VKP Bratislava landet klaren Turniersieg über die Nati
Noch im Gruppenspiel gewannen die Rotjacken unter Trainer Bolle gegen Bratislava. Im grossen Finale zeigten die Slowaken aber ihre Klasse und gewannen nicht zuletzt dank grösserer Frische und besserer Kondition. Dieser Turniersieg geht in Ordnung. Als Ersatzteam angetreten, war Bratislava ganz klar ein Gewinn für das diesjährige Wiggispark Volley Open in Näfels.
Zugfahrt verhilft zum Turniersieg
„Dank unserer Anreise im Zug, übrigens zum ersten Mal in unserer Klubgeschichte, waren wir über das ganze Turnier frischer und dies war der entscheidende Faktor zum Turniergewinn“. Trainer Ivan Husar zeigte sich sehr glücklich über den Sieg seines Teams. Umsomehr, als er mit Bratislava vor zwei Jahren nicht wirklich eine gute Figur machte. Als Ersatz für das kurzfristig ausgestiegene Team aus Niederösterreich angetreten, überraschten die Slowaken mit ihrem Auftritt die vielen Volleyballfans äusserst positiv. Sie stellten die Mannschaft mit dem besten Service, dem höchsten Block und mit Diagonalspieler Jan Ventruba auch den auffälligsten Spieler des Turniers. Da war auch die 1:2-Niederlage vom Vortag gegen den heutigen Finalgegner, das Schweizer Nationalteam kein Handicap. Für jeden Spieler wohl, gingen die neun gespielten Sätze bis zu diesem Finalspiel an die Substanz. Jetzt sollte sich herausstellen, welche Mannschaft die bessere Kondition, die grösseren Kraftreserven haben sollte.
Wieder Niederlage im Startsatz
Im Startsatz lagen beide Teams lange Zeit fast gleichauf. Dann aber verpasste Adi Schläpfer seinen Angriffspunkt und es stand anstatt 18:19 nun plötzlich 17:20. Zwei weitere Fehler im Angriff folgten kurze Zeit später und schon kam die Entscheidung. In dieser stand Captain Bruschweiler im Rampenlicht. Zuerst wehrte er den ersten Satzball mit seinem erfolgreichen Angriff ab um gleich danach mit einem Fehler, wieder im Angriff, Satz eins den Slowaken zu überlassen.
Die Money Points nicht gemacht
Der nächste Satz sah zu Beginn so aus, als könnte die Nati eine Reaktion zeigen auf die eher unerwartete Niederlage des ersten Satzes. Beide Teams punkteten regelmässig bis zum Gleichstand bei 16:16. Dann aber gelangen Bratislava erneut vier Punkte in Serie und damit war, wie vorher, die Entscheidung bereits wieder eingeleitet. Da kam auch das Aufholen durch ein Service Ass von Mittelblocker Willi auf 19:21 zu spät, denn in der Folge zeigte Bratislava wieder klar, dass sie auch diesen Satz nicht mehr aus den Händen geben wollten. Libero Rutishauser war beim zweiten Satzball zwar noch dran, doch Raffaelli konnte die Kugel nicht mehr spielen und damit war auch dieser Umgang Geschichte.
Satz drei bringt Turniersieg
Ein früher Rückstand mit fünf Punkten, liess nicht mehr viel Gutes erahnen für das Schweizer Team. Zu druckvoll servierten die Gäste aus Osteuropa und zu klar war jetzt auch sichtbar, dass sie über die noch grösseren Reserven verfügten. Doch wenn man der Nati eines nicht vorwerfen kann, dann ist es der mangelnde Kampfgeist. Und was niemand geglaubt, wurde doch noch Tatsache. Die Bolle-Truppe buchte sage und schreibe sechs Punkte in Serie und war nun plötzlich in Führung mit 22:21. Ob es wohl doch noch zu einem Satzgewinn reichte? Die Zuschauer auf den nun voll besetzten Rängen, freuten sich schon auf einen weiteren Satz. Doch leider etwas zu früh, denn Jan Ventruba, wer denn sonst (?), war es, welcher den vierten Matchball zum 0:3-Sieg für den VKP Bratislava mit einem weiteren wuchtigen Angriffsball versenkte.
„Die Zuschauer haben vier ausgeglichene Mannschaften am Werk gesehen und es freut mich ausserordentlich, dass sich unser Team doch noch mit einem Sieg ohne Satzverlust den dritten Platz sichern konnte“, meinte ein zufriedener Manager Ruedi Gygli. „Es war vor allem wichtig unsere Mannschaft spielen zu lassen, daher ist auch mein Fazit sehr positiv“, waren die anerkennenden Worte von Trainer Carvalho. Trotz der vielen Absenzen sei das Turnier wichtig gewesen und seine jungen Spieler hätten ihm viel Freude bereitet.
Matchtelegramm
Schweizer Nati vs VKP Bratislava 0:3 (22:25, 22:25, 24:26)



























































































