Montag, 14. März 2022; 07:00
NLA

Volley Näfels bezwingt Luzern erneut

Von: Kai Aebli

Nach dem 3:1 Sieg in der Lintharena wollten die Näfelser Volleyballer auch in Luzern einen Sieg einfahren, um sich vorerst den fünften Rang zu sichern. Nach knapp 80 Minuten sicherte Näfels sich die drei Punkte – Näfels – Luzern: 3:0 (25:20, 25:21, 30:28)


«Diese drei Punkte sind wichtig für uns, um uns eine optimale Ausgangslage für die Spiele gegen Jona und für den fünften Platz zu schaffen», betonte Näfels Coach Vaclavik vor dem Spiel. Doch die angereisten Glarner waren sich sicher, dass Luzern das Spiel nicht einfach kampflos hergeben würde, der klare Sieg nach etwas mehr als einer Stunde kam doch etwas überraschend.

Näfels startete mit Gygli am Pass, Strugar als Diagonal, Zvicer und Goldrin auf Aussen, Ehrat und Nikolov als Mittelblocker und Küng als Libero. Der kolumbianische Überflieger der Luzerner war verletzt. Für ihn stand Ex-Näfelser Porkka auf dem Feld. Komplettiert wurde das Team durch Häfliger in der Mitte, Jukic und Köpfli auf Aussen, Harksen als Passeur, Buivids als Diagonal und Gautschi auf der Libero-Position.

Klare Sache zu Beginn…
Näfels startete besser als im letzten Spiel und konnte sich direkt in Führung spielen. Beim 6:2 schien Luzern etwas aufzuwachen, begann besser und konzentrierter zu spielen. Besonders am Aufschlag machten die Innerschweizer viel Druck, während sie in der Annahme auch sehr stabil blieben und es so den Näfelser Aufschlägern schwierig machten. Doch Näfels machte bedeutend weniger Fehler im Angriff. Nach drei Fehlern in Folge der Gastgeber lautete der Spielstand 17:12 für Näfels. Coach Fölmli reagierte mit einem Timeout, doch der Rückstand war zu gross. Auch der Doppelwechsel mit Moser und Schmid für Harksen und Buivids brachten keine Wende mehr in den ersten Satz, den sich Näfels mit 25:20 sicherte.

So sollte es weitergehen, dachte sich Näfels zumindest. Im zweiten Satz kehrte das Bild jedoch. Luzern startete gut und machte kaum Fehler, während sich bei der Truppe um Captain Ehrat immer mehr Ungenauigkeiten einmischten. Beim 2:5 musste der Tscheche Vaclavik sein Team bereits mit dem ersten Timeout wachrütteln. Näfels musste dem Rückstand stets hinterherhinken, kämpfte sich jedoch Ball für Ball wieder an die Luzerner ran und glich schliesslich mit einem Block von Nikolov zum 12:12 aus. Beim 17:16 doppelte Nikolov mit einem Ass nach. Danach liessen sich die Näfelser nicht mehr abbringen und waren in der Money-Time sehr effizient und fehlerlos im Angriff. So ging auch der zweite Durchgang an die Gäste.

…und enge Geschichte am Ende
Im letzten Satz liessen die Näfelser das Spiel etwas schleifen, waren nicht mehr gleich kaltblütig im Angriff und ungenauer in der Annahme. Näfels geriet in Rückstand und musste gar einen Satzball für Luzern abwehren, doch die Gäste bewahrten einen kühlen Kopf und waren in den entscheidenden Momenten wieder erfolgreich. Diesen Satz konnten sich die Näfelser aber nicht zuletzt dank der 12 Eigenfehler der Gastgeber holen. So gehen die drei Punkte in den Spielen um Rang 5 an Näfels.

Marco Gygli kommentierte die Leistung seines Teams nach dem Spiel: «Wir haben 3:0 gewonnen, das ist das wichtigste. Wir hatten viele Aufs- und Abs, doch wir waren in den wichtigen Phasen konzentriert und fokussiert. So konnten wir Luzern meist etwas auf Distanz halten. Der letzte Satz wurde spannender als er hätte sollen. Luzern nahm sehr gut an, das machte uns das Leben etwas schwer, doch wir haben eine Lösung gefunden und die drei Punkte geholt.»


Matchtelegramm
Biogas Volley Näfels – Concordia Volley Luzern: 3:0 (25:20, 25:21, 30:28)

Bahnhofshalle, Luzern. – Spieldauer: 79 Minuten. – 200 Zuschauer.

SR: Hefti, Wüthrich

Biogas Volley Näfels:
Startformation: Gygli (Passeur), (1 Punkt), Küng (Libero), Zvicer (13), Goldrin (10), Strugar (18), Ehrat (Captain), (7), Nikolov (8)
Einwechslungen:  Aebli K. (Passeur), (0 Punkte), Lienhard (0)

Headcoach: Jan Vaclavik
Assistant Coach: Manuel Stadtmann


Concordia Volley Luzern:
Startformation: Harksen (Passeur, Captain), (1 Punkt), Gautschi (Libero), Jukic (17), Köpfli (9), Häfliger (10), Porkka (4), Buivids (8)
Einwechslungen: Moser (Passeur), (1 Punkt), Döös Tragstadt (4), Osoko (0), Schmid (2)

Headcoach: Marco Fölmli
Assistant: Jorge Garcia Perez

Wieder zurück: Bojan Strugar zeigte rund drei Monate nach seiner Verletzung eine starke Leistung – 18 Punkte und Best Player

Wie gewohnt: Ivan Zvicer kämpfte wie immer wie ein Löwe und buchte 13 Punkte

Sämi Ehrat: Bei seinem drittletzten Spiel für Näfels gab er nochmals sehr viel Gas

Risto Nikolov: Zuverlässiger Punktesammler im Angriff (5), Block (2) und Service (2)

Sehenswerte Pipe: Immer wieder versuchte es Passeur Gygli mit der Pipe, hier zusammen mit Topscorer Ilya Goldrin

Unter Beschuss: Libero Lorenz Küng bei einem der vielen Abwehrversuche, welche Näfels gute Breakmöglichkeiten eintrugen

Sinnbildlich: Die Fähigkeit improvisieren zu können, war in diesem Spiel oft gefragt

Freude über Aufholjagd: Im dritten Satz schaffte Näfels den Ausgleich erst kurz vor der Ziellinie und vermied damit einen vierten Satz

Bangen in der Ecke: Näfels machte es am Ende des dritten Satz nochmals sehr spannend

Unerwarteter Finisher: Passeur Marco Gygli verwertet den Matchball mit einer Finte ins Niemandsland der Luzerner und wird dafür beglückwünscht