Volley Näfels hat das Siegen nicht verlernt
Volley Näfels kann noch siegen. Dies das positive Fazit einer auf mässigem Niveau ausgetragenen Partie. Dem CS Chênois fehlte Carlos Guerra an allen Ecken und Enden und so musste Näfels nur sein Spiel durchziehen ohne wieder ins alte Muster zu verfallen, um diese drei Punkte ins Trockene zu bringen.
Volley Näfels beendet endlich seine Niederlagenserie und fertigt den CS Chênois aus Genf klar mit 3:0 ab. Ein bisschen überrascht waren die Zuschauer schon, dass es der Polak-Truppe gelang, ihr spielerisches Übergewicht auch in drei Satzgewinne umzusetzen. Wobei die Genfer sehr zahm wirkten und wohl eigentlich nie richtig an einen Sieg glaubten. Noch Anfang Februar schickten die Genfer die Glarner mit einer schmerzlichen Niederlage wieder nach hause. "Seither ist unser Trainingsbetrieb aber mehr als prekär", gab Präsident Michel Georgiou zu bedenken. "Wir trainieren nur noch zweimal pro Woche und dann noch nicht einmal mit allen Spielern. Unsere beiden Mexikaner aus Bern sind durch Beförderungen beruflich noch stärker eingebunden und inzwischen nur noch Volleyball-Amateure". So der Grandseigneur des Westschweizer-Volleyballs. Heute habe man nicht sehen können, dass in diesem Spiel die Meister der letzten beiden Jahre am Werk waren. Und damit hat Georgiou den Nagel auf den Kopf getroffen.
Marco Gygli zieht die Fäden
Zwar spielte Volley Näfels, mit Marco Gygli für den gesperrten Bedrac am Pass, eine ansprechende Partie, wurde aber auch nicht wirklich gefordert durch seinen Gegner. So liefen sie auch nicht Gefahr, wie in letzter Zeit öfters gesehen, plötzlich und aus unerklärlichen Gründen den Faden zu verlieren. Gygli verteilte gut und seine Angreifer dankten es ihm mit regelmässigen Punkten. Die Mitte mit Samuel Ehrat und Stefan Ilic kam oft zum Zug und punktete regelmässig. Und auch Toni Kankaanpää zeigte wieder einmal eine gute Partie. Früh setzte sich Gastgeber Näfels ab und liess Chênois nicht mehr herankommen. Man sah zwischenzeitlich auch Diagonalspieler Ugi Ilic - ein gelernter Passeur - am Pass im Einsatz, um Marco Gygli Verschnaufpausen zu gönnen. Und auch mit ihm funktionierte das Kurzpassspiel erstaunlich gut. Auch am Block konnten die Näfelser punkten und gewannen schliesslich mit 25:18.
Auch Ugi Ilic kann passen
In Satz zwei blieben die Genfer lange Zeit auf Augenhöhe. So stand es bald einmal 17 für beide. Aber jetzt kamen die "Money-points". Und diese wurden nun zusehends durch die Näfelser gebucht. Ein herrlicher Block durch Ehrat und Kankaanpää auf Diagonalspieler Nacsa läutete Näfels' Endspurt ein. Von da an gelangen Gegner Chênois noch zwei und Volley Näfels acht Punkte zum erneut klaren Satzgewinn. Die Gebrüder Ilic harmonierten gut. Ugi gab Bruder Stefan Ilic gleich zweimal die Chance über die Mitte zu punkten und dieser nutzte sie. Kankaanpää buchte den Satzball zum 25:19.
Das Flattern kam heute nicht
Zur Satzmitte begann sich Näfels auch in Satz drei erneut abzusetzen. Pulko buchte zwei Blockpunkte in Folge und einen Angriffspunkt. So stand es 14:10 und das war bereits die Vorentscheidung gewesen. Gegner Chênois' Wiederstand war jetzt gebrochen und der Sieg nur noch Formsache. Fast schien es allerdings kurz vor Satzende - Näfels fehlten noch zwei Punkte zum Sieg - dass der Faden noch einmal reissen könnte. Chênois kam dank drei Zählern in Folge noch einmal bis auf 23:21 heran. Der Ungare Nacsa schenkte mit seinem Servicefehler Gastgeber Näfels aber den Matchball und diesen verwertete, wie in den Sätzen zuvor, erneut der Finne Kankaanpää zum Satz- und Matchgewinn. "Gut fürs Punktekonto und für die Moral, aber morgen wird das ein ganz anderes Spiel in Amriswil", blickte Dalibor Polak voraus.
Matchtelegramm NLA-Playoff-Runde
linth arena sgu, Näfels, 16. März 2013
Spieldauer 70 Minuten
Zuschauer: 155
Volley Näfels – CS Chênois 3:0 (25:18, 25:19, 25:22)
Volley Näfels: Gygli (Passeur), Werner (Libero), Ehrat, Ilic Stefan, Kankaanpää, Pulko, Polak; Büsser (Captain), Ilic Ugi, Beeler, Sutter, Bedrac gesperrt.
Spielertrainer: Dalibor Polak, Coach Pedro Carolino
CS Chênois: Mathews (Passeur), Kovar (Libero), Meyer (Captain), Haigron, Schaller, Nacsa, Botas dos Santos; Fellay, Abramov, Blazy, Fetter. Carlos Guerra in China. Trainer: Yilmaz
SR 1: Stanisic
SR 2: Hottiger



























































































