Volley Näfels brennt auf Revanche gegen LUC
Vor drei Wochen kassierte Volley Näfels im Viertelfinal des Swiss Cups eine schmerzliche Niederlage gegen Lausanne UC. Nun beginnt die Playoff-Runde wieder gegen den selben Gegner und jetzt kann Näfels alles nur noch besser machen.
Einen veritablen Fehlstart legte die Polak-Truppe hin mit dieser unerwarteten Niederlage gegen die Waadtländer. Das Ausscheiden im Cup-Viertelfinale war ganz sicher nicht programmiert. "Ich hatte aber schon tagsüber an diesem Sonntag ein schlechtes Gefühl", blickte Manager Gygli auf die Niederlage zurück. Währenddem strahlte Passeur Warynski übers ganze Gesicht über den Coup, den er mit seiner Mannschaft eben gerade gelandet hatte: "Wir haben uns optimal auf Gegner Näfels eingestellt und umsetzen können, was wir uns vorgenommen haben. Natürlich bin ich etwas überrascht, dass wir sogar klar gewinnen konnten". Er erkannte aber auch, dass sein LUC einen optimalen Tag erwischt hatte. Schon im Halbfinale zuhause gegen Volley Amriswil wurden die Studenten aus Lausanne brutal auf den Boden der Wirklichkeit zurückgeholt. Diesmal waren sie es gegen die Ostschweizer, welche nicht wirklich eine Siegchance besassen und aus dem Swiss Cup ausschieden.
Wer wird Gegner von Pallavolo Lugano?
Jetzt beginnt alles wieder bei Null. Und noch einmal, wie schon in der Weihnachtspause, hatte das Team einen Unterbruch von zwei Wochen. Für verletzte Spieler ist das immer die Gelegenheit die Blessuren wieder auszukurieren. Für Athleten in einem Formtief die Möglichkeit sich mit gutem Training wieder in Form zu bringen. Für eine ganze Mannschaft auf dem Zenit, kann es fast nur abwärts gehen. Und für Volley Näfels, welches mit zwei Niederlagen gegen LUC im Cup und gegen den TV Schönenwerd in der Meisterschaft eigentlich schlecht gestartet ist? Man sollte meinen, dass es ab sofort wieder nur noch besser gehen kann. An der Motivation wird das Ziel zum Erreichen der Playoff-Finals sicher nicht fehlen. Nimmt man Pallavolo Lugano als fast sicher gesetzt an, verbleiben fünf Mannschaften, welche alle das gleiche Ziel haben. Wenigstens um den Titel mitspielen zu können, das wollen die Genfer, die Lausanner, die Solothurner und natürlich ganz fest auch die Thurgauer. Und Volley Näfels? Wie gut stehen die Chancen wirklich für die Glarner im Frühling ab Ostern um den Meistertitel spielen zu können? Eigentlich ist es ganz einfach. Die Heimspiele müssen alle gewonnen werden und wenn möglich mit drei Punkten. Und wer dann in den Auswärtsspielen auch noch glänzt und den einen oder andern Sieg landen kann, der kann es ins Finale schaffen.
Ab jetzt Vollgas geben
Volley Näfels hat ganz sicher das Potenzial dazu. Das hat man bei dieser Mannschaft bereits gesehen. Es braucht aber ab sofort eine Leistungssteigerung bei allen Spielern. Toni Kankaanpää muss wieder so unwiederstehlich werden wie zu Beginn der Saison. Die beiden Passeure sollten es wenigstens so timen, dass nicht gleich beide am selben Tag ihren "jour sans" einziehen. Ugi Ilic muss Dalibor Polak nahtlos und jederzeit ersetzen können und Zlatko Pulko muss seine "Pausen" während eines Spiels reduzieren oder gar ganz auslassen. Coach Pedro Carolino muss sein Auge schärfen und manchmal früher erkennen, wenn einer seiner Spieler sich müde spielt. Man konnte beobachten, dass er oft zu lange auf die Auswechslung wartete oder dann, wenn einmal gewechselt, Schlüsselspieler wie Kankaanpää nicht mehr zurück brachte für den Rest des Spiels. Die Youngsters Beeler und Ehrat müssen mehr Spielzeit erhalten. Nur so können sie wachsen und zu Stützen werden. Die Mittelblocker Stefan Ilic und Captain Büsser, es bleibt zu hoffen, werden wieder viele Angriffsbälle über erstes Tempo erhalten und das Spiel ihrer Gegner noch besser lesen können beim Block. Und last but not least, Libero Dani Werner mögen wieder ganze Serien von sehr guten Spielen gelingen, in welchen er die Angreifer auf der andern Seite des Netzes schier zur Verzweiflung bringt. Eine ganze Serie von Bedingungen die zum Erreichen des Granfinale erfüllt sein müssen. Utopie? Keineswegs. Trainer Polak hat bereits gezeigt wozu er fähig ist. Und wenn die Spieler nur ganz fest daran glauben, kann auch diesmal wieder ein Wunder geschehen.
Playoff-Runde, Spiel 1: Volley Näfels vs Lausanne UC, Samstag, 26.01. 17:00 linth arena sgu in Näfels



























































































