Sonntag, 26. September 2010; 16:18
Allgemein

Supercup Lausanne: Resultat wie erwartet

Von: Rolando K. Küng

Volley Näfels erfüllt mit einem 5. Rang in Lausanne die Erwartungen, verpasst aber das Spiel um Bronze ebenfalls nur knapp. Ohne Captain Gustavo Meyer und Mittelblocker Thomy Büsser, erreichten die Glarner noch nicht die volle Leistung. Mit dem Gezeigten konnte man aber durchaus zufrieden sein.

 

 

Mit zwei Siegen, einer 0:2-Niederlage gegen Volley Amriswil und einer knappen Pleite am Samstag gegen Aufsteiger Schönenwerd, erreichten die Näfelser schliesslich den fünften Platz. Dies entspricht den Erwartungen im Vorfeld, welche ja nicht darauf deuteten das Finale zu erreichen. Diese Rolle blieb den beiden Spitzenteams vorbehalten, welche schon jetzt das gesamte Kader beisammen haben und so zweifellos einen Vorsprung hatten. Namentlich Gastgeber Lausanne UC mit der Absenz von Carlos Guerra und eben auch Volley Näfels mit dem Fehlen von Gustavo Meyer konnten so noch nicht voll aufdrehen. Beide Mexikaner stehen mit ihrer Nati in Italien an der WM im Einsatz und hatten einen grossen Auftritt, indem sie die USA an den Rand einer Niederlage brachten. Trotz dieser wichtigen Absenz bewegte sich aber der gesamte Supercup auf einem ansprechenden Niveau und es zeichnet sich ab, dass die NLA niveaumässig dieses Jahr eher höher eingestuft werden kann als letztes Jahr.

 

 

Lugano’s Strohfeuer dauerte genau einen Satz

 

Pallavolo Lugano startete in Spiel eins gegen die Glarner wie die Feuerwehr. Rasch lag die Polak-Truppe mit ein paar Punkten im Rückstand. Und trotz Aufholjagd ging der Satz knapp in der Verlängerung mit 28:30 verloren. Jetzt aber konnten die Spieler um Interimscaptain Marc Walzer ihren Gegner schon weitaus besser einschätzen und gewannen Satz zwei klar mit 25:15. Und auch im Tiebreak stand eigentlich schon früh fest, dass dieses Spiel eine Beute der Glarner werden würde. Mit 15:11 ging das Tiebreak an die Näfelser und damit begann auch die Serie von vier Niederlagen für die Ticinesi.

 

 

Niederlage in Spiel zwei kam überraschend

 

Gegen Aufsteiger Schönenwerd (mit Jan Schnider, dem Ex-Näfelser) buchte Volley Näfels zwar gesamthaft vier Punkte mehr, aber nach Sätzen reichte das trotzdem nicht zum Sieg. Die Solothurner spielten unbeschwert auf und wurden vom Rückkehrer in die Schweiz, dem Brasilianer Denis Milanez am Pass mustergültig dirigiert. Nach dem klaren Sieg im zweiten Satz konnte man annehmen, dass die Näfelser Volleyballer auch das Tiebreak gewinnen könnten. Doch diesmal klappte das nicht und mit der Niederlage war eigentlich auch schon klar, dass man am Sonntag schon früh (10.00 Uhr!) um den fünften Platz spielen würde.

 

 

Zeitweise nur Ausländer bei Volley Amriswil

 

Denn nach dem Auftritt in den ersten zwei Spielen von Volley Amriswil gegen Schönenwerd und Lugano konnte eigentlich niemand annehmen, dass die Thurgauer gegen das dezimierte Näfels würde verlieren können. Trotzdem wurde es zum Schluss des zweiten Satzes noch einmal richtig spannend. Volley Näfels stemmte sich gegen die drohende Zwei-Satz-Niederlage indem es zu zwei Satzbällen kam. Beide wurden aber nicht verwertet und die höhere Klasse der Ostschweizer brachte diesen schliesslich den Sieg und damit auch die Finalteilnahme. Schade war nur, dass zeitweise kein einziger Schweizer Spieler mehr auf Amriswils’ Seite stand und dies entspricht einer Verletzung des Gentlemans Agreement.

 

 

Pflichtsieg am Sonntag bringt Platz 5

 

Der zweite Aufsteiger in die höchste Spielklasse, der VBC Münchenbuchsee war in dieser Aufstellung und Verfassung eigentlich kein Gradmesser für Volley Näfels. Aber die Berner sind ebenfalls noch nicht komplett und so kann von der Leistung am Supercup auch noch kein Schluss auf die nun beginnende Meisterschaft gezogen werden. Die ersten beiden Sätze wurden aber locker eine Beute der Näfelser. Jetzt spielte auch Michi Brander in der Annahme anstelle von Márcio Sinotti, der am Vortag einmal mehr zeigte, wieviel Klasse er wirklich hat. Aber auch der jüngere der beiden Brander-Brüder machte seine Sache mit zunehmender Dauer des Spiels immer besser. Der Gegner war auch ideal für ihn, Vertrauen zu gewinnen und so spielte er namentlich im Angriff praktisch fehlerfrei. Wie wenn die gespielten acht Sätze vom Vortag noch nicht genug gewesen wären, verlor die Polak-Truppe den dritten Satz um damit noch in den Genuss eines vierten zu kommen. Im Schlusssatz liessen die Favoriten aber nichts mehr anbrennen und gewannen diesen klar mit 25:20 und damit das Spiel mit 3:1.

Schon oft war es so dass der Supercup von den Klubs in seiner Wichtigkeit dem Erfolg gleichgesetzt wurde. In den Zeiten der grössten Erfolge wurden die vielen Siege im Supercup von Volley Näfels jeweils fast wie ein richtiger Titel gefeiert. Nun geht aber das Abschneiden mit dem fünften Rang, wie übrigens auch im letzten Jahr, völlig in Ordnung, zumal der Einzug in den Match um Bronze nur knapp daneben ging. Die Leistung in Lausanne zeigt gesamthaft noch bei weitem nicht das ganze Spielvermögen von Volley Näfels, schürt aber rein vom Ergebnis her gesehen auch keine allzu grossen Erwartungen für die jetzt beginnende Saison.

 

 

Seat Volley Näfels: Trainer Dalibor Polak, Coach Mani Müller; Brander F. und M., Gygli, Bedrac, Walzer, Roosewelt, Sinotti und Werner.

 

 

Männer

 

Samedi 25 septembre : matchs en deux sets gagnants

 

 

 

 

 

 

 

Volley Amriswil

-

TV Schönenwerd

2 - 0

(25-22;25-23)

 

 

CS Chênois

-

VBC Münchenbuchsee

2 - 0

(25-21;25-22)

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Seat Volley Naefels

-

PV Lugano

2 - 1

(28-30;25-15;15-11)

 

 

LUC Volleyball

-

Smash05 Laufenburg-Kaisten

2 - 0

(28-26;25-16)

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Volley Amriswil

-

PV Lugano

2 - 0

(25-11;25-14)

 

 

CS Chênois

-

Smash05 Laufenburg-Kaisten

2 - 0

(25-16;25-19)

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Seat Volley Naefels

-

TV Schönenwerd

1 - 2

(21-25;25-12;10-15)

 

 

LUC Volleyball

-

VBC Münchenbuchsee

2 - 0

(25-18;25-23)

 

 

 

 

 

 

 

 

 

PV Lugano

-

TV Schönenwerd

0 - 2

(20-25;22-25)

 

 

Smash05 Laufenburg-Kaisten

-

VBC Münchenbuchsee

0 - 2

(26-28;22-25)

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Volley Amriswil

-

Seat Volley Naefels

2 - 0

(25-19;27-25!!)

 

 

CS Chênois

-

LUC Volleyball

2 - 1

(23-25;25-18;15-13)

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Rangliste Gruppe A

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

1

Volley Amriswil

 

 

 

 

 

2

TV Schönenwerd

 

 

 

 

 

3

Seat Volley Naefels

 

 

 

 

 

4

PV Lugano

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Rangliste Gruppe B

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

1

CS Chênois

 

 

 

 

 

2

LUC Volleyball

 

 

 

 

 

3

VBC Münchenbuchsee

 

 

 

 

 

4

Smash05 Laufenburg-Kaisten

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Dimanche 26 septembre : matchs en trois sets gagnants

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

PV Lugano

-

Smash05 Laufenburg-Kaisten

3 - 2

(24-26;25-20;14-25;25-21;21-19)

 

 

Seat Volley Naefels

-

VBC Münchenbuchsee

3 - 1

(25-16;25-17;20-25;25-20)

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Match pour la 3ème place : matchs en trois sets gagnants

 

 

 

 

 

 

 

 

 

TV Schönenwerd

-

LUC Volleyball

1 - 3

(25-16;22-25;25-27;20-25)

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Finale : matchs en trois sets gagnants

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Volley Amriswil

-

CS Chênois

2 - 3

(25-14;21-25;27-25;15-25;6-15)

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Schlussrangliste

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

1

CS Chênois

 

 

 

 

 

2

Volley Amriswil

 

 

 

 

 

3

LUC Volleyball

 

 

 

 

 

4

TV Schönenwerd

 

 

 

 

 

5

Seat Volley Naefels

 

 

 

 

 

6

VBC Münchenbuchsee

 

 

 

 

 

7

PV Lugano

 

 

 

 

 

8

Smash05 Laufenburg-Kaisten

 

 

 

 

 

 

Team SEAT Volley Näfels 2010/11 (es fehlen: Gustavo Meyer und Thomy Büsser)