistung lässt sich aufbauen. Immerhin spielte Lugano mit seinem stärksten Team“, bilanzierte Dalibor Polak nach dem Spiel.

Matchtelegramm

#Dragon Lugano – Biogas Volley Näfels   3:1 (18.25, 25:22, 25:14, 25:22)

Biogas Volley Näfels:
Startformation: Gygli (Passeur, Captain), Sutter (Libero), Bruno, Pollock, Friend, Pulko, Ehrat, Einwechslungen:  Walzer, Wunderle, Martinez

Trainer: Dalibor Polak
Assistenz-Trainer: Robin Bhaggan, Mani Müller

Gratulationen von den Teamkollegen wegen guten Services gab es in Lugano nur im ersten Satz