To be or not to be
SEAT Volley Näfels spielt dieses Wochenende eine Doppelrunde um die Qualifikation der Playoff-Finals. Am Samstag folgt der schwere Gang nach Genf zum CS Chênois und am Sonntag um 17.00 Uhr empfängt Schweizermeister Näfels den aktuellen Leader TV Schönenwerd im heimischen sgu in Näfels.
Volleyball. – Nach einem weiteren Unterbruch von einer Woche - der Spielplan für den Vierten der Vorrunde hätte schlechter nicht sein können - startet nach der Niederlage im Cupfinal vor zwei Wochen für SEAT Volley Näfels diese Quali-Runde noch einmal neu. Und dies auch gleich wieder mit einem Doppelpack. Dazu kommt, dass die Spieler nach der späten Rückreise aus Genf wegen des Wechsels auf die Sommerzeit noch eine zusätzliche Stunde Schlaf hergeben müssen. So stehen also die Vorzeichen vor diesen zwei entscheidenden Spielen alles andere als gut und man fragt sich ernsthaft: Wie kann SEAT Volley Näfels in Genf gewinnen? Bisher spielten die letztjährigen Finalgegner dreimal gegeneinander und jedesmal gewann Chênois. So auch vor gut zwei Wochen, wenn auch äusserst knapp. Und gerade an dieser knappen Niederlage könnte Näfels anknüpfen um die paar wenigen Fehler zuviel, diesmal nicht mehr zu machen. Wie genau gegen dieses Chênois gespielt werden muss, das weiss die Polak-Truppe ganz genau. Auf jeden Fall in der Theorie. Aber da steht halt vor allem ein Carlos Guerra auf der andern Seite des Netzes und gegen ihn hat jede Blockabwehr und jede noch so gute Rückraumverteidigung einen schweren Stand. So war auch er beim klaren 3:0-Sieg seiner Mannschaft vor Wochenfrist, über das Team der Stunde Pallavolo Lugano, der tonangebende Spieler. Ihn zu stoppen muss das Ziel sein. Und will sich SEAT Volley Näfels die eigene Chance zum Einzug in die Finalspiele noch offen halten, müssen da aus Genf ganz einfach drei Punkte zurück ins Glarnerland gebracht werden. Dalibor Polak ist vieles zuzutrauen und seinem Team in Topform erst recht. Das haben die Jungs um Coach Matus Kalny im Januar gezeigt. Da war von Januar-Loch überhaupt nichts zu spüren, das Team spielte grossartig und erreichte alle seine gesteckten Ziele. Doch dann kam der Unterbruch von drei Wochen und seither war irgendwie alles wieder anders.
Selbstvertrauen zurückholen
Das sah man auch am Cupfinal. Denn auch dieser wurde nicht zwingend verloren, es war eher eine Frage des Selbstvertrauens. Auf jeden Fall musste man sich nicht einem Volley Amriswil beugen, welches in einer andern Sphäre gespielt hätte. Und genauso verhält es sich mit der Niederlage gegen Chênois. Die Spieler waren nahe dran und hätten das Spiel genausogut gewinnen können. Und genau diese Tatsache muss den Spielern bewusst werden, damit sie daraus das nötige Selbstvertrauen schöpfen können um diese Doppelrunde erfolgreich zu meistern.
Psychologischer Vorteil bei Näfels
Schon am Sonntag folgt dann das Spiel gegen den jetzigen Leader, den TV Schönenwerd. Die Solothurner haben Anfang März zuhause gegen SEAT Volley Näfels erneut verloren. (wie schon im Cup) Auf diese Heimniederlage folgte eine Klatsche im Tessin gegen die Dragons. Da tauchte die Truppe um Jan Schnider sang- und klanglos mit 0:3 Sätzen ab. Jederman sah jetzt den grossen Einbruch des bisherigen Überraschungsteams gekommen. Doch dieses wurde seinem Ruf gerecht und überraschte bei Volley Amriswil erneut. Auswärts bezwangen die Spieler unter der Führung ihres erstklassigen Passeurs Denis Milanez den frischgebackenen Cupsieger, wenn auch nur hauchdünn so nicht minder überraschend. Damit sind also auch die Solothurner wieder zurück im Kampf um einen der beiden Finalplätze, um welche sich ja sämtliche fünf besten Schweizer Volleyball Mannschaften gegenseitig munter die Punkte abknöpfen. Jeder schlägt jeden, so scheint die Losung. Zum Glück wird auch der TV Schönenwerd am Samstag kein "Schoggi-Spiel" absolvieren können, denn es geht für die Niederämter darum, sich für die Klatsche im Tessin zu revanchieren. Und man kann davon ausgehen, dass also auch Schönenwerd mit etwas müden Beinen in die linth arena kommen wird. So besteht mindestens in diesem Aspekt sicher Chancengleichheit. Betrachtet man den psychologischen Faktor, scheinen die Glarner im Vorteil zu sein. Bisher konnten sie drei von vier Spielen gewinnen und haben somit die beste Bilanz aller NLA-Teams gegen die Schützlinge von Trainer Marco Bonaria.
Bleibt Näfels im Rennen?
Viel zu deuteln gibt es ohnehin nicht, denn dieses Wochende wird entscheiden, ob SEAT Volley Näfels auch heuer wieder um den Titel spielen wird und diesen in der Folge eventuell sogar verteidigen kann. Sechs Punkte sind das Ziel. Dies zu schreiben ist sehr einfach. Das Ziel aber zu erreichen mehr als schwierig. Doch zutrauen darf man es der Polak Truppe schon, denn genau wie im Januar, kann diese Mannschaft auch jetzt wieder gestärkt aus der Mini-Pause zurückkommen und ein weiteres Mal ihr grosses Ziel erreichen.


























































































