Donnerstag, 6. Juli 2006; 19:30
Allgemein

Stefan Kobel - Rücktritt per Ende Saison - "Ein grosses Vorbild für alle Sportler..."

Von: Webseite Kobel/Heuscher

Für manche mag es ein Schock sein, viele sind überrascht, andere haben es vielleicht erahnt: 2006 wird für Stefan Kobel (32) zur letzten Saison als aktiver Beachvolleyball-Profi. "Steff war und ist ein Vorbild für alle Sportler. Seinen Rücktritt bedauern wir sehr!", so Roger Schnegg, Direktor von Swissvolley.


Die Gründe für den Rücktritt sind verschiedener Natur. Einerseits verhindern vermehrt auftretende kleinere Verletzungen und Abnützungserscheinungen ein optimales Training. Andererseits spürt Steff eine gewisse Wettkampfmüdigkeit. Die Vorstellung noch zwei weitere Jahre auf diesem Wettkampfniveau zu bleiben, ist für den Tösstaler zu einer zu grossen Hürde geworden.

"Nach dieser Saison aufzuhören, ist für mich der richtige Zeitpunkt. So kann ich ein positives Fazit meiner Karriere als Spitzensportler ziehen", meint Steff zu seinem Rücktritt nach über zehn Jahren Beachvolleyball-Karriere.

Patrick Heuscher verliert mit Steffs Entscheid seinen langjährigen Beachpartner: "Ich konnte mich die letzten zehn Jahre jeden Tag auf Steff verlassen. Ohne Steff wäre ich nie zu dem Spieler geworden, der ich jetzt bin. Uns verbindet ganz Vieles, und für ganz Vieles bin ich Steff sehr dankbar - Danke, Steff!" Wer Patricks neuer Partner werden könnte, ist noch offen.

Auch Trainer und Coach Patrick Egger betrifft Steffs Entscheid markant - das Erfolgstrio wird es Ende der Saison nicht mehr geben: "Mit dem Rücktritt von Steff geht dem Schweizer Sport und insbesondere Swiss-Volley ein herausragender Spitzensportler verloren. Er hat es verstanden, ganz gezielt und konsequent auf ein Ziel hinzuarbeiten und dieses auf eine sympathische Art zu erreichen. Ich werde die Arbeit mit Steff vermissen."

HK-Fanclub-Präsident Martin Büchler spricht aus, was vielleicht für die ganze HK-Fangemeinde gilt: "Das hätte ich nicht erwartet, ich bin sehr überrascht. Gerne hätten wir HK bis nach Peking begleitet - es ist sehr schade, dass es dazu nicht mehr kommen wird!"

Stefan Kobel wird dem Schweizer Beachvolleyball aller Voraussicht nach erhalten bleiben: "Swissvolley verliert einen Weltklasse-Athleten - wir freuen uns aber auch sehr, dass Stefan bereits sein Interesse an einer Zusammenarbeit mit uns im Trainerbereich signalisiert hat", sagt Direktor von Swissvolley, Roger Schnegg. "Ja, ich freue mich auf neue Herausforderungen", meint Steff. Es wird sich zeigen, in welcher Funktion genau er nach seinem Rücktritt agieren wird.

Wer den Ausnahmekönner in der Schweiz nochmal von nahe bewundern will, reserviere sich die Tage, an denen Steff und Päddy in dieser letzten Saison voraussichtlich in der Schweiz zusammen spielen werden:

Nestea European Championship Luzern, 5. - 8. August
Coopbeachtour Basel, 12. - 15. August
Exhibition Dietikon, 18. August
Schweizermeisterschaft Bundesplatz, 28. August bis 3. September

Vorerst geht die laufende Saison weiter. Zwei weitere Grand Slam Turniere - Paris und Klagenfurt - stehen noch an. Es ist zu wünschen, dass Stefan und Patrick nach dem Exploit von Roseto noch weitere Erfolgserlebnisse haben werden.