Sonntag, 17. November 2013; 10:37
3. Liga Männer

Trotz heftiger Gegenwehr 3:1 verloren

Von: Ernesto Gygli

Zu ihrem ersten Auswärtsspiel musste Näfels V zu später Stunde in Walenstadt antreten. Man wusste um die Stärke des Gegners und spannend war auch, zu sehen, wie die Jungs zu dieser für sie komplett ungewohnten Tageszeit agieren würden.

 

Tatsächlich war der erste Satz noch ein wenig wechselhaft: gute Aktionen lösten sich ab mit dummen Fehlern und die sehr gut eingespielten Gegner konnten sich schnell einen bequemen Vorsprung herausspielen. Dann setzte Fabian Hauser verschiedene Male mit guten Blockaktionen Akzente, was zur Folge hatte, dass Walenstadt weniger agressiv angreifen konnte. Zudem hatte die Näfelser Annahme sich gefestigt und von diesem Moment an fand sich das Team zu ihrem gewohnten variantenreichem Spiel. Passeur Damian Gygli hatte schnell entdeckt, wo die Schwächen im gegnerischen Block steckten und vor allem Nico Süess konnte über die Positionen 1 und 2 regelmässig Punkte liefern. Allerdings hatten die Näfelser zu spät gestartet und Walenstadt konnte den ersten Satz noch heimspielen.

Im zweiten Spielabschnitt blieb Näfels das Team, welches permanent Druck aufsetzte, so dass der Gegner nur selten einen normalen Angriff bringen konnte, was allerdings mit einem äusserst intelligenten Fintenspiel kompensiert wurde, welches die Näfelser Verteidigung vielfach überforderte. Wie häufig zu sehen in Jugendteams, machten die Näfelser die Punkte für beide Mannschaften: mit herrlichen, schnellen Angriffsaktionen für sich und mit regelmässigen Angriffsfehlern für die Gegener…

Gegen Satzende folgte das Highlight des Matches, als Näfels einen 17:24 Rückstand noch in einen unglaublichen 34:32 Sieg umwandelte, und dies, obwohl Walenstadt mit keinem einzigen Eigenfehler mithalf. Endlich spielten die Näfelser trotz dem Spielstand völlig normal und holten Punkt um Punkt auf und wehrten dabei insgesamt 12 Matchbälle ab, bis ein As ihres Spielmachers das Drama beendigte.

Nach dieser tollen Leistung machten die Näfelser dort weiter, wo sie aufgehört hatten. Schnell wurde im dritten Satz ein Vorsprung von 6 Punkten herausgespielt. Ab Mitte des Satzes wurde den meisten Stammspielern eine Verschnaufspause gegönnt, was prompt zur Folge hatte, dass die Gegner wieder rankamen. Das Spiel verlief jetzt sehr ausgeglichen. Walenstadt hatte sich etwas besser auf die Näfelser Angriffsvarianten eingestellt und die erfahrenen Spieler säten mit ihren unberechenbaren Finten immer wieder Unruhe im Hinterfeld. Das Näfelser Spiel lief jetzt mehr über die Aussenangreifer Elia Franc und Lorenz Küng, doch auch Simon Noser und Fabian blieben über die Mitte gefährlich. Der Satz blieb schlussendlich mit 21:25 in Händen der St. Galler, und auch der vierte Satz verlief ähnlich.

Zusammenfassend kann man sagen, dass die Näfelser Jungs ihre beste Saisonleistung zeigten, welche vielleicht zu wenig belohnt wurde. Dass gegnerische Team musste alle Register tätigen und konnten in grossen Teilen des Matches dem Näfelser Druck nichts entgegensetzen.

Libero Nicola Hauser und Passeur Damian Gygli spielten sehr solide, so dass vor allem an der Fehlerquote im Angriff noch herumgefeilt werden muss. Einziger Abstrich im Spiel ist die teilweise zu statische Verteidigung, wo noch zu wenig gelesen und antizipiert wird. Das Beste: es wurde gekämpft!!


Matchtelegramm:

Näfels – Walenstadt: 1 : 3  (20:25, 34:32, 21:25, 20:25), 96 min.

Elia Franc, Lorenz Küng, Fabian Hauser, Nicola Hauser, Damian Gygli, Nico Süess, Ruben Kubli, Blinor Azemi, Nicolas Emmenegger, Simon Noser, Severin Huber