Montag, 26. Januar 2015; 07:30
NLA

Volley Näfels erlebte trotz Sieg einen Schreckmoment

Von: Köbi Hefti

Das Team von Dalibor Polak zeigte seine beste Leistung dieses Jahres und besiegte den TV Schönenwerd mit 3:0. Das Resultat trügt jedoch - da das Spiel war sehr eng.

 

„Wir spielten sehr gut, zeigten eine geschlossene Leistung, machten alles richtig“, fasste der verletzte Captain Dan Alexander den Auftritt seiner Teamkollegen zusammen. Obwohl das 3:0 auf eine klare Sache hindeutet, so war die Begegnung in den einzelnen Sätzen sehr eng, am Ende hiess es immer 25:23 für Biogas Volley Näfels.

Der Beginn des Spiels verlief sehr ausgeglichen. Erst nach dem Time-out und dank guter Blocks konnte sich Näfels mit 12:8 etwas absetzen. Diesen Vorsprung verspielte Näfels aber gleich wieder, nachdem Schönenwerd Näfels Angreifer drei Mal in Folge mit einem Killerblock runterholte und in Führung ging. Und just in diesem Moment erlebte Näfels den grössten Schreckensmoment dieser Partie. Bei einer Verteidigungsaktion am Netz landete Mittelblocker Samuel Ehrat auf dem Fuss eines anderen Spielers, knickte ein und blieb am Boden liegen. Ehrat zu dieser Situation: „Das passierte mir auch schon, doch diesmal merkte ich sofort, dass es mehr war, es begann zu brennen und schmerzen.“ Ehrat wurde sofort von Physio Stadelmann behandelt, mit einem Tape wurde der Fuss fixiert. Anstelle von Ehrat kam mangels Alternativen Annahmespieler Gustavo Meyer als Mittelblocker zum Einsatz.

Erfolg dank Tape
Näfels lag beim Timeout mit 14:16 hinten. Die entscheidende Phase dieses Satzes folgte unmittelbar danach als Pulko mit zwei Servicewinnern die Führung zurückholte. Beim Stand von 21:21 kam Ehrat wieder zurück aufs Feld, entsprechend gross war die Erleichterung bei den Glarnern. Und eben dieser Ehrat verwerte mit seinem Service-Ass den ersten Satzball.

Im zweiten Satz führte Näfels meist mit knappem Vorsprung. Die Platzherren waren in diesem Satz ungewohnt fehleranfällig, hatten Mühe mit den Annahmen und standen deshalb unter Dauerdruck. Richtig spannend wurde es nur am Ende beim 24:20 als Schönenwerd drei Satzbälle in Folge abwehrte. Die letzte Chance aber nutzte Vukasinovic mit einem erfolgreichen Smash.

Ruhe bewahrt
Biogas Volley Näfels war auch danach erneut das erfolgreichere Team. Doch ein Nachlassen und einige Fehlangriffe der Glarner ermöglichten dem TV Schönenwerd den Weg zurück ins Spiel. Dazu bewiesen die Solothurner ihren grossen Kampfgeist, verteidigten ausgezeichnet, legten immer wieder vor. Vom 11:11 bis zum 22:22 konnte Näfels aber immer wieder den Gleichstand herstellen. Ganz zum Ende sorgte dann Topscorer Pulko für den Unterschied, dank zweier Angriffe und einem Block. Den ersten Matchball vergab Näfels mit einem weiteren Angriff ins Out, doch die zweite Chance nutze der überzeugende Stefan Ilic mit einem Mittelangriff.

Zlatko Pulko erklärte Näfels‘ Erfolgsrezept: „Es war wichtig, dass wir immer die Ruhe bewahrten, uns aber auch gegenseitig anfeuerten und kämpften. Dazu hielten wir uns gut an die Taktik des Trainers. Der TV Schönenwerd hatte heute sicher nicht seinen besten Tag gehabt, aber auch bei uns war nicht alles bestens.“

Angesprochen auf Pulkos Aussage erklärt Dalibor Polak: „Meine Taktik sind nur Wörter, umsetzen müssen das die Spieler. Und dies klappt nur dann, wenn sich alle Spieler daran halten. Vor allem der Block und die Verteidigung müssen zusammenpassen. Das klappte heute gut, ausser gegen Jan Schnider. Aber ich denke, dass wir jetzt wissen, wie man gegen ihn spielen muss.“

Matchtelegramm
TV Schönenwerd - Biogas Volley Näfels 0:3  (23:25, 23:25, 23:25)

Kreisschule Mittelgösgen , Obergösgen, 24. Januar 2015, 16:00
Spieldauer  77 Minuten
Zuschauer: 230

Schiedsrichter: Tschrischnig Helmut, Wiederkehr Michael

Biogas Volley Näfels:
Startformation:
Gygli (Passeur), Sutter (Libero), Vukasinovic, Friend, Pulko, Ehrat, Ilic
Einwechslungen: Meyer
Bemerkungen: Captain Dan Alexander verletzt

Trainer: Dalibor Polak
Assistant Coach: Müller Manfred

TV Schönenwerd:
Startformation:
Giger (Passeur), Schnider (Captain), Heimgartner(Libero), Hofstede, Eichenberger, Gerber, Hänggi
Einwechslungen: Lier, Frame, Dervisaj
Bemerkungen: Jordan Richards verletzt

Headcoach: Bujar Dervisaj
Assistant Coach: Nik Buser

Man of the Match: Samuel Ehrat