Volley Näfels besiegt das überraschend frech aufspielende Lutry
Das Spiel des Leaders Volley Näfels gegen Lutry-Lavaux, den Achten der aktuellen Rangliste, war hart umkämpft und spannend. Der vermeintlich einfache Gegner hielt lange sehr gut mit, ehe sich am Ende der Favorit mit 3:1 (25:21, 25:22, 21:25, 25:21) durchsetzte.
Dalibor Polak, der Spielertrainer von Volley Näfels sah nach dem Spiel trotz des fast zweistündigen Kampfes sehr zufrieden aus und meinte: „Es war das erwartet schwierige Spiel für uns.“ Die Frage, ob es an der Konzentration lag, verneinte Polak: „Lutry spielte gut. Wir haben viele Bälle geschlagen, welche Lutry irgendwie verteidigte. Das verunsicherte uns und führte auch zu unseren Fehlern.“
Der erste Satz des Spiels verlief sehr ausgeglichen. Kaum einmal konnte sich ein Team einen Vorsprung von zwei Punkten erarbeiten. Der Favorit aus Näfels tat sich schwer, war nicht in der Lage seine Klasse in einen deutlichen Vorsprung umzusetzen. Immer wieder konterte Lutry und nutzte seine Chancen konsequent aus. Beim Stand von 18:15 schien es aber um die Waadtländer geschehen zu sein. Doch erneut schafften die Gäste den Ausgleich zum 19:19. Dann aber geriet die Lutry-Annahme mit den Services von Pulko unter Druck. Mit zwei Blockpunkten und einem erfolgreichen Gegenangriff durch die Gebrüder Ilic zog Näfels auf 23:19 weg. Dies reichte, um den Satz mit 25:21 heimzuspielen.
Auch Satz zwei war kein Spaziergang
Nachdem im ersten Satz bereits Ugi Ilic anstelle Polaks im Team stand, kamen für den zweiten Satz auch Gygli und Büsser ins Spiel. Und es schien, dass mit diesen Wechseln Näfels leichteres Spiel hätte, konnten sie doch mit 10:7 in Führung gehen. Kurze Zeit später war dieser Vorsprung jedoch verspielt, mehr noch, die Polak-Truppe geriet mit 13:15 ins Hintertreffen. Noch bevor die Alarmglocken richtig zu läuten begannen, handelte Coach Carolino und brachte Polak und Bedrac ins Spiel. Diese beiden brachten sofort Schwung. Es war Chef Polak persönlich, der mit zwei Hammer-Angriffen und später mit vier tollen Services Näfels mit 21:19 zurück ins Spiel brachte. Und wie schon in Satz eins, reichte dieser Vorsprung aus, um auch Satz zwei mit 25:22 zu holen.
Lutry mit starkem Auftritt
War damit der Widerstand der Gäste vom Genfersee gebrochen? Die Antwort folgte sofort und klar. Lutry packte sein bestes Volleyball aus, machte mit den Services viel Druck uns liess die Annahme von Näfels oft schlecht aussehen. Da zudem die Näfelser Angreifer zu wenig herausragend agierten und nur selten ein Mittel fanden um den Lutry-Block zu packen, setzen sich die Vaudois mit 20:14 ab. Auch der erneute Wechsel des Passeurs - Bedrac kam für Gygli ins Spiel - konnte nicht verhindern, dass Lutry den dritten Satz mit 25: 21 gewann. Die Verantwortlichen von Lutry waren darüber sehr erfreut und meinten, dass das Team sehr gut spielte und die Automatismen in ihrem Spiel immer besser funktionieren würden.
Polak führt sein Team zum Sieg
Dieser Satzverlust war für Näfels ein richtiger Weckruf. Im vierten Satz lief das Spiel zu Beginn endlich so, wie es der Papierform entsprach. Nach variantenreichem und kraftvollem Spiel lautete das Score 7:2. Aber Näfels machte sich kurz darauf das Leben selber schwer. Zehn Eigenfehler stellten Spiel und Resultat auf den Kopf. Der Vorsprung verwandelte sich in einen 16:18 Rückstand. Ein erneuter Kraftakt von Polak mit Angriffen und Jump-Services in Serie wendeten das Blatt zugunsten von Volley Näfels. Mit einem Serviceass auf die Grundlinie beendete Polak, der verdient zum wertvollsten Spieler von Näfels erkoren wurde, den Satz (25:21) und das Spiel.
Das Résumé über das Spiel durch Annahmespieler Toni Kankaanpää fiel sehr kurz aus: „Das Resultat“. Auch sein Kollege Zlatko Pulko äusserte sich skeptisch: „Wir haben von Beginn weg schlecht gespielt und so vermochte Lutry uns sein Spiel aufzuzwingen, was uns immer nervöser machte.“ Die Ursache dafür, so Pulko weiter, liege im Kopf, denn sie hätten schon genügend bewiesen, dass sie es auch anders können. „Aber ich hoffe, dass dies unser letztes Spiel dieser Art war“, blickt er bereits positiv denkend voraus.
Matchtelegramm
Lintharena sgu, 24. November 2012, 17:00
Spieldauer 115 Minuten
Zuschauer: 200
Volley Näfels – VBC Lutry-Lavaux 3: 1 (25:21, 25:22, 21:25, 25:21)
Volley Näfels:
Bedrac (Passeur), Werner (Libero), Ehrat, Pulko, Stefan Ilic, Kankaapää, Ugi Ilic; Gygli, Büsser (Captain), Polak; verletzt: Nico Beeler
Spielertrainer: Dalibor Polak
Coach: Pedro Carolino
VBC Lutry-Lavaux:
Antonin Jaton (Passeur), Corda (Captain), Mathieu Jaton (Libero), Baldy, Maiorana, Smetana, Remy; Ramelet, Ramier, Egger, Patrouilleau (Libero)
Coach: Mathieu Jaton
1. SR : Droguett Francisco
2. SR: Schürmann Philippe



























































































