U-20 EM in Scheveningen: Sensationeller Auftritt von Sutter-Quadt
Das Ziel der Gelegenheitsmannschaft Roman Sutter-Konstantin Quadt war vor dem Turnier ein 5. Rang. Da dieser nun geschafft ist, dürfen die beiden über die Bücher und nach Höherem trachten. Heute Sonntag spielen sie gegen die Nr. 3 des Turniers, die Polen Kadziola-Szalaniekewicz. Vorher gelangen aber Siege über Finnland, Slowakei, Österreich, Russland und Lettland.
Bild: rkk-Konstantin Quadt hier beim Angriff gegen den zweifachen Weltmeister Pará aus Brasilien ist zwar (noch) nicht bei SEAT Volley Näfels, aber wer weiss schon was die Zukunft bringt?
Roman Sutter’s Standartpartner Sébastien Chevallier ist für diese Europameisterschaft bereits zu alt und so hat Swiss Volley mit Konstantin Quadt einen valablen Ersatz an die Seite von Sutter delegiert. Nach nur sehr wenig gemeinsamem Training starteten die einzigen Schweizer Vertreter eher verhalten ins Turnier. Trotzdem gelang es ihnen aber resultatmässig mitzuhalten. Die einzige Niederlage in der Gruppenphase mussten sie gegen die topgesetzten Deutschen Erdmann-Klass hinnehmen. Das war aber nicht weiter schlimm, denn in der nächsten Runde gelang bereits ein überzeugender Sieg gegen Berger-Haidbauer (Aut), welcher sicher sehr gut war für das Selbstvertrauen. Da konnte ganz offensichtlich auch die klare 2. Runden-Niederlage gegen die Franzosen Lyneel-Thesee nicht mehr daran rütteln. „Sie drückten uns ihr Spiel auf und wir konnten nicht so gut servieren gegen sie“. Aber nun folgten im Verlierer-Tableau weitere zwei Siege gegen Lettland und Russland. „Gegen die Letten haben wir eigentlich schlecht gespielt, wir lagen im ersten Satz mit 13:8 hinten, konnten aber trotzdem noch 26:24 gewinnen“, berichtete Roman Sutter per live-chat aus Holland. Im Tie Break seien sie noch einmal mit 9:11 im Rückstand gelegen und konnten auch dieses Ding noch einmal zu einem letztlich klaren 15:12 drehen. „Wir haben immer die Nerven bewahrt und unseren Gegner dadurch jeweils zum Schluss doch noch geknackt,“ meinte Konstantin Quadt nicht ohne Stolz.
Mit hohem Block die Sonne verdunkelt
Der Sieg gegen die Russen Kostyukhin-Pastukhow als Nr. 7 des Turniers war aber um einiges deutlicher. „Wir haben perfekt gespielt,“ war der Kommentar Sutter’s. Partner Quadt berichtet, dass sie ja im ersten Satz noch einen grossen Rückstand wett gemacht hätten den sie sich durch ein wenig effizientes Side-out-Spiel einhandelten. Aber wenigstens sei ihr Block- und Verteidigungsspiel schon sehr gut eingestellt gewesen und dank diesem hätten sie dann Satz eins auch noch mit 21:19 gewinnen können. Der knappe Verlust und die Art wie er zustande kam, war wohl für die Russen zuviel. Im zweiten Satz wurden sie von den Schweizern regelrecht vorgeführt. „Roman hat die grosse Mauer am Netz aufgestellt und den Russen regelrecht die Sonne verdunkelt und ich habe hinten aufgewischt,“ meinte Quadt verschmitzt über das Husarenstück, das die beiden gegen die favorisierten Russen geritten sind. So macht das sicher Spass zu spielen und da kann auch der starke Wind nicht mehr mitreden.
Nun winkt Halbfinale
Da sie nun ja eigentlich ihr Ziel eines 5. Ranges erreicht hätten, beschlossen sie, das frühmorgendliche Spiel gegen die Polen auch noch zu gewinnen. Gelinge es ihnen die Schwankungen im Side-out-Spiel noch wegzubringen, könnten sie wohl gegen jedes der Teams in diesem Turnier bestehen. Die beiden klingen euphorisch, was bei diesem Turnierverlauf auch nicht weiter verwundert. Ihr Auftritt ist grossartig und konnte unter den gegebenen Vorzeichen auch nicht unbedingt erwartet werden. Gelingt auch noch der Sieg gegen die Polen, wartet im Halbfinal bereits Italien mit der Paarung Giontella-Nicolai auf sie. Aber bis es soweit ist, pflegen die beiden noch aktive Erholung. „Genug der langen Reden, nun geht es ab in den Whirlpool,“ schreiben sie und verschwinden aus dem Chat um sich den angenehmen und wirklich wichtigen Dingen des Lebens zuzuwenden.



























































































