Volley Näfels gewinnt gegen Chênois Bronze
Volley Näfels gewinnt im kleinen Final des Supercups erstmals wieder seit dem Meisterschaftsgewinn 2011 gegen Erzrivale Chênois ein Spiel. Lausanne UC wird klar geschlagen und gegen Lugano gibt es eine knappe Niederlage. Die Glarner geben gesamthaft eine gute Visitenkarte ab und haben auch heuer wieder ein starkes Team.
Anders als noch in den letzten Saisons, in welchen Trainer Polak immer möglichst schnell nach der idealen Stammformation suchte, kamen an diesem Turnier wirklich alle elf Spieler von Volley Näfels genügend zum Einsatz. Und es brauchte sie auch wirklich alle, denn in zwei Tagen spielten die Näfelser nicht weniger als 17 Sätze. Am Samstag deren vier beim 3:1-Sieg gegen Laufenburg. Und nachher um den Gruppensieg und damit dem Einzug ins Halbfinale gegen Gastgeber Lausanne UC gar, wie könnte es anders sein, deren fünf. Aus diesem Spiel die beste Erkenntnis vielleicht die, dass wenn es dann wirklich drauf ankommt, auch die diesjährige Mannschaft wieder sehr nervenstark sein kann.
Lugano mit ganz neuem Gesicht
Dank dieses Sieges gegen LUC bekamen es die Glarner am Sonntag noch vor dem Zmittag mit Transfersieger und Meisterschaftsfavorit EN Gas&Oil Lugano zu tun. So heissen die Dragons von Pallavolo Lugano jetzt, dank des neuen Titelsponsors. Und dieser scheint es den Tessinern auch zu erlauben, mit der ganz grossen Kelle anzurichten. Kaum zu glauben, aber sämtliche Ausländer der letzten Saison wurden ganz einfach ausgewechselt. Vielleicht wegen Erfolgslosigkeit? Der Verlust des Meistertitels an Chênois hat die Luganesi sicher sehr geschmerzt. Als Resultat aus dem Verlauf der Playoff-Finalserie wurden Trainer Verstappen und alle Spieler ohne Schweizer Pass freigestellt. Die Verbliebenen heissen Hübner, Savic und Lerch. Wieder bei den Dragons ist auch Jockovic, welcher schon früher im Klub gespielt hat.
Auch Lugano kocht nur mit Wasser
Zu Beginn des Spiels schien es als hätte Volley Näfels keine Chance. Das Team um Captain Büsser wurde regelrecht an die Wand gespielt. Der neue Trainer Mario Motta hatte seine Mannschaft, in der kurzen Zeit nach dem Spiel zwischen Näfels und Lausanne vom Samstag Abend, sehr gut eingestellt. Schnell lagen fünf Punkte zwischen Lugano und Näfels. Aber die Näfelser liessen sich nicht einschüchtern und kamen bei 17 Punkten zum Ausgleich. Und ab jetzt blieb der Satz ausgeglichen, gar mit leichten Vorteilen für Volley Näfels. So gab es bei 24:23 den ersten Satzball und nachher noch mal einen. Leider konnten beide nicht verwertet werden und so gewann Lugano in extremis doch noch mit 27:29. Satz zwei war ausgeglichen bis kurz vor Schluss als sich die individuelle Klasse von Bandero und Mangassero auf der Zielgeraden durchsetzte. Damit hätte man meinen können die Luft sei nun bei den Glarnern draussen. Aber nicht so. Auch im dritten Satz kämpfte das Team um Passeur Bedrac beherzt und lag bei 20:19 letztmals in Führung. Leider, denn jetzt passierten drei blöde Eigenfehler in Serie. Das gab dem Gegner die nötige Luft um vorentscheidend wegzuziehen. Dank beherztem Spiel und viel Kampfgeist verkürzte Näfels aber noch einmal bis auf 23:24, ehe Ugi Ilic seinen Service ins Netz setzte. Fazit aus diesem Spiel: Auch die Tessiner kochen nur mit Wasser und sind an einem guten Tag vielleicht doch auch zu schlagen.
Mit den letzten Reserven gespielt
Das Spiel um Bronze sah Volley Näfels im Startsatz klar besser. Diesmal agierte Marco Gygli am Pass und Polak auf Diagonal. Stefan Ilic spielte für Büsser in der Mitte. Satz zwei und drei gingen klar an die Genfer von CS Chênois, welche jetzt sehr kompakt auftraten und im Portugiesen Rui Botas den Killer am Service schlechthin hatten. Eigentlich ist er ja ein Mittelblocker, muss bei Chênois aber mangels Diagonalspieler (Cuko macht Pause) auf dieser Position ran. Volley Näfels kam mit seinen variantenreichen Services überhaupt nicht zurecht mit dem Resultat dass es fast jedesmal wenn er servierte Punkteserien für sein Team gab. Eigentlich schien nach dem 1:2 nach Sätzen niemand mehr an eine Wende zu glauben. Doch wenn man sie am wenigsten erwartet, kommt sie doch. Und wie sie kam. Bei 18:20 schien die Niederlage endgültig eingeleitet. Was jetzt aber kam erwarteten nicht mal die Näfelser Spieler selbst. Die eigenen Angriffe wurden verwertet und die des Gegners entweder abgeblockt oder der Angreifer zum Fehler gezwungen. Rui Botas, vorher beim Service so erfolgreich, passierten jetzt gleich zwei Fehler in Folge und einen lieferte noch Gustavo Meyer auf das Näfelser Konto. Zlatko Pulko stellte mit seinem letzten Angriff auf 2:2 nach Sätzen.
Chênois in die Niederlage geschickt
Damit hatten die Genfer ganz offensichtlich nicht gerechnet. Sie waren im Tie-break von der Rolle und liefen von Anfang an einem grossen Rückstand hinterher. Volley Näfels liess sich nun nicht mehr zweimal bitten und spielte Satz fünf, ohne auch nur einmal unter Druck geraten zu sein, locker nach Hause. Damit erlebten die Genfer als Meister die selbe Pleite wie vor einem Jahr Näfels. Zwei Spiele gespielt und beide verloren. Nicht so die Glarner. Vier Spiele gespielt, drei gewonnen und eines nach gutem Spiel jeweils mit knappem Satzresultat verloren.
Matchtelegramm Spiel um Bronze
Halle EPFL, Lausanne Dorigny, 23. September 2012
Spieldauer 140 Minuten
Zuschauer: 85
Volley Näfels – CS Chênois 3:2 (25:18, 15:25, 19:25, 25:21, 15:9)
Volley Näfels: Gygli (Passeur), Werner (Libero), Ehrat, Kankaanpää, Pulko, Ilic Stefan, Ilic Ugi; Büsser (Captain), Polak, Bedrac, Beeler,
Spielertrainer: Dalibor Polak
CS Chênois: Mathews (Passeur), Kovar (Libero), Fellay, Meyer, Schaller, Botas dos <st1:place w:st="on"><st1:city w:st="on">Santos</st1:city></st1:place>, Fetter; Blazy, Haigron. Guerra verletzt. Trainer: Yilmaz


























































































