Viele Fragezeichen bei Volley Näfels vor dem Heimspiel gegen LUC
Biogas Volley Näfels trifft heute Abend im SGU auf Lausanne UC. Statt um die Qualifikation für den Play-off-Final kämpft Näfels darum, die Saison nicht bereits in Kürze beenden zu müssen.
Die beiden Niederlagen gegen den TV Schönenwerd wirkten auf die Spieler von Biogas Volley Näfels wie ein Schock. Sie waren fassungslos, aber auch verärgert, dass der Finalzug eben ohne sie abgefahren ist. In der Kabine war es ruhig, es gab keine lauten Worte, keine Anschuldigungen, nichts flog durch die Luft. Noch vor einer Woche war die Ausgangslage derart gut. Doch nach diesen zwei Niederlagen rutschte Näfels auf Rang vier ab und der Rückstand auf den zweiten Rang wuchs auf sieben Punkte an.
Freude oder Frust?
Dies ist eine zu grosse Hypothek, um noch vom Final zu träumen. Die Zielsetzung muss angepasst werden. „Jetzt ist der dritte Rang ein Muss, damit wir sicher auch im nächsten Jahr im Europacup spielen können“, erklärt Teammanager Ruedi Gygli.
Damit der dritte Rang anvisiert werden kann, muss Näfels ab heute Abend ein anderes Gesicht zeigen als noch am Samstag und punkten. Doch die bange Frage ist, wie Trainer und Spieler den samstäglichen Schock verarbeitet haben. In welcher mentalen Verfassung wird Biogas Volley Näfels heute Abend in der heimischen Lintharena gegen LUC Volleyball antreten. Trotzreaktion oder Resignation, Vertrauen oder Unsicherheit, Freude oder Frustration, was wird sich durchsetzen?
Trainer Polak ist gefordert
Nicht nur der Kopf, sondern auch die spielerischen Mittel liessen in den letzten Begegnungen zu wünschen übrig. Wo sind die Monsterblocks, welche noch vor wenigen Wochen das Spiel von Näfels prägten? Nicht nur gegen Schönenwerd, bereits in Amriswil war davon kaum noch etwas übrig geblieben. Die gegnerischen Angreifer hatten ein leichtes Spiel, konnten ihre Smashes mitten im Feld von Näfels versorgen, da der Block der Glarner an einen Emmentaler erinnerte, löchrig und schwerfällig. Die Feldverteidigung hatte so praktisch keine Chance, sich auszuzeichnen. Gelang es den beiden Defensivkünstlern Meyer oder Sutter trotzdem einen Ball zu fischen, versagten danach die Angreifer beim Gegenangriff. Näfels brauchte gefühlte zehn Chancen um einen Breakpunkt zu erzielen. All dies passt nicht mit den selbst gesetzten Ansprüchen von Volley Näfels zusammen. Dass das Team von Trainer Polak auf einem hohen Niveau erfolgreich spielen kann, hat es mehrfach bewiesen. Dass dies ausgerechnet in der entscheidenden Phase der Saison nicht mehr möglich ist, ruiniert die ganze Saison. Es ist Polaks Aufgabe einen Strich unter das Geschehene zu ziehen und den Knoten wieder zu lösen. Nur wenn die Spieler befreit sind, kann Biogas Volley Näfels wieder als Team auftreten und damit doch noch einem erfolgreichen Saisonabschluss entgegenblicken. Gustavo Meyer erklärt, was für die Kehrtwende nötig ist: „Wichtig ist, dass alle positiv sind. Noch haben wir unsere Chance.“
Biogas Volley Näfels – LUC Volleyball
Linthalle SGU, Näfels, Mittwoch 11. März 2015, 19:30



























































































