Volley Näfels auf sportlichen Abwegen
Nach gut einem Monat intensivstem Training in der Halle, gönnten sich die Näfelser Volleyballer einen aktiven Plauschtag in Glarus Süd. Bei schönstem Wetter verbrachten Spieler und Betreuer einen ganzen Tag im Freien, lernten dabei Teile des vielfältigen Touristischen Angebots kennen und hatten sichtlich den Plausch an dieser tollen Abwechslung. Rolando K. Küng
Volleyball. – Anstelle eines Vorbereitungsturniers zogen es Trainer Dalibor Polak und die Vereinsleitung vor, kurz vor dem Saisonstart einen ganzen Tag mal ganz anders zu erleben. Im Vordergrund stand dabei die Teambildung, das Zusammenschweissen der einzelnen Spieler zu einer verschworenen Truppe. Dazu gehört nicht zuletzt auch der Kontakt im zwischenmenschlichen Bereich. Und genau dazu hatten die elf Spieler mit dem Trainer und dem neuen Assistenz-Coach Pedro Carolino (Br) ausgiebig Zeit. Dank eines sorgfältig ausgetüftelten Programms durch Manager Gygli und seiner Crew, erlebte die Mannschaft einen Tag nach dem Motto "alles ausser gewöhnlich". Gygli benutzte die Gelegenheit, nicht zuletzt den Ausländern im Team aus Slowenien, Serbien, Finnland und Tschechien die Schönheiten des Glarnerlands etwas näher zu bringen. Was lag da näher als ein Abstecher in die Berge von Glarus Süd? Genauer gesagt vorerst nach Elm. Auf dem Höhenweg von Obererbs ins Ämpächli lernten die Spitzenvolleyballer auf Schusters Rappen die spektakuläre Landschaft kennen. Doch wirklich grossen Spass hatten die grossen Jungs natürlich während der rasanten Fahrt mit den Mountaincarts und den Trottinetts auf der steilen Bergstrasse hinunter ins Tal. Der eine oder andere mag auch mal eine Kurve etwas unterschätzt haben. Draufgänger sind sie ja alle, diese Volleyballer aus Näfels. Doch zum Glück gelangten letztlich alle wieder mehr oder weniger ohne Schrammen ins Tal um dann nach Schwanden weiterzureisen. Und da stand Golf und Tennis auf dem Programm. Zwar beides Sportarten mit einem Ball, doch schon einiges anders als Volleyball. Dass aber alle über eine gute Ballfertigkeit verfügen, sah man auch hier recht schnell und beim Tennis kam dann, Mann gegen Mann, wieder so richtig der Fighting Spirit auf. Da wollte jeder gewinnen.
Die Spieler als Köche
Ein selbst zubereitetes Nachtessen welches grüppchenweise zubereitet wurde, war für die einen mehr und die andern weniger eine Herausforderung. Aber auch hier stand der Team-Spirit im Vordergrund - gemeinsam ein Ziel zu erreichen und dabei noch die eigenen Frauen zu beeindrucken. Denn diese waren für das Nachtessen ebenfalls eingeladen und mussten für einmal gar nichts tun als geniessen. Das Essen sei vorzüglich gewesen und einige der Spieler hätten gezeigt, dass sie weit mehr als nur Talent im Volleyball besitzen. Glücklich einen interessanten und abwechslungsreichen Tag genossen zu haben, kehrten spätabends alle wieder nach Näfels zurück. Dieser Tag war sicher ein voller Erfolg dank des variantenreichen Programms, der perfekten Organisation und natürlich nicht zuletzt dank des guten Wetters. Ziel erreicht. Die Spieler kennen sich wieder etwas besser und haben einen sehr guten Kontakt zueinander. So dürfte ein solcher Tag in der einen oder andern Form in einem Jahr eine Neuauflage finden.
Jetzt folgt der Start beim Supercup
Schon ab diesem Wochenende ist nun aber fertig mit lustig. Denn jetzt beginnt, mit dem Supercup in Lausanne, schon wieder der Ernst des Lebens. Jedes Jahr steht vor dem ersten Meisterschaftsspiel dieses Turnier auf dem Programm, während welchem sich alle NLA-Teams schon einmal beschnuppern können. Spielte Volley Näfels letztes Jahr, als damaliger Meister, nur gerade zwei Spiele am Sonntag (der Meister ist jeweils direkt für das Halbfinale qualifiziert) welche es beide verlor und damit im 4. Rang klassiert war, ist das heuer für die Näfelser anders. In der Gruppe B spielen sie am Samstag gegen Smash05 Laufenburg und nachher gegen den Gastgeber des Turniers Lausanne UC. Der jeweilige Gruppensieger aus den drei Gruppen steht im Halbfinale zusammen mit dem CS Chênois, wobei in der Gruppe C durch den kurzfristigen NLA-Rückzug des VBC Ecublens nur gerade der TV Schönenwerd und Volley Amriswil stehen.
Turnier als gute Vorbereitung
Für Volley Näfels bestimmt kein Nachteil, bereits am Samstag zwei Spiele austragen zu dürfen. Wobei dasjenige gegen die Fricktaler ein Spiel zum aufwärmen sein sollte um am späten Nachmittag gegen LUC einen ersten wirklichen Test zu bestehen. Der Sieger dieses Spiels steht im Halbfinal vom Sonntag Vormittag, vorausgesetzt er landete auch ein Sieg gegen Laufenburg. "Für uns ist aber dieser Supercup nicht bitterer Ernst", blickt Manager Gygli voraus. "Wir betrachten dieses Turnier als gute Vorbereitung auf das erste Meisterschaftsspiel gegen Lausanne UC in der linth arena". Und wie man ja auch während der letzten Meisterschaft gesehen hat, kann bis im April nächsten Jahres noch vieles geschehen. Wobei man doch noch sagen muss dass der letztjährige Sieger im Supercup am Schluss der Meisterschaft auch der neue Schweizer Meister war. Eher besser als im 6. Rang, im Vergleich zum letzten Jahr, erwartet man die Dragons aus Lugano. Diese heissen ja jetzt EN Gas and Oil Lugano, benannt nach ihrem neuen Titelsponsor. Und ein Blick auf die Spielerliste verspricht, dass die Tessiner auch in der kommenden Saison wieder an der Spitze mithalten werden.
Wer wird Titelsponsor?
Volley Näfels befindet sich nach wie vor auf der Suche nach einem Titelsponsor, nachdem Seat die langjährige, ausgezeichnete Zusammenarbeit auslaufen liess. Ob sich diese neue Konstellation auf die Leistungsstärke von Volley Näfels auswirken wird, kann man bereits dieses Wochenende ansatzweise sehen. Die Mannschaft fiebert dem Start entgegen und freut sich, nach der langen Trainingsphase nun endlich auch wieder Wettkampfspiele bestreiten zu können.


























































































