Volley Näfels gewinnt den Spitzenkampf mit 3:0
Am Samstag kam es in der Lintharena zum Gipfeltreffen der beiden punktgleichen Tabellenleader. Ein heimstarkes Volley Näfels schlägt dabei Chênois Genève Volleyball.
Nach dem Spitzenkampf gegen Chênois kann Volley Näfels zwei Dinge mitnehmen: Erstens sind die Glarner jetzt alleiniger Tabellenleader und zweitens hat das Team gewonnen, ohne in allen Belangen zu überzeugen. Sicherlich haben die Genfer nach anstrengenden Reisen nach Bulgarien zum Europacup-Rückspiel sowie am Samstag ins winterliche Glarnerland nicht ihren besten Tag abrufen können. Aber auch Volley Näfels hat die Gewissheit, dass es besser spielen kann.
Erneuter Krimi zu Beginn
Insbesondere der erste Satz präsentierte sich - nicht zum ersten Mal - als regelrechter Krimi. Chênois erwischte den besseren Start, worauf die Glarner mit ihren bekannten Geduldsproben reagierten und sich Punkt für Punkt ins Spiel zurückkämpften. Am Schluss brauchte es 5 Satzbälle und einen abgewehrten Satzball des Gegners, bis Captain Nikolov spektakulär zum 29:27 und damit ersten Satzgewinn blockte.
Ab dann war bei beiden Teams eine gewisse Müdigkeit nicht zu übersehen. Aber die Fehlerquote auf Seiten der Genfer war durchwegs höher. Volley Näfels verteidigte teilweise etwas glücklos, und auch der Block gehört noch nicht zu den grössten Stärken, auch wenn Coach Verdi nach dem Spiel die zahlreichen «Touches» am Block positiv erwähnte. Dass gerade die beiden Mitteblocker Nikolov und Hesselholt dennoch immer wieder positiv auffallen konnten, hatte auch viel mit Passeur Vazquez zu tun. Der Argentinier verteile die Bälle geschickt und variantenreich. Er nutzte sämtliche Optionen und vergass dabei auch die schnellen Zuspiele in die Mitte nicht.
Heimstärke und Teamleistung als Erfolgsrezept
Während Chênois im zweiten Satz nie wirklich ein Rezept gegen das Heimteam fand, waren die Gäste im dritten Satz über längere Zeit stets leicht im Vorteil. Beim Stand von 20:21 aus Näfelser Sicht brachte Coach Verdi den nervenstarken Chris Bartholet aufs Feld. Von da an gelang den Gegnern kein Punkt mehr. Broch machte massiv Druck am Service und Bartholet schickte die Gäste mit unwiderstehlichen Blocks an den Genfersee zurück.
Coach Verdi brachte es nach dem Spiel auf den Punkt: «Das war das beste Beispiel einer Teamleistung. Egal, wer spielt, es funktioniert.» Passeur Vazquez, als bester Spieler ausgezeichnet, gab das Kompliment dem Coach zurück: «Wir wurden perfekt auf dieses harte Spiel vorbereitet, und der Plan von unserem Coach hat geklappt.» Nun freue er sich auf das kommende Derby in Jona.
Volley Näfels gastiert die nächsten beiden Samstage in Jona und Lausanne, bis dann am 13. Dezember das nächste Heimspiel gegen St. Gallen auf dem Programm steht.
Volley Näfels - Chênois Genève Volleyball 3:0 (29:27, 25:20; 25:21)
Lintharena, Näfels - 300 Zuschauende - Spieldauer: 92 Minuten
Schiedsrichter: D. Zindel, N. Hefti
Volley Näfels: Bartholet, Bogdanovski, Broch, Deecke, Denis Cabanas, Figueiredo, Hesselholt, Nikolov (Captain), Peter, Schmid, Schwitter, Vazquez.
Coaches: Verdi, Mattioni
Chênois Genève Volleyball: Dos Santos, Norris, Kurik, Diverchy, Grandjean, Geneux; Djokic (Captain), Sejdija, Ozgur, Douib.
Coaches: Carreno, Fahed

Näfels - Chênois 3:0 (29:27, 25:20; 25:21)

Coach Verdi: Das beste Beispiel einer Teamleistung

Vorentscheidend: Näfels gewinnt den spannenden ersten Satz

Hilfe von Chênois: Die Genfer mit (zu) vielen Fehlern

Siehst Du: Wir setzen den Game Plan perfekt um

Emotional: Immer wieder gibt es Grund, der Freude freien Lauf zu lassen

Der Grundstein für den Erfolg: Gute Annahmen der Fraktion Figueiredo (im Bild), Broch und Peter

Er kam, sah und siegte: Christian Bartholet kommt im dritten Satz beim Stand von 20:21 aufs Feld und trägt Entscheidendes zum Sieg bei

Best Player: Ezequiel Vázquez, der geniale Regisseur bei Näfels

Volley Näfels jubelt über den Sieg gegen Chênois und den ersten Rang nach der Hinrunde der Qualifikation


























































































