Volley Näfels blieb gegen bestechendes Lausanne UC ohne Siegchance
Bei Biogas Volley Näfels klappte bei der 1:3 (19:25, 18:25, 25:20, 14:25) Heimniederlage gegen Lausanne UC zu viel nicht zusammen, um den ungeschlagenen Leader in Bedrängnis zu bringen. Die Gäste waren im Vergleich zu den Einheimischen in fast allen Belangen stärker.
In der offiziellen Mitteilung der Sportinformation heisst es: „Der LUC zeigte sich auch in Näfels in bestechender Form und liess den keinesfalls enttäuschenden Glarnern keine Chance. Die Waadtländer sind im Schweizer Männer-Volleyball derzeit unangefochten und demonstrierten ein weiteres Mal ihre Klasse.“ Zumindest die Aussagen zu Lausanne treffen voll ins Schwarze, dies bestätigte auch dessen Trainer Georges-André Carrel, der dieses Spiel als das Beste seines Teams in der bisherigen Saison einstufte.
Selbstvertrauen da – Unsicherheit dort
Dass Biogas Volley Näfels aber keinesfalls enttäuschte, ist eine Aussage, die von den Beteiligten nicht ganz geteilt wird. „Das war nicht gut“, urteilte Trainer Dalibor Polak und erklärte: „Ich bin sehr enttäuscht. Unsere Aussenangreifer spielten schlecht, machten nicht einmal Punkte gegen einer Einerblock. Und wenn ein Doppelblock gegenüberstand, realisierten wir fast keine Punkte.“ Den Grund dieser Schwäche sieht Polak im Selbstvertrauen der einzelnen Spieler. Verstärkt wurde das schwindende Vertrauen auch durch die ungenügenden Annahmen, welche die beiden Zuspieler Gygli und Milanez oft zu Notlösungen mit hohen Bällen auf die Aussenpositionen zwangen. Dort aber stand jeweils der Gegner bereit und hatte wenig Mühe die Angriffe zu verteidigen. Lausanne UC war stets hellwach. Dies gefiel auch LUC Trainer Carrel sehr gut: „Einstellung, Konzentration und Disziplin waren sehr gut. Wir haben viel Respekt vor Näfels und ich habe den Spielern gesagt, dass jeder Ball, jeder Punkt gegen Näfels sehr wichtig ist.“ Dies hat sein Team ausserordentlich gut umgesetzt. Es spielte befreit und mit gestärktem Selbstvertrauen nach dem Erfolg im CEV-Cup gegen die Holländer Landstede Zwolle.
Killer-Floats
Kein Vergleich dazu der Auftritt von Näfels. Kam LUC zum Service, zitterten bei Näfels die Knie. Die Annahme sei dumm gestanden, sagte Polak. Abwehrchef Manuel Sutter bestätigte, dass sie unsicher starteten und dadurch unter Druck gerieten. Er erwähnte aber auch, dass die beiden Mittelblocker extrem gute Float-Services gehabt hätten und erläuterte: „Mit der Zeit wussten wir, wie schwierig diese Service waren. Dies hatte zur Folge, dass wir versuchten der Verantwortung auszuweichen und dadurch das vom Trainer vorgegebene System nicht mehr einhielten.“ Näfels war in dieser Saison aber in dieser Hinsicht in guter Gesellschaft. LUC Captain Julien Carrel dazu: „Alle Mannschaften hatte gegen uns Probleme mit der Annahme. Wir haben wirklich gute Services, das ist eine Stärke von uns.“
Daneben offenbarten sich alt bekannte Schwächen noch stärker als zuletzt. „Der Service war wieder nicht auf der Höhe, dazu machten wir wieder ein paar dumme Fehler zu viel“, analysiert Captain Marco Gygli. Ob die Europacup-Müdigkeit dabei eine Rolle gespielt hätte, verneinte der Captain klar. Kurzum, es war keine gute Leistung von Biogas Volley Näfels. Nur die Mittelblocker und die beiden Zuspieler vermochten zu gefallen. Alles andere war enttäuschend. Trainer Polak fasste das Gezeigte in einem Satz zusammen: „ Es fehlt die Freude am Spiel.“
Matchtelegramm
Lintharena SGU, Näfels, Samstag, 21. November 2015, 18:00
Spieldauer 101 Minuten
Zuschauer: 300
Biogas Volley Näfels – Lausanne UC 1:3 (19:25, 18:25, 25:20, 14:25)
Biogas Volley Näfels:
Startformation: Gygli (Passeur, Captain), Sutter (Libero), Pollock, Friend, Pulko, Ehrat, Martinez
Einwechslungen: Godoy, Walzer, Milanez, Wunderle
Trainer: Dalibor Polak
Assistenz-Trainer: Robin Bhaggan, Mani Müller
Lausanne UC:
Startformation: Julien Carrel (Passeur, Captain), Daniel (Libero), Krba, Dustinac, Klein, Zeller, Djokic
Einwechslungen: Hominal, Petry
Trainer: Georges André Carrel
Assistenz-Trainer: Michel Dufaux, Pierre Berger
SR: Philippe Schürmann, Marcel Sieber



























































































