Montag, 27. Oktober 2014; 07:17
NLA

Volley Näfels gegen Lugano mit wenig Licht und viel Schatten

Von: Köbi Hefti

Biogas Volley Näfels verlor das Duell gegen Meister Lugano 1:3 (22:25, 14:25, 25:22, 19:25). Was am Anfang des Spiels noch verheissungsvoll aussah, endete mit einer klaren Niederlage. Bei Näfels fehlte der unbedingte Wille, dieses Spiel zu gewinnen.

 

Der Auftakt gegen den Meister Lugano verlief für das Team von Dalibor Polak wunschgemäss. Die Annahme zeigte sich verbessert und der ausgeübte Druck auf den Gegner war so gross, dass dieser einige Fehler machte und Näfels eine 14:10 Führung einbrachte. Dann folgte die Sternstunde von Luganos Diagonalangreifer Caio de Prà, welcher mit hervorragenden Services sein Team zurück ins Geschäft brachte. Dies war die entscheidende Wende im Startsatz. Näfels geriet danach aus dem Tritt. Wille, Kampfgeist und Konzentration waren weg. Trainer Polak erklärte: „Ich habe der Mannschaft in der Kabine erklärt, dass die Meisterschaft schon begonnen hat. Einige Spieler sind sich dessen wohl noch nicht ganz im Klaren. Es reicht nicht nur während 15 Punkten stark zu spielen.“ Lugano verteidigte den kleinen Vorsprung und eroberte sich den Startsatz mit 25:22.

Lugano überrascht seinen Trainer
In Umgang zwei wurde Näfels von den Dragons förmlich abgeschossen. Es war ein Trauerspiel, was die Gäste boten. Nur fünf Angriffe führten zu Punkten, während Lugano praktischen jeden Angriff zum Punkt ummünzte. Die Tessiner agierten dazu am Block stark. Trainer Motta zeigte sich über diese Tatsache sehr erfreut und erklärte, dass der Block erstmals in dieser Saison so gut funktionierte. Näfels wurde im zweiten Satz mit 14:25 richtiggehend abgeschossen.

Dank einer klaren Leistungssteigerung des Teams von Captain Alexander im dritten Satz wurde das Spiel in der Palamondo wieder spannender. Lugano spielte nach dem Spaziergang im zweiten Satz nicht mehr so aggressiv. Vor allem de Prà leistete sich nach den vielen Glanzpunkten einige Aussetzer und Fehler. Aber auch Näfels‘ Fehlerquote war weiterhin hoch, hauptsächlich bei den Services. Trotz dessen vermochte Näfels seinen Vorsprung bis zum Satzende (25:22) zu verteidigen. Das Positive dieses Satzes war, dass alle Angreifer ihren Anteil dazu beitrugen. Auch Diagonalangreifer Pulko zeigte sich erstmals von der guten Seite, nachdem er zu Beginn praktisch ein Ausfall war.

Fehlende Beständigkeit
Der vierte Satz erinnerte dann wieder an den zweiten. Lugano dominierte  klar. Näfels bot keine grosse Gegenwehr. Der Sieg der Dragons stand nie in Gefahr. Sie gewannen den Satz mit 25:19 deutlich und freuten sich über ihren Sieg und die gute Leistung sehr. Ganz anders Näfels. Die Enttäuschung war gross. Teammanager Gygli sagte: „Nach dem guten Beginn im ersten Satz fehlte im zweiten Satz das Feuer, wir fielen auseinander. Heute habe ich auch den Service vermisst. Mit 24 Fehlern kann man kein Spiel gewinnen, Lugano dagegen hat sehr gut serviert.“  Auch Dalibor Polak erwähnt die guten Services von Lugano und erklärt: „Bei einigen Services hatten wir keine Chance, die waren zu gut. Im Allgemeinen war die Annahme aber verbessert.“ Weiter erwähnt er, dass ihm der Block besser gefallen habe als im Spiel davor, aber immer noch nicht genügend war und auch die Feldverteidigung vielfach nicht klappte.

Captain Dan Alexander fasst die Leistung so zusammen: „Einige Sachen machten wir gut. Über alles gesehen fehlte aber die  die Beständigkeit. Um dies zu verbessern sind viel Training und Repetitionen nötig.“

Matchtelegramm
#Dragons Lugano - Biogas Volley Näfels 3:1 (25:22, 25:14, 22:25, 25:19)

Palestra Palamondo, Cadempino, Samstag, 25.10.2014, 18:00

Spieldauer : 93
Zuschauer:  282
Schiedsrichter Grieder Stephan, Toma Gianbattista

Biogas Volley Näfels:
Startformation:Gygli (Passeur),  Sutter (Libero), Alexander (Captain), Vukasinovic, Friend, Pulko, Ehrat
Einwechslungen: Bonante (Passeur), Ilic
Verletzt: Martinez

Trainer: Dalibor Polak
Assistant Coach: Müller Manfred

#Dragons Lugano:
Startformation:Sanders (Passeur), Del Valle (Libero), Savic, De Prà, Jakovljević, Aguilera, Gotch
Einwechslungen: Gelasio

Trainer: Mario Motta
Assistenztrainer: Matteo Bonacina, Vlado Santor

Luganos Block überzeugte und machte das Leben der Angreifer von Näfels sehr schwer